Wer soll Red Bull in Ungarn stoppen? Nach dem dritten Freien Training machte sich am Samstag (31.7.) Ernüchterung bei der Konkurrenz breit. Mark Webber fuhr in 1:19.574 Min. schon wieder eine absolute Wochenend-Bestzeit. Da hatte sogar Teamkollege Sebastian Vettel Mühe hinterherzukommen. Der Heppenheimer blieb eine knappe halbe Sekunde hinter dem Stallgefährten zurück.
Ferrari ohne F-Schacht
Mehr Sorgen als Vettel müssen sich allerdings die anderen Top-Teams vor dem Qualifying machen. Fernando Alonso blieb als Dritter bereits deutliche 1,15 Sekunden hinter der Bestzeit. Nachdem die roten Autos in Hockenheim mit Red Bull noch auf einem Niveau kämpfen konnten, trennen sie in Budapest Welten. Felipe Massa hatte auf Rang fünf sogar schon einen Rückstand von 1,69 Sekunden. Ferrari wird übrigens genau wie Red Bull in Budapest ohne F-Schacht antreten. Wegen der kurzen Geraden lohnt sich die Top-Speed-Hilfe am Hungaroring nicht.
Zwischen die beiden Autos aus Maranello konnte sich im dritten Training noch Robert Kubica schieben. Wir schon oft in dieser Saison gehört der Pole auf langsamen Strecken zum erweiterten Favoritenkreis. Vor allem die McLaren müssen im Kampf gegen Kubica Gas geben. Im Training zogen Lewis Hamilton (Platz 6) und Jenson Button (Platz 9) noch den Kürzeren.
Beide Renault schneller als Mercedes
Auch Kubicas Teamkollege Vitaly Petrov ist auf dem Hungaroring gut unterwegs. Der Russe platzierte sich auf Rang sieben ungewöhnlich weit vorne. Damit war der Renault-Pilot sogar einen Platz besser als Nico Rosberg, der als bester Silberpfeil-Fahrer auf Position acht in die Wertung kam. Teamkollege Michael Schumacher kam sogar nur auf Rang zwölf. Mit 2,3 Sekunden Rückstand auf die Spitze kann der Kerpener nicht zufrieden sein.
Besser als der Rekordweltmeister machte es sein Landsmann Nico Hülkenberg. Der Rookie aus dem Rheinland blieb als drittbester Deutscher auf Rang zehn. Dabei gewann er auch das Duell mit Williams-Teamkollege Rubens Barrichello.
Sutil verzichtet auf neuen Unterboden
Für Adrian Sutil lief es dagegen erneut schlecht. Nachdem Force India den neuen Unterboden wie erwartet in der Nacht wieder abgebaut hat, kam der Deutsche mit den alten Teilen nicht richtig in Schwung. Am Ende ließ er sich nur die 17. Zeit notieren. Auch bei Teamkollege Tonio Liuzzi lief es schlecht. Nach Problemen mit der Antriebswelle musste der Italiener weite Teile des Trainings aus der Box verfolgen.
Langsamster aus dem deutsche Sechserpack war aber wieder einmal Timo Glock. Auf Rang 22 musste er sich erneut den beiden Lotus geschlagen geben. Etwas überraschend war dabei, dass Glocks Teamkollege Lucas di Grassi als 19. bester Neuling wurde.
| Fahrer | Team | Zeit/Rückstand |
|---|---|---|
| 1. Mark Webber | Red Bull | 1:19.574 Min. |
| 2. Sebastian Vettel | Red Bull | + 0.484 |
| 3. Fernando Alonso | Ferrari | + 1.150 |
| 4. Robert Kubica | Renault F1 | + 1.492 |
| 5. Felipe Massa | Ferrari | + 1.690 |
| 6. Lewis Hamilton | McLaren | + 1.802 |
| 7. Vitaly Petrov | Renault F1 | + 1.825 |
| 8. Nico Rosberg | Mercedes GP | + 1.848 |
| 9. Jenson Button | McLaren | + 1.899 |
| 10. Nico Hülkenberg | Williams | + 1.939 |
| 11. Rubens Barrichello | Williams | + 2.131 |
| 12. Michael Schumacher | Mercedes GP | + 2.365 |
| 13. Pedro de la Rosa | Sauber F1 | + 2.577 |
| 14. Kamui Kobayashi | Sauber F1 | + 2.763 |
| 15. Jaime Alguersuari | Toro Rosso | + 2.853 |
| 16. Sebastien Buemi | Toro Rosso | + 2.934 |
| 17. Adrian Sutil | Force India | + 3.344 |
| 18. Vitantonio Liuzzi | Force India | + 4.134 |
| 19. Lucas di Grassi | Virgin Racing | + 4.973 |
| 20. Jarno Trulli | Lotus F1 | + 5.002 |
| 21. Heikki Kovalainen | Lotus F1 | + 5.049 |
| 22. Timo Glock | Virgin Racing | + 5.231 |
| 23. Bruno Senna | HRT F1 | + 6.905 |
| 24. Sakon Yamamoto | HRT F1 | + 7.602 |





