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GP Spanien 2013

Mercedes nach Barcelona-Tests Favorit

Nico Rosberg Mercedes F1 Test Barcelona 2013 Foto: xpb 48 Bilder

Bei den Testfahrten in Barcelona war Mercedes die klare Nummer eins. Nur Ferrari konnte halbwegs folgen. Red Bull kämpfte mit Balanceproblemen und schien chancenlos. Trotzdem waren die Rundenzeiten angesichts des Tankinhalts gut. Die Konkurrenz saß nur einem Rechenfehler auf.

06.05.2013 Michael Schmidt

Mercedes schüttelte an den letzten beiden Testtagen von Barcelona die Bestzeiten nur so aus dem Handgelenk. Lewis Hamilton drehte vier Runden unterhalb der 1.21er Marke, Nico Rosberg ebenfalls vier. Die Bestzeiten von 1.20,558 Minuten und 1.20,130 Minuten waren also kein Zufallsprodukt. Deshalb ging Mercedes als Geheimfavorit in die Saison.

Nach den ersten vier Rennen weiß man mehr. Mercedes ist besser als im Vorjahr, aber noch nicht gut genug. Auf eine Runde sind die Silberpfeile absolut bei der Musik. Im Rennen bremst sie der Reifenverschleiß. Man hat ähnliche Probleme wie Red Bull, kommt aber weniger damit klar. Ist es zu kalt, körnen die Reifen. Wird es den Reifen zu heiß, nutzen sie sich zu stark ab. "Die Laufflächentemperaturen der Hinterreifen sind immer noch zu hoch", übt Niki Lauda Kritik.

Neue Pirelli-Reifen helfen Mercedes

Mercedes braucht Bedingungen, bei denen sich die Reifen exakt in ihrem Arbeitsfenster befinden. Da könnte es hilfreich sein, dass Pirelli den Arbeitsbereich des harten Reifen gesenkt hat. Dem war es vorher erst bei über 40 Grad so richtig wohl. Das spielt aber auch Red Bull einen Steilpass zu. Die Frage ist, ob Barcelona dem Mercedes von der Streckencharakteristik nicht einfach besser passt.

"Wir wissen, dass das Auto bei den Wintertestfahrten sehr gut auf dem Circuit de Catalunya funktioniert hat und ich bin zuversichtlich, dass wir ein starkes Wochenende erleben können. Allerdings müssen wir noch abwarten, wie sich unsere Pace im Vergleich zur Konkurrenz entwickeln wird", gibt sich Nico Rosberg zurückhaltend.

Auch Motorsport-Chef Toto Wolff warnt vor zu viel Euphorie: "Wir haben zum Ende der Wintertestfahrten eine starke Leistung gezeigt. Am Rennwochenende werden die Streckenbedingungen und Temperaturen jedoch ganz anders sein. Darauf müssen wir unser Auto richtig einstellen." Die verschiedenen Update-Pakete der Teams stellen eine weitere Unbekannte dar.

Vettel: "Rosbergs Zeit wäre ich nicht gefahren"

Red Bull hatte beim letzten Probegalopp in Barcelona noch große Probleme, wie Teamberater Helmut Marko zugibt. "Da war nichts gespielt. Die Entwicklungsreifen von Pirelli und neue Teile für das Auto haben uns durcheinandergebracht. Die Balance des Autos war so schlecht wie zu Beginn der Saison 2012." Also Kommando zurück. Ab Melbourne kamen wieder alte Flügelversionen an den RB9.

Red Bull fehlten beim Testen in Barcelona 2,4 Sekunden auf Mercedes. Die Konkurrenz saß bei ihren Testanalysen jedoch einem Rechenfehler auf. Sie ging bei Red Bull von 60 Kilogramm im Tank aus und zog pro zehn Kilogramm Differenz zum eigenen Tankinhalt vier Zehntel ab. Der bewegte sich zwischen 10 und 20 Kilogramm.

"Diesmal aber ging das Spritgewicht nicht linear ein die Rechnung ein, weil die Reifen stärker als normal abgebaut haben. Je schwerer das Auto war, umso schlimmer", erklärt Marko. Mit anderen Worten: Red Bull war spritbereinigt viel näher an Mercedes und Ferrari dran. Sebastian Vettel gibt im Rückblick jedoch zu: "Die Zeiten von Rosberg wäre ich auch mit wenig Benzin im Tank nicht gefahren."

Ferrari braucht kaltes Wetter

Ferrari ist die große Unbekannte in dem Spiel. Fernando Alonso war der einzige Fahrer, der an die Testzeiten von Mercedes heranreichen konnte. Mit 1.20,494 Minuten lag der Spanier nur 0,364 Sekunden hinter Rosberg. Der Ferrari-Pilot drehte vor zwei Monaten gleich eine Fünferserie unter 1.21 Minuten: 1.20,809 min, 1.20,900 min, 1.20,606 min, 1.20,494 min, 1.20,503 min. Damals fehlte dem Ferrari aber noch der Speed auf eine Runde. "Da haben wir uns richtig gesteigert", freut sich Felipe Massa.

Beim Reifenmanagement ist der Ferrari F138 aber besser sortiert als Mercedes und Red Bull. Weil es für die roten Autos egal ist, ob der Reifen sich im Arbeitsfenster befindet oder nicht. Das Setup-Fenster auf der mechanischen Seite ist so groß, dass man auf alle Reifenprobleme eine Antwort weiß. Für Ferrari wäre es am besten, wenn die Asphalttemperaturen nicht zu den Reifentypen im Angebot passen. Also möglichst kalt. Dann sticht man die Gegner mit dem geringeren Verschleiß aus.

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