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GP Ungarn 2013 (Rennen)

Erster Mercedes-Sieg für Hamilton

GP Ungarn 2013 Start Foto: xpb 65 Bilder

Lewis Hamilton hat in Ungarn sein erstes Rennen für Mercedes gewonnen. Von der Pole Position aus bot der Brite seinem ersten Verfolger Sebastian Vettel nie eine Chance zum Angriff. Die befürchteten Reifenprobleme am Silberpfeil blieben aus.

28.07.2013 Tobias Grüner

Der Hungaro-King von 2012 ist auch der Hungaro-King von 2013. Lewis Hamilton ließ bei 35°C am Sonntag (28.7.2013) in Budapest nichts anbrennen. Nach dem gewonnenen Start zeigte der Pole-Setter eine aggressive und fehlerfreie Leistung. Während seine Konkurrenten nach Boxenstopps im Verkehr immer wieder wertvolle