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Formel 1: Button kritisiert Schumacher

Weltmeister vs. Rekordchampion

Schumacher und Button Foto: xpb 30 Bilder

Jenson Button hatte am Zweikampf mit Michael Schumacher weniger Spaß als die Fernsehzuschauer. Der Weltmeister wunderte sich über die resolute Art des Rekordsiegers, seine Position zu verteidigen. "Hätte ich nicht zurückgesteckt, hätte es gekracht."

09.05.2010 Michael Schmidt

Der GP Spanien lebte vom Duell zwischen Michael Schumacher und Jenson Button um Platz sechs. Die Zuschauer waren begeistert. Auch Michael Schumacher genoss den Zweikampf Rad and Rad. Nur Jenson Button fand die Verteidigungsschlacht des 41-jährigen Mercedes-Piloten nicht so lustig.

Es begann mit jener Szene, als Button nach dem Reifenwechsel aus der Boxengasse kam und am Ende der Zielgeraden auf einen unnachgiebigen Schumacher traf. "Er hat so brutal von außen reingeschnitten, dass ich voll in die Eisen musste. Sonst hätte es gekracht. Auch später ist Michael so gefahren, als gäbe es nur ein Rennen in dieser Weltmeisterschaft. Für mich besteht die WM aus mehreren Rennen, und stecke im Zweifel lieber zurück. Er sollte mit seiner Erfahrung eigentlich auch so denken."

Angriff  wäre zu großes Risiko

Schumacher und Button hatten sich 20 Runden lang ineinander verbissen. Immer wieder versuchte es der Engländer auf der Außenseite der Zielgeraden, immer wieder ließ ihn Schumacher beim Anbremsen der ersten Kurve dort verhungern. "Michael hat die Innenspur dicht gemacht. Er ist immer bis zur weißen Linie der Boxenausfahrt gefahren, um einen Angriff rechts von ihm zu verhindern. Außen herum hatte ich keine Chance. Ich hätte zuviel riskieren müssen."

Laut Button hatte Schumacher alle Hände zu tun, den störrischen Mercedes auf der Straße zu halten. "Er ist unheimlich viel gerutscht, hat auch immer wieder Fehler gemacht. Ich konnte davon nicht profitieren, weil ich nie nahe genug war." Augenzeuge Felipe Massa bestätigte: "Der Mercedes hatte in den langsamen Kurven null Grip und null Traktion. Dagegen fuhr der McLaren wie auf Schienen. Ich konnte mit meinem beschädigten Auto nur dranbleiben, weil Michael so langsam war."

Button mit Problemen beim Boxenstopp

Button legte sich eine spezielle Taktik zurecht, um den Altmeister vor ihm auszutricksen. "Ich bin andere Linien gefahren, um seinen Turbulenzen auszukommen. Aber irgendwann hat Michael immer meine Linie gekreuzt. Ich musste jedes Mal eine Vollbremsung machen. Als sich unsere Wege kreuzten, fehlte immer kurzfristig Abtrieb auf der Vorderachse. So habe ich mir vorne zwei Bremsplatten eingehandelt. Das war der Grund, warum mir Michael am Ende davongezogen ist."

Button verlor den Platz an Schumacher beim Boxenstopp. Schuld war ein Defekt an der Kupplung und Mattscheibe auf seinem Display. "Die Kupplung ist beim Boxenstopp durchgerutscht, obwohl ich sie voll gezogen hatte. Dadurch hat sich die Achse gedreht und die Mechaniker konnten die Hinterräder nicht gleich draufkriegen." Bei der Fahrt aus der Box ging weitere Zeit verloren. "Weil auf dem Armaturenbrett die Anzeigen ausgefallen waren, war ich mir nicht sicher, ob ich die Geschwindigkeitsbegrenzung einhalten würde." Das Timing war laut Button richtig, auch wenn er zwei Runden später als Schumacher zum Reifenwechsel an die Box kam. "Ohne die Probleme wäre ich locker vor Schumacher geblieben."

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