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GP Spanien 2016 (Ergebnis Rennen)

Verstappen-Triumph bei Mercedes-Crash

Max Verstappen - Red Bull - GP Spanien 2016 - Barcelona Foto: sutton-images.com 68 Bilder

Max Verstappen hat in seinem ersten Rennen für Red Bull seinen ersten Sieg erobert. In einem sensationell spannenden Rennen kochte der 18-Jährige Kimi Räikkönen ab. Sebastian Vettel holte sich Rang drei. Die Szene des Rennens lieferte Mercedes: Lewis Hamilton und Nico Rosberg schossen sich nach dem Start ab.

15.05.2016 Andreas Haupt

Kurz nach dem GP Russland beförderte Red Bull Max Verstappen ins A-Team. Nicht wenige im Fahrerlager äußerten Kritik. Doch schon bei seinem ersten Einsatz im RB12 zeigte der 18-jährige Senkrechtstarter aus welchem Holz er geschnitzt ist.

An einem unglaublichen Sonntagnachmittag sicherte sich Verstappen seinen ersten Sieg in seinem erst 24 Grand Prix. Damit ist der Niederländer nun auch der jüngste Sieger der Formel 1-Geschichte. Er löste Sebastian Vettel ab, der bei seinem ersten Erfolg drei Jahre älter war. Für Red Bull war es gleichzeitig der erste Sieg seit Spa 2014.

Verstappen profitierte bei seinem Sensationssieg wie der Rest des Feldes von einer Kollision im Mercedes-Lager, die von der Dimension her den Zusammenstoß von Belgien 2014 bei weitem übertraf. "Ich kann es nicht fassen, Unfassbar. Ich muss dem Team danken für dieses Auto. Im ersten Rennen für Red Bull zu gewinnen: der Wahnsinn", äußerte sich ein bewegter Sieger.

Hamilton und Rosberg schießen sich ab

Nico Rosberg schnappte sich nach dem Start den Windschatten von Pole-Mann Hamilton und bremste sich im Sog in der ersten Kurve außen daneben. Der WM-Führende zog sein Manöver durch und kassierte den Weltmeister.

In der langgezogenen Rechtskurve (Turn 3) erwischte allerdings Hamilton den besseren Ausgang und rauschte mit hohem Tempo an den Mercedes vor ihm heran. Rosberg bemerkte seinen heran brausenden Rivalen und zog nach innen. Hamilton wich daraufhin aufs Gras aus und verlor seinen Mercedes. Danach schoss das Auto mit der Startnummer 44 quer über den Asphalt und traf seinen Kontrahenten vor der vierten Kurve. Beide Mercedes rodelten gemeinsam ins Aus. Ein harter Schlag für die Silberpfeile. Nichts wurde aus dem 11. Sieg in Serie für das Team oder dem achten von Rosberg.

Niki Lauda sah im ersten Moment die Schuld bei Hamilton. Mercedes-Vorstandsvorsitzender Dieter Zetsche, der extra nach Barcelona gereist war, gab sich diplomatischer. "Wir lassen beide Fahrer frei fahren. So etwas ist das einzige, was wir vermeiden müssen. Wir werden das genau anschauen und dann darüber reden." Teamchef Toto Wolff ergänzte: "Die Schuldfrage ist nicht eindeutig. Es ist eine schwierige Situation für das Team. Wir haben 43 Punkte verloren. Und beide Fahrer müssen zu den Stewards."

Strategie-Duell zwischen Red Bull und Ferrari

Nach dem Krieg der Sterne war der Weg frei für den Zweikampf zwischen Red Bull und Ferrari. Ricciardo lag in Führung vor Verstappen. Sowohl Sebastian Vettel als auch Kimi Räikkönen kämpften sich zunächst an Carlos Sainz vorbei und machten Jagd auf die beiden Führenden.

Die Strategen an den Kommandoständen splitteten jeweils die Strategien. Ricciardo und Vettel wurden auf drei Stopps gesetzt. Ihre Reifenfolge: Soft (Start), Medium, Soft, Medium. Ferrari lotste seinen Star-Piloten beim dritten Boxenbesuch am Australier vorbei. Auch weil Red Bull seinen dreifachen GP-Sieger fünf Runden länger draußen ließ.

