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Formel 1: Kobayashi auf Platz 10 in der Türkei

Sauber jubelt über ersten WM-Punkt

Kamui Kobayashi Foto: Daniel Reinhard 29 Bilder

Kamui Kobayashi hat Sauber erlöst. Der zehnte Platz des Japaners brachte dem Schweizer Rennstall den ersten WM-Punkt. Damit kommt für Sauber nach sechs Nullrunden in Folge und einer beispiellosen Ausfallserie endlich wieder Land in Sicht.

31.05.2010 Michael Schmidt

In sechs Rennen war nur zwei Mal ein Sauber ins Ziel gekommen. Beim GP Türkei kamen beide Autos aus Hinwil über die volle Distanz. Und mit Kamui Kobayashis zehntem Platz gab es auch den ersten WM-Punkt auf das Konto.

Teamkollege Pedro de la Rosa sicherte den Punktegewinn als Elfter ab. Sorgen machte nur Toro Rosso-Fahrer Sebastien Buemi, der sich kurz vor Schluss unbedingt zurückrunden wollte und die beiden Sauber-Piloten in sinnlose Zweikämpfe verwickelte. "Ich finde es daneben, dass Buemi in den letzten Runden so fährt. Er lag doch eine Runde zurück", ärgerte sich Peter Sauber.

Sauber überholt Toro Rosso und Williams

Die Erleichterung war dem Mann mit der Zigarre anzusehen: "Jetzt atmen wir freier. Das wichtigste ist der Punkt. Das zweitwichtigste der Top Ten-Platz von Kobayashi in der Qualifikation. Das zeigt uns, dass unser Auto geht." Sauber bilanziert: "Wir haben Williams und Toro Rosso überholt und sind auf einem Niveau mit Force India." Was für ein Fortschritt nach dem enttäuschenden Saisonstart.

Im Team wurden nach dem Rennen ein paar Flaschen Bier geköpft. Kobayashi ließ seine Crew zittern. In den letzten Runden fuhr er auf der Leinwand seiner Reifen. Peter Sauber lobte das Timing des Boxenstopps, nicht aber seine Ausführung. "Wir kamen als erste an die Box. Das war gut. Beim Reifenwechsel lief etwas schief, und dann mussten wir noch Barrichello durchlassen. Dabei blieben drei Sekunden liegen." Der Chef glaubt: "Wir hätten vor Alonso bleiben und mit etwas Glück Petrov überholen können."

Erstmals kommen beide Sauber über die Distanz

Gut getan hat, dass zum ersten Mal beide Autos die Zielflagge sahen. Die Ausfallserie schlug Peter Sauber auf den Magen. Ausgerechnet sein Team steht in der Zuverlässigkeitstabelle am unteren Ende. Früher war die Schweizer Truppe ein Garant für Zielankünfte. Mit 358 von 842 möglichen Rennrunden liegt Sauber allerdings immer noch hinter dem Neuling Virgin Racing.

"Es war immer etwas anderes, das kaputtging", verzeifelte Sauber zuletzt nach dem GP Monaco, "und die letzten beiden Defekte im Bereich der Hydraulikpumpe und der Getriebeschaltwalze sind noch nicht einmal hundertprozentig verstanden."

Technik-Konzept geht endlich auf

Sauber hat zwei Schritte nach vorne gemacht. Dabei waren die Änderungen an der Aerodynamik vor dem GP Türkei kaum sichtbar. Dafür macht sich jetzt der Einfluss des neuen Technikchef James Key bemerkbar. Der Engländer bringt neue Setup-Ideen ein, und er geht bei der Optimierung der Abstimmung einen anderen Weg vor Vorgänger Willy Rampf. Sauber atmet auf: "Die Windkanalergebnisse sind endlich an der Strecke angekommen."

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