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GP Spanien 2014 (Ergebnis Qualifying)

Hamilton gewinnt Silber-Duell um Pole

Lewis Hamilton - GP Spanien 2014 Foto: Mercedes 60 Bilder

Lewis Hamilton startet in Barcelona von der Pole Position. Sein einziger Gegner im Qualifying hieß wie erwartet Nico Rosberg. Im silbernen Duell setzte sich Hamilton mit anderthalb Zehnteln Vorsprung durch. Der erste Verfolger der Mercedes war Daniel Ricciardo.

10.05.2014 Tobias Grüner

In den Trainings hatte es sich bereits angedeutet: Im Duell um die Pole Position hieß es Mercedes gegen Mercedes. Wie schon in Australien, Malaysia und China hieß der Sieger des teaminternen Silberpfeil-Zweikampfes am Ende Lewis Hamilton. In 1:25.232 Minuten fuhr der Brite die schnellste Runde des gesamten Wochenendes.

Hamilton schnappt sich vierte Pole Position

"Ich habe am Ende wirklich alles was ging aus dem Auto herausquetschen können", freute sich Hamilton. "Ich muss meinem Team danken. Das Auto ist so gut, so etwas habe ich noch nie erlebt." Am Sonntag hofft der Brite auf seinen ersten Formel 1-Sieg in Barcelona. "Es hat bisher einfach noch nicht geklappt. Meine Zeit war einfach noch nicht gekommen. Ich hoffe, dass es morgen besser passt."
 
In der entscheidenden Q3-Runde fehlten Rosberg am Ende anderthalb Zehntel. Vor allem im ersten Teil der Strecke hatte der Deutsche zu viel Zeit auf seinen Teamkollegen verloren. Dabei hatte es in den ersten beiden Quali-Segmenten noch eher danach ausgesehen, als könnte Rosberg das Bollwerk Hamilton in Spanien vielleicht knacken.
 
"Ich habe schon gedacht, dass es heute mit der Pole klappen könnte. Natürlich bin ich enttäuscht. Hinter Lewis auf Platz 2 zu landen, macht natürlich nie Spaß. Dabei war ich mit der Runde ganz zufrieden. Lewis war einfach etwas besser heute. Aber alles, was ich morgen brauche, ist ein guter Start und dann bin ich wieder vorne. Ich werde auf jeden Fall wieder angreifen."

Ricciardo mit einer Sekunde Rückstand auf Hamilton

Der Rückstand der restlichen Konkurrenz fiel deutlich größer aus. Daniel Ricciardo auf Rang 3 fehlten bereits mehr als eine Sekunde auf die Mercedes-Bestzeit. "Der Rückstand ist einfach zu groß. Ich hatte erwartet, dass wir näher dran sind", zuckte der Australier mit den Schultern. "Wir hatten einige Updates am Auto. Aber offenbar hat Mercedes auch einen Schritt gemacht. Immerhin war unser 3. Platz nicht gefährdet." Valtteri Bottas im Williams sicherte sich mit 1,4 Sekunden Rückstand auf die Spitze den zweiten Platz in der zweiten Reihe.
 
Die dritte Startreihe teilen sich zwei Teamkollegen aus dem Vorjahr. Romain Grosjean konnte nach massiven Technik-Problemen am Vortag überraschend auf Rang 5 fahren. So weit vorne hatte man Lotus in diesem Jahr noch gar nicht gesehen. Das reichte sogar um Kimi Räikkönen im Ferrari auf Position 6 zu verdrängen. Der Finne konnte immerhin Fernando Alonso im zweiten roten Auto hinter sich lassen. Der Lokalmatador startet von Rang 7.

"Wir haben einige neue Teile hierhergebracht, manche waren positiv andere negativ. Wir können eventuell noch ein paar Zehntel für morgen finden", blieb Alonso optimistisch. "Kimi war heute einen Tick schneller, ich hoffe das morgen umzudrehen." Jenson Button steht neben Alonso auf Rang 8 in der vierten Reihe. Dahinter platzierte sich Felipe Massa auf Position 9. Der Brasilianer musste sich im Williams-Duell gegen Bottas deutlich geschlagen geben.

Vettel mit Startplatzstrafe wegen Getriebewechsel

Auf dem letzten Top Ten-Startplatz fährt Sebastian Vettel am Sonntag los. Beim Versuch im Q3 seine erste schnelle Runde zu drehen, blieb der Weltmeister schon nach wenigen Kurven ohne Antrieb stehen. Über Funk berichtete der Pilot, dass er nur noch blinkende Warnlichter auf dem Lenkrad sah und das Auto dann einfach stehenblieb. Zur gefahrlosen Bergung unterbrach die Rennleitung die finale Sitzung für 5 Minuten.
 