Verstappen und Räikkönen setzten dagegen auf zwei Stopps (soft, medium, medium). Seinen letzten Besuch bei seinen Mechanikern hatte der Youngster gegen Rennmitte. Danach spulte er im Red Bull routiniert seine Bahnen ab. In seinem Nacken lauerte Räikkönen. Doch Verstappen kochte den Routinier ab, der nicht einen einzigen Angriff setzen konnte.

Reifenplatzer bei Ricciardo

Vettel und Ricciardo konnten die Lücke nicht mehr schließen. Der Australier arbeitete sich in der Schlussphase ans Heck des Ferrari heran und attackierte sieben Runden vor dem Zielstrich. Jedoch rutschte er in Kurve eins zu weit hinaus und Vettel konterte. Zwei Runden vor Schluss platzte Ricciardo der linke Hinterreifen, was ihn zu seinem vierten Stopp zwang. Trotzdem blieb er auf Platz vier. Vettel erreichte mit 5,5 Sekunden Abstand auf Verstappen das Podest. Ein positiver Nachmittag für Ferrari. Beide Piloten konnten die Lücke in der WM zu Mercedes verkleinern.

Valtteri Bottas, der vom siebten Platz ins Rennen ging, konnte mit der Spitze nicht mithalten. Der Finne brachte seinen Williams auf dem fünften Rang ins Ziel. Das gesamte Wochenende fehlte den Martini-Rennern die Geschwindigkeit der Spitze. Das Resultat war das Maximum.

Hinter dem besten Williams eroberte Carlos Sainz mit einem beherzten Rennen vor heimischer Kulisse den sechsten Platz. Das spült ihm acht Zähler aufs Punktekonto. Sergio Perez geigte als Siebter groß auf. Schon im Qualifying machte der Mexikaner einen starken Eindruck und schlug Nico Hülkenberg zum vierten Mal in dieser Saison. Der lange Rheinländer hatte keine Möglichkeit, den Spieß am Sonntag umzudrehen. Für Hülk war bereits nach 20 Runden Feierabend. "Ich glaube, wir hatten ein Ölleck, das Feuer gefangen hat. Da ist echt die Seuche drin dieses Jahr. Monaco wird für mich wie ein neuer Saisonstart. Durch solche Phasen muss man aber manchmal durch. Ich hoffe es ist bald vorbei“, meinte Hülkenberg.

Einen arbeitsreichen Nachmittag hatte Felipe Massa vor sich. Nachdem er und seine Williams-Strategen im Qualifying patzten, musste der Brasilianer von Rang 19 angasen. Mit klugen strategischen Schachzügen holte Williams seinen Piloten in die Punkte. Jenson Button und Daniil Kvyat staubten die letzten Zähler ab.

Pascal Wehrlein belegte nach 66 Runden den 16. Platz. Fernando Alonso schied in seinem Heimrennen aus.

FahrerTeamZeit / Rückstand
1. Max VerstappenRed Bull1:41.40,017 Std.
2. Kimi RäikkönenFerrari+ 0:00.616 Min.
3. Sebastian VettelFerrari+ 0:05.581
4. Daniel RicciardoRed Bull+ 0:43.950
5. Valtteri BottasWilliams+ 0:45.271
6. Carlos Sainz Jr.Toro Rosso+ 1:01.395
7. Sergio PerezForce India+ 1:19.538
8. Felipe MassaWilliams+ 1:20.707
9. Jenson ButtonMcLaren+ 1 Runde
10. Daniil KvyatToro Rosso+ 1 Runde
11. Esteban GutierrezHaas+ 1 Runde
12. Marcus EricssonSauber+ 1 Runde
13. Jolyon PalmerRenault+ 1 Runde
14. Kevin MagnussenRenault+ 1 Runde
15. Felipe NasrSauber+ 1 Runde
16. Pascal WehrleinManor+ 1 Runde
17. Rio HaryantoManor+ 1 Runde
18. Romain GrosjeanHaasAusfall
19. Fernando AlonsoMcLarenAusfall
20. Nico HülkenbergForce IndiaAusfall
21. Nico RosbergMercedesAusfall
22. Lewis HamiltonMercedesAusfall
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