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GP Spanien - Qualifikation

Webber durchbricht Vettels Pole-Serie

Sebastian Vettel Foto: Red Bull 78 Bilder

Mark Webber hat sich in Spanien die erste Pole Position der Saison gesichert. Damit durchbrach der Australier die Serie von Sebastian Vettel. Der Deutsche musste sich allerdings mit Technik-Problemen herumschlagen. KERS funktionierte wieder einmal nicht.

21.05.2011 Tobias Grüner

Fünftes Rennen - fünfte Pole Position für Red Bull. Etwas ist allerdings anders. Ganz vorne steht in Barcelona ausnahmsweise nicht Sebastian Vettel. Teamkollege Mark Webber hat sich mit zwei Zehnteln Vorsprung den besten Startplatz gesichert. Damit durchbrach der Australier nach sechs Pole Positions in Folge die Serie des Weltmeisters.

"Das war eine gute Runde und ein guter Kampf mit Sebastian", freute sich der Red Bull-Pilot, der schon im Vorjahr die schnellste Quali-Zeit fuhr. Sebastian Vettel war allerdings ohne KERS unterwegs und damit gehandicapt. Immerhin startet der Deutsche zum zehnten Mal in Folge aus der ersten Reihe. "Wir können zufrieden sein. Von einer Enttäuschung kann man nicht sprechen", wiegelte der Champion ab. "Mit der letzten Runde war ich nicht ganz zufrieden. Mark hat da einen besseren Job abgeliefert. Gratulation."

Der Rest der Formel 1-Welt war wie schon in den Freien Trainings ohne echte Chance. Mit dem Vorsprung einer knappen Sekunde konnte es sich Red Bull leisten, auf einen zweiten Versuch in der dritten K.O.-Runde zu verzichten und damit einen Satz weiche Reifen zu sparen.

McLaren eine Sekunde zurück

Die ersten Verfolger kommen wieder einmal aus dem McLaren-Lager. Lewis Hamilton gewann das teaminterne Duell gegen Jenson Button mit drei Hundertsteln Vorsprung und sicherte sich damit Rang drei. Mit einer Sekunde Vorsprung trennten Red Bull jedoch Welten von der Konkurrenz. "Die Lücke ist leider größer geworden", klagte Hamilton anschließend. "Die Sekunde Vorsprung können wir wohl nicht im Rennen aufholen."

Als alle dachten, dass McLaren die zweite Startreihe gebucht hat, drückte sich in letzter Sekunde noch Fernando Alonso in das chromglänzende Sandwich. Um nur drei Tausendstel verpasste der Lokalmatador dabei die Zeit von Hamilton. Nachdem Ferrari in den Trainings zuvor noch weiter entfernt war, ist Startplatz vier immerhin ein kleiner Erfolg für den Spanier.

Schumacher ohne Zeit im Q3

Zu den Überraschungen der Qualifikation zählte auch der sechste Platz von Vitaly Petrov. Der Renault-Pilot schob sich damit sogar vor Nico Rosberg, der auf Rang sieben wieder einmal im schnelleren der beiden Silberpfeile saß. "Ich bin im Q3 teilweise mit gebrauchten Reifen gefahren", erklärte der Mercedes-Pilot anschließend. "Es war zu erwarten, dass wir im Qualifying etwas weiter hinten sind. Aber im Rennen sollte es ganz gut aussehen. Es wird sicher wieder viele Überholmanöver geben, daher war es auch wichtig jetzt Reifen zu sparen."

Teamkollege Michael Schumacher musste seinen Run im letzten Quali-Abschnitt abbrechen und startet somit von Platz zehn. Die Technik spielte dem Rekordchampion einen Streich. "Wir hatten ein Ausfall unseres KERS-Systems. Also haben wir uns entschieden, nicht auf Rundenjagd zu gehen. So wie es jetzt aussieht haben wir freie Reifenwahl für morgen", erklärte Schumi anschließend.

Der Rekordchampion muss sich die fünfte Startreihe mit Pastor Maldonado teilen. Der Rookie aus Venezuela fuhr mit Rang neun das beste Qualifying-Resultat seiner kurzen Formel 1-Karriere ein und sorgte damit für die größte Überraschung.

Für Adrian Sutil sprang wie erwartet nur ein Platz im hinteren Mittelfeld heraus. Ohne Chance auf den Einzug in die Top Ten, sparte Force India einen Satz weiche Reifen und schickte beide Piloten auf der langsameren harten Mischung auf die Strecke. Am Ende ging es nur um die Krone im Teamduell. Hier setzte sich Paul di Resta (Platz 16) mit vier Zehnteln Vorsprung relativ deutlich gegen Sutil (17) durch.

Kovalainen startet von Rang 15

Im Hinterfeld schaffte in diesem Jahr erstmals einer der Neulinge der letzten Saison den Sprung in die zweite Runde. Heikki Kovalainen setzte mit Platz 15 den Aufwärtstrend von Lotus fort und ließ sogar noch die beiden Force India hinter sich.

Möglich wurde das Kunststück aber nur durch die Technikprobleme bei Williams und Renault. Rubens Barrrichello konnte in der ersten Quali-Runde nur einen langsamen Run mit harten Reifen fahren, bevor er mit Getriebeproblemen endgültig in die Garage abbog.

Heidfeld muss nach Feuerunfall passen

Auch Nick Heidfeld muss am Sonntag das Feld vor sich hertreiben. Der Renault-Pilot konnte nach dem spektakulären Feuerunfall im dritten Training gar nicht an der Qualifikation teilnehmen. Die Mechaniker versuchten zwar alles, doch selbst ein Wechsel von Motor, Getriebe und Aufhängung reichte nicht, um den Renault wieder fahrtüchtig zu machen. Heidfeld saß während der Qualifikation zwar im Auto, fuhr aber keinen Meter. "Es war einfach zu viel kaputt", stöhnte der Renault-Pilot anschließend. "Immerhin habe ich genügend frische Reifen."

So kam Timo Glock immerhin auf Rang 20 nach vorne. Nachdem am Freitag der Auspuff am Virgin gebrochen war, musste der Odenwälder erneut ohne das neue Update-Paket ausrücken. "Nach der Türkei musste ich schon zum zweiten Mal am Samstag zurückrüsten", klagte Glock. "Dafür lief es aber noch ganz gut."

Da Red Bull in der ersten Quali-Runde mit langsameren harten Reifen fuhr, reichte es sowohl für Virgin als auch für Hispania locker, die 107 Prozent-Hürde zu überspringen. Die Red Bull-Zeiten auf weichen Gummis wären ein Problem geworden. Heidfeld, der ohne Quali-Zeit dasteht, darf dank einer Ausnahme im Rennen starten.

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