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GP Spanien

Sieg für Kimi - Aus für Schumi

Foto: dpa 40 Bilder

Update ++ Reaktionen ++ Durch ein Reifen-Desaster beim Spanien-GP ist für F1-Weltmeister Michael Schumacher die Titelverteidigung in unerreichbare Ferne gerückt. Der Ferrari-Pilot fuhr am Sonntag (8.5.) in Barcelona nach zwei "Plattfüßen" 18 Runden vor dem Ende an die Box und gab auf.

08.05.2005

Nach dem dritten Ausfall im fünften Grand Prix dieses Jahres hat der Rekordchampion bereits 34 Punkte Rückstand auf WM-Spitzenreiter Fernando Alonso und die Weltmeisterschaft beinahe aus den Augen verloren. "Sie rückt immer weiter von uns weg. Aber sie ist noch nicht so weit, dass wir sie aufgeben müssen", sagte Schumacher, der seit sechs Rennen ohne Sieg ist. "Wir müssen jetzt viel arbeiten."

Kimi Räikkönen: "Das war sehr einfach"

Dagegen feierte Kimi Räikkönen im McLaren-Mercedes auf dem Circuit de Catalunya einen ungefährdeten Start-und-Ziel-Sieg und beendete damit die Erfolgsserie des dreimaligen Saisonsiegers Alonso. "Ich bin sehr glücklich. Das war ziemlich einfach", sagte der Finne nach dem dritten Grand-Prix-Sieg seiner Karriere.

Renault-Pilot Alonso verwies bei seinem Heimrennen vor 115.000 begeisterten Zuschauern auf dem ausverkauften Kurs den Italiener Jarno Trulli im Toyota auf Platz drei. "Es war nicht möglich, ihm zu folgen. Da bin ich lieber auf Nummer sicher gegangen. Die acht Punkte sind ein fantastisches Ergebnis", meinte Alonso, der bei der Siegerehrung von König Juan Carlos herzlich in den Arm genommen wurde. Ralf Schumacher verpasste seinen ersten Podiumsplatz für Toyota nur knapp und belegte den vierten Rang. BMW-Williams-Pilot Nick Heidfeld blieb als Zehnter nach einem verkorksten Wochenende mit zwei Motorwechseln ohne Punkte.

Barrichello komplettiert das Ferrari-Debakel mit Platz neun

In der WM-Wertung baute Alonso seine Führung mit 44 Zählern vor Trulli (26) aus. Silberpfeil-Pilot Räikkönen verbesserte sich auf Rang drei mit 17 Punkten vor Alonsos-Teamkollege Giancarlo Fisichella (14) und Ralf Schumacher (14). Sein Bruder hat den Anschluss an die Spitze verloren und ist mit zehn Punkten nur noch Neunter. In der Konstrukteurs-Wertung rangiert Renault (58) an der Spitze vor Toyota (40) und McLaren-Mercedes (37). Ferrari (18) ist Fünfter hinter BMW- Williams (21).

Michael Schumacher wollte mit der Imola-Taktik wieder an die Spitze fahren. Wie bei seiner spektakulären Aufholjagd beim Grand Prix von San Marino vor zwei Wochen, als er hinter Alonso noch Zweiter wurde, blieb er bis zum ersten Tanken lange auf der Strecke. Von Platz acht gestartet, rückte der Kerpener durch die früheren Boxenstopps seiner Konkurrenten bis auf den zweiten Platz vor. Als er nach dem ersten Tanken nach 32 Runden zurück auf die Piste kam, ordnete er sich als Vierter ein.

Doch acht Runden später musste zunächst der linke hintere Reifen an seinem Ferrari wegen eines Plattfußes gewechselt werden. Kurze Zeit später war auch der linke Vorderreifen platt. Schumacher holperte mit seinem Auto an die Box und stellte ihn in der Garage ab. Damit erhöht sich der Druck nicht nur auf Schumacher und die Scuderia, sondern auch auf Reifenhersteller Bridgestone. Das Ferrari- Debakel machte der Brasilianer Rubens Barrichello perfekt, der als Neunter ebenfalls ohne Zähler nach Hause fuhr.

Räikkönen, der in Imola an der Spitze liegend wegen eines Defekts ausschied, war indes nicht zu stoppen. "Der Kurs ist eine gute Messlatte. Kimi ist heute in einer eigenen Liga gefahren und hatte ein Spitzenauto", lobte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. Von der Pole Position aus fuhr der Finne einsam seine Runden und hielt die Konkurrenz mühelos auf Distanz. Auch nach den beiden Boxenstopps verlor er nicht die Führung. Nach 66 Runden und 305,256 Kilometer feierte er in 1:27:16,830 Stunden den ersten Silberpfeil-Sieg seit dem 29. August 2004 in Belgien.

BMW-Williams zog eine gemischte Bilanz. Der Australier Mark Webber, der neben Räikkönen in der ersten Startreihe stand, kam immerhin auf Rang fünf. Nick Heidfeld musste wegen seiner zwei Motorwechsel aus der letzten Startreihe starten. "Wir sind noch immer nicht soweit, wie wir es wollen", stellte Heidfeld nach seinem zehnten Platz fest.

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