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GP Ungarn 2012 (Rennen)

Hamilton hält Lotus-Duo in Schach

GP Ungarn 2012 Start Lewis Hamilton Foto: xpb 60 Bilder

Lewis Hamilton hat in Budapest seinen 19. Grand Prix-Sieg gefeiert. In einem taktisch geprägten Rennen setzte sich der McLaren-Pilot erfolgreich gegen die beiden Lotus-Piloten Kimi Räikkönen und Romain Grosjean durch. Sebastian Vettel wurde Vierter.

29.07.2012 Tobias Grüner

Lewis Hamilton ist der Hungaro-King! Von der Pole Position gewann der  27-jährige McLaren-Pilot den Start in Budapest und kontrollierte anschließend 69 Runden lang das Geschehen von der Spitze. Die beiden Lotus-Piloten kamen zwar zwischendurch immer wieder nah, konnten aber keinen entscheidenden Angriff auf den Briten starten.

"Ich war die ganze Zeit extrem unter Druck von Romain (Grosjean) und Kimi (Räikkönen). Ich musste 100 Prozent geben. Wir durften uns keine Fehler erlauben", freute sich Hamilton anschließend. "Ich habe immer geschaut, dass ich im letzten Sektor schnell genug bin, um keine Angriffsfläche zu bieten. Wir haben noch viel Arbeit vor uns. Aber wir haben gezeigt, dass wir kämpfen können und wir werden auch weiterhin alles geben. Wir müssen nach der Sommerpause vor allem konstant schnell sein."

Räikkönen zeigt furiose Aufholjagd

Im teaminternen Duell der Lotus-Piloten um Rang zwei setzte sich Kimi Räikkönen durch. Der "Iceman" behielt bei tropischen Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke einen kühlen Kopf und ließ sich auch durch einen schlechten Start und KERS-Probleme in der Anfangsphase nicht aus der Ruhe bringen. Von Rang sechs lieferte der Weltmeister von 2007 eine beeindruckende Aufholjagd.

Mit sehr späten Boxenstopps verschaffte sich der Finne freie Bahn, die er mit sehr schnellen Rundenzeiten nutzte. In der ersten Runde der Boxenstopps ging Räikkönen zunächst an Fernando Alonso vorbei. Mit seinem zweiten Stint kämpfte sich der Lotus-Pilot an Jenson Button (McLaren), Sebastian Vettel (Red Bull) und Teamkollege Romain Grosjean vorbei.

Grosjean lag lange auf Rang zwei im direkten Clinch mit Hamilton um den Sieg in Ungarn, musste aber nach seinem zweiten Boxenstopp plötzlich abreißen lassen. Als Räikkönen aus der Box kam, ging es zwischen den beiden Lotus-Autos in Kurve eins um den zweiten Podiumsplatz. Mit seiner Routine setzte sich der Finne kompromisslos durch.

Lotus-Piloten nicht ganz zufrieden

Dank des zweiten Doppel-Podiums nach Bahrain liegen die schwarz-goldenen Autos mit 192 Punkten nun im Kampf um Rang zwei in der Teamwertung in direkter Schlagdistanz zu McLaren (193 Punkte). Nur der fehlende Sieg verhagelt etwas die Bilanz. Im Ziel fehlte Kimi nur eine Sekunde.

"Die lange Gerade war leider nicht lang genug. Ich hatte keine echte Chance", klagte Kimi nach seiner dritten "Silber-Medaille" des Jahres. "Ich habe einfach nur gehofft, dass ihm die Reifen eingehen. Aber das ist leider nicht passiert. Wir hatten einen guten Speed, aber wir konnten ihn leider nicht nutzen."

Auch Grosjean war nicht ganz glücklich. "Wir haben heute lange um den Sieg gekämpft, sind am Ende nur Dritter geworden. Das ist etwas schade. Ich bin in der entscheidenden Phase etwas von einem langsameren Auto aufgehalten worden." Der erste Lotus-Sieg scheint nur noch eine Frage der Zeit. "Wir werden es weiter versuchen. Zwei Autos unter den ersten Drei ist doch immerhin ein gutes Zeichen", so Grosjean.

Vettel verpasst Ungarn-Podium

Von dem furios aufgeigenden Räikkönen wurde auch Sebastian Vettel überrascht. Der Weltmeister hatte am Start einen Platz gegen Jenson Button verloren. Mit einer guten Strategie und schnellen Runden in seinem zweiten Stint konnte sich der Heppenheimer immerhin noch am McLaren vorbeischieben. Da Vettel am Ende noch einen dritten Stopp einlegen musste, konnte er keinen Angiff auf das Podium mehr starten.

"Wir können nicht ganz zufrieden sein", klagte der Red Bull-Pilot später. "Der Start war nicht so gut, da hab ich den Platz auf Jenson verloren, was nicht passieren sollte. Das hat viel Zeit gekostet. Wir haben mit der Box versucht eine Lösung zu finden. Es ist ziemlich frustrierend, wenn man merkt, dass man schneller kann, aber nicht vorbei kommt."

Fernando Alonso kam auf Rang fünf mit nur zwei Boxenstopps über die Distanz und konnte damit Jenson Button hinter sich lassen, der drei Mal zum Reifenwechsel musste. Alonso büßte dadurch an der WM-Spitze nur zwei Punkte auf Vettel ein. Auf den ersten Verfolger Mark Webber, der nur Achter wurde, machte der Spanier sogar Punkte gut. Die beiden Red Bull-Piloten sind mit 124 bzw. 122 Zählern aktuell außer Reichweite von Alonso (164 Punkte).

Webber kämpfte in den Schlussrunden gegen Williams-Pilot Bruno Senna, fand aber auf dem überholfeindlichen Hungaroring keinen Weg vorbei. Die letzten beiden Punkteplätze gingen an Felipe Massa im zweiten Ferrari und an Nico Rosberg im Mercedes. Der Silberpfeil-Pilot konnte mit einem guten Start immerhin Schadensbegrenzung betreiben und einen Punkt aus Budapest retten.

Verkorkstes Wochenende für Schumacher

Für den zweiten Silberpfeil von Michael Schumacher gab es nach dem verkorksten Qualifying auch am Sonntag eine Enttäuschung. In der Startaufstellung ging der Motor des Mercedes aus. Alle Autos mussten ein zweites Mal durch die Installationsrunde, Schumi musste aus der Boxengasse losfahren. Nach einer Durchfahrtsstrafe wegen zu hoher Geschwindigkeit fiel der Rekordchampion aussichtslos zurück. Am Ende Entschied die Teamleitung, das Auto elf Runden vor Schluss abzustellen und das Material zu schonen.

"Ich habe den Motor vorsichtshalber abgeschaltet, weil er zu heiß war. Dadurch musste ich natürlich aus der Box starten", erklärte Schumi anschließend. "Wir haben das ganze Wochenende klar sehen können, dass wir nicht konkurrenzfähig sind. Da ist der eine Punkt von Nico sogar noch positiv zu werten."

Auch für die beiden Mercedes-Kunden von Force India gab es eine Enttäuschung. Nico Hülkenberg blieb auf Rang elf ebenso ohne Zählbares wie Teamkollege Paul di Resta. Timo Glock kämpfte am Ende des Feldes komplett auf verlorenem Posten. Nach einem Dreher in der Anfangsphase wurde er hinter seinem Marussia-Teamkollegen Charles Pic nur 21.

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