"Es ist natürlich bitter - und mittlerweile auch langweilig. Jetzt ist langsam mal genug kaputt gegangen", so der Weltmeister wenig begeistert. "Zuerst dachte ich, ich hätte nur den zweiten Gang verloren. In Kurve zwei wusste ich dann, dass ich gar keine Gänge mehr hatte. Ich hoffe, dass es keinen Folgeschaden gibt und das Getriebe nicht kaputt ist. Ansonsten ist für morgen noch alles drin von Platz 10 weiter nach vorne zu kommen. Ich gebe natürlich Vollgas."

Die Hoffnung erfüllte sich für Vettel leider nicht. Bei genauer Inspektion stellten die Ingenieure fest, dass die zerstörten Gangräder und Metallspähne ein Loch in der Getriebehülle hinterlassen hatten. Ein Wechsel der Schaltbox war unausweichlich. Das zieht laut Reglement eine automatische Rückversetzung um 5 Startplätze nach sich - Vettel geht somit von Rang 15 ins Rennen.

Hülkenberg und Sutil vorzeitig raus

Der erste Profiteur des Vettel-Pechs hieß Nico Hülkenberg, der eigentlich nur auf Rang 11 landete und nun eine Position aufrückt. Eine Zehntel hatte dem Rheinländer im entscheidenden Moment zum Einzug in das Top Ten-Finale gefehlt. "Wir waren schlicht und einfach nicht schnell genug. Die Runde war perfekt. Damit war ich zufrieden, von daher sind wir einfach zu langsam. Mehr ging einfach nicht." Wie gut die Leistung des Deutschen war, zeigte der Vergleich mit Teamkollege Sergio Perez, der zwar nur einen Platz hinter Hülkenberg steht, aber die Strecke 3 Zehntel langsamer umrundete.

Für Adrian Sutil war schon nach der ersten Quali-Runde Schluss. Trotz der vielen Updates am Sauber sprang am Ende nur der 17. Platz heraus. Vor allem im letzten Sektor verlor der Bayer das fehlende Zehntel, das zum Erreichen des zweiten Segments gereicht hätte. Vor dem Qualifying hatten die Ingenieure noch das Setup komplett umgebaut, nachdem Sutil schon im dritten Training mit dem Auto haderte.
 
Von Platz 17 rückte Sutil noch einen Platz nach vorne. Jean-Eric Vergne wurde nach seinem Radverlust im Freien Training von den Schiedsrichtern um 10 Startplätze nach hinten ans Ende des Feldes versetzt. Der Franzose kam zwar ins Q2, verzichtete dort aber auf eine gezeitete Runde. Eine Chance auf das Erreichen des Q3 sah man bei Toro Rosso offenbar nicht. Stattdessen sparte man sich lieber ein paar frische Reifensätze für das Rennen.

Maldonado crasht in die Bande

Die letzte Startreihe teilt sich Vergne mit Pastor Maldonado. Der Venezolaner hatte schon nach 4 Minuten für den ersten Aufreger der Sitzung gesorgt. Am Ausgang von Kurve 3 geriet der Lotus-Pilot beim Herausbeschleunigen auf den Kunstrasen – das ausbrechende Heck konnte der Barcelona-Sieger von 2012 nicht mehr einfangen. Erst die Mauer auf der Innenseite konnte das außer Kontrolle geratene Auto bremsen.

Mit stark beschädigter Frontpartie und abgerissenen Aufhängungen ließ sich der havarierte E22 nicht einfach von den Streckenposten aus dem Gefahrenbereich bewegen. Die Marshalls mussten schweres Bergegerät heranschaffen, was zu einer kurzen Unterbrechung führte. Nach 7 Minuten Pause konnte die Sitzung fortgesetzt werden.

FahrerTeamQ1Q2Q3
1. HamiltonMercedes1:27.2381:26.2101:25.232
2. RosbergMercedes1:26.7641:26.0881:25.400
3. RicciardoRed Bull1:28.0531:26.6131:26.285
4. BottasWilliams1:28.1981:27.5631:26.632
5. GrosjeanLotus1:28.4721:27.2581:26.960
6. RäikkönenFerrari1:28.3081:27.3351:27.104
7. AlonsoFerrari1:28.3291:27.6021:27.140
8. ButtonMcLaren1:28.2791:27.5701:27.335
9. MassaWilliams1:28.0611:27.0161:27.402
10. Vettel*Red Bull1:27.9581:27.052ohne Zeit
11. HükenbergForce India1:28.1551:27.685
12. PerezForce India1:28.4691:28.002
13. KvyatToro Rosso1:28.0741:28.039
14. GutierrezSauber1:28.3741:28.280
15. MagnussenMcLaren1:28.389ohne Zeit
16. Vergne**Toro Rosso1:28.194ohne Zeit
17. SutilSauber1:28.563
18. ChiltonMarussia1:29.586
19. BianchiMarussia1:30.177
20. EricssonCaterham1:30.312
21. KobayashiCaterham1:30.375
22. MaldonadoLotusohne Zeit
* 5 Plätze Strafe
**10 Plätze Strafe
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