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GP Spanien

Kimi startet vor Alonso

Foto: dpa 74 Bilder

Update + + WM-Spitzenreiter Kimi Räikkönen gelang beim GP von Spanien zum ersten Mal in diesem Jahr die Trainingsbestzeit. Der Weltmeister im Ferrari distanzierte Fernando Alonso am Samstag (26.4.) im Qualifying um knapp eine Zehntelsekunde.

26.04.2008 Claus Mühlberger

Von der zweiten Startreihe aus gehen Felipe Massa (Ferrari) und BMW-Mann Robert Kubica ins Rennen. Die beiden McLaren stehen einträchtig nebeneinander in der dritten Reihe. Bester deutscher Fahrer war Nick Heidfeld (BMW) als Neunter. „Es ist schon lange her, dass ich das letzte Mal auf Pole gestanden bin“, freute sich Räikkönen.„Ich habe bei den letzten Trainings oft Fehler gemacht. So sind unsere Chancen morgen nicht schlecht. Ich bin mit dem Auto viel zufriedener als bisher in diesem Jahr. Der Wind hier macht es schwierig. Und man muss sehr aufpassen, dass man in den Kurven nicht zu weit nach außen kommt. Da ist es sehr rutschig.“

Lokalmatador Fernando Alonso wurde von fast 100.000 Fans nach seiner schnellen Runde mit frenetischem Jubel begrüsst. „Echt klasse“, freute sich der Spanier. „Das habe ich nicht erwartet. Schon gar nicht für dieses Rennen. Nicht mal in diesem Jahr. Wir sind ja wirklich enttäuschend in das Jahr gestartet. Das Auto fühlt sich definitiv besser an als zuletzt.“

Alonso leicht auf Rang zwei

An eine Wunderheilung des Renault will Alonso nicht glauben: „Es wäre vermessen zu sagen, dass wir jetzt immer zwischen den Ferrari stehen.“ Vielmehr robbe man sich langsam wieder nach vorne. „Ich hoffe dass wir wieder nach vorne kommen“, dämpft er die Erwartungen. Für das Rennen rechnet sich der Spanier einen Platz direkt hinter den drei Top-Teams aus.

Alonso weiß wohl, dass er seinen Platz in Startreihe eins vor allem einer sehr geringen Benzinlast zu verdanken hat. Den Beweis für diese These ist der gewaltige Abstand zu seinem Teammate Nelson Piquet: Im entscheidenden dritten Abschnitt des Qualfyings (Q3), bei dem die Autos bereits für den ersten Teil des Rennens betankt sind, betrug die Differenz acht Zehntelsekunden. Bei allen anderen Trainingssitzungen lagen nur ein bis zwei Zehntel zwischen Alonso und Piquet.

Felipe Massa ärgerte sich: „Ich habe die schnelle Runde einfach nicht zusammen bekommen. Die Bedingungen haben sich schnell verändert. Da ist es schnell passiert, dass man ein paar Zehtelsekunden liegen läßt. In den langsamen Kurven wie Turn sieben hatte ich zuviel durchdrehende Räder.“

Deutsche Piloten enttäuschend

Die fünf deutschen Fahrer schnitten enttäuschend ab: Nick Heidfeld wurde beim vierten Rennen des Jahres zum vierten Mal von seinem polnischen Teamkollegen Robert Kubica abgehängt. Mit Platz neun verbuchte Heidfeld sein bisher schlechtestes Trainingsergebnis des Jahres. Nico Rosberg musste sich zum ersten Mal in diesem Jahr seinem Teammate Kazuki Nakajima geschlagen geben. Rosberg schaffte nur Startplatz 15 – nach dem achten Trainingsrang zuletzt in Bahrain eine üble Enttäuschung.

Ein bitteres Qualfying durchlitt Timo Glock im Toyota. Der Deutsche schied als 14. Bereist im Q2 aus und mußte zuschauen, wie Teamkollege Jarno Trulli auf Startplatz acht fuhr. Im Trainingsduell steht es jetzt 0:4 aus Sicht von Glock. Das gleiche Resultat muss auch Adrian Sutil verkraften. Zum vierten Mal in diesem Jahr war für den Force-India-Fahrer in Q1 Schluss, und zum vierten Mal war er langsamer als sein Teamkollege Giancarlo Fisichella. Diesmal betrug die Differenz stattliche sieben Zehntelsekunden.

Auch Sebastian Vettel hatte wenig Grund zur Freude: Als 18. in Q1 verpasste er den Aufstieg in Q2. Sein Toro Rosso-Teamkollege Sébastien Bourdais hingegen fuhr in Q1 überraschend die zwölftschnellste Zeit und glich damit im Trainingsduell gegen den Deutschen zum 2:2 aus.

Ferrari klarer Favorit

Eine Prognose für das morgige Rennen ist nicht schwierig. Denn beim gestrigen zweiten Freien Training, bei dem wie immer alle Teams mit so genannten Longruns eine Rennsimulation auf dem Programm steht, machten die Ferrari-Fahrer mit Abstand die beste Figur. Felipe Massa und Kimi Räikkönen schafften eine durchschnittliche Rundenzeit von 1:22.8 Minuten.

Lokalmatador Fernando Alonso war zwar in seiner schnellsten Runde sowie im Freien Training wie auch im Qualfying nur eine Zehntelsekunde langsamer als das rote Duo. Doch es mangelt dem Renault an Beständigkeit. Gleiches gilt für die McLaren-Mercedes. Bei BMW fiel der Unterschied sogar noch um eine Nuance größer aus.

Im Schnitt verlor Renault-Mann Alonso beim Longrun drei bis vier Zehntelsekunden auf die Ferrari. „Das Rennen könnte schwierig werden“, ahnt der Spanier. „Mal schauen, was ich tun kann.“ Dies klingt wie ein Eingeständnis, dass er im Qualifying mit wesentlich weniger Benzin unterwegs war als die Konkurrenz und so Ergebniskosmetik betrieb, was den Startplatz angeht.

Auf einen Überraschungscoup aufgrund von Wetterkapriolen sollte man nicht hoffen: Für den Renntag ist Kaiserwetter vorhergesagt, mit einer Höchsttemperatur von knapp 25 Grad, genau wie am Samstag.

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