Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

GP Türkei 2011 Rennanalyse

Was Sie noch nicht übers Rennen wussten

Start GP Türkei 2011 Foto: xpb 31 Bilder

Der GP Türkei war unterhaltsam, mit 82 Stopps aber nicht leicht zu entschlüsseln. In der Rennanalyse klären wir die offenen Fragen. Warum startete Timo Glock nicht? Verstehen die Fahrer das Rennen noch?

08.05.2011 Bianca Leppert

Wieso ist Timo Glock nicht gestartet?

Timo Glock lieferte am Samstag das Zitat des Tages. "Wir hätten uns auch alle Wintertests sparen und uns auf einen Kaffee treffen können", sagte der Deutsche. Am Sonntag ging seine Pechsträhne weiter. Auf dem Weg zu seinem Startplatz versagte das Getriebe seinen Dienst. "Es war sehr frustrierend, als ich gemerkt habe, dass es ein Problem mit dem fünften Gang gibt."

Das Team versuchte den Defekt zu beheben, damit Glock noch aus der Boxengasse hätte starten können. Doch jegliche Mühe war vergebens. Eigentlich wollte man die Zeit noch nutzen, um neue Teile im Rennen zu testen. Nach 40 Minuten schmissen sie endgültig das Handtuch.

Verstehen eigentlich die Fahrer das Rennen noch?

Bei 82 Boxenstopps ging es im Rennen drunter und drüber. So viel Boxenstopps gab es in diesem Jahr noch nie. Für die Zuschauer war es nicht gerade leicht, den Überblick zu behalten. Schon gar nicht auf den Zuschauerrängen an der Strecke. "Wenn sie eine Videowand vor sich sich haben, dann ist es vielleicht noch möglich das Rennen zu verfolgen. Aber nach dem ersten Stint - vor allem wenn du alle zehn oder 15 Runden Boxenstopps hast - wird es für die Leute hier schwierig", meint Sebastian Vettel.

Selbst Nico Rosberg verlor irgendwann den Überblick. "Ich habe im Rennen überhaupt nicht durchgeblickt - wo ich stehe und gegen wen ich kämpfe", gibt der Mercedes GP-Pilot zu. Mercedes GP-Teamchef Norbert Haug witzelt: "Derjenige, der durchs Rennen führt, muss Muskelkater im Mund haben." Adrian Sutil sieht es pragmatisch: "Jetzt kann sich keiner mehr beschweren, dass nicht mehr überholt wird."

Wieso war McLaren in der Türkei nicht bei der Musik?

In China holte Lewis Hamilton noch den Sieg. Drei Wochen später in der Türkei schaffte er es noch nicht einmal auf das Podest. Dabei spielten mehrere Faktoren eine Rolle. Ferrari machte große Fortschritte. Die Italiener konnten ihre Probleme identifizieren und verbesserten sich enorm. Alonso war mit 30 Sekunden Vorsprung deutlich außer Reichweite von Hamilton.

Die Erklärung: Die Truppe aus Woking hatte in Istanbul nur einen Teil des Update-Pakets im Einsatz. Darüber hinaus verlief das Rennen nicht ganz nach Plan. Bei Hamiltons drittem Stopp gab es vorne rechts Probleme mit einer Radmutter. "Ich denke aber nicht, dass es einen großen Unterschied zum Endergebnis gemacht hätte", meint Hamilton. Dafür ruinierte er sich seine Reifen im Kampf mit Teamkollege Jenson Button und weil er seinen Frontflügel falsch justierte.

Bei Button war es die Strategie, die ein besseres Ergebnis verhagelte. "Jenson war einer der schnellsten mit drei Stopps, aber im Rückblick war es nicht die optimale Strategie und deshalb hatte er Probleme", meint Martin Whitmarsh.

Wieso ging die Dreistopp-Strategie bei Kamui Kobayashi auf und bei anderen nicht?

Kamui Kobayashi pflügte mal wieder durchs ganze Feld. Von Platz 23 gestartet, beendete der Sauber-Pilot sein Rennen auf dem zehnten Platz. Es hätte für eine noch bessere Platzierung gereicht, wenn er in der 23. Runde nicht mit Sebastien Buemi aneinander geraten wäre. Dabei zog er sich einen Reifenschaden zu und musste früher als geplant an die Box. Allgemein gilt der Sauber als Reifenflüsterer. Zudem sparte sich Kobayashi mit dem verwachsten Qualifying drei Sätze frischer weicher Reifen auf.

Bei Jenson Button ging die Taktik hingegen nicht auf. Der Brite musste nach seinem letzten Stopp in Runde 39 noch 19 Runden bis zur Zieldurchfahrt auf den harten Pneus ausharren. Das kostete ihn wertvolle Zeit. Der Dritte im Bunde der Dreistopper war Sebastien Buemi. Mit dem neunten Rang erreichte er im Toro Rosso ein überraschendes Ergebnis. Auch bei ihm wäre möglicherweise noch mehr drin gewesen. Doch am Ende kämpfte der Schweizer wegen den stark abbauenden Pneus mit Vibrationen am Auto.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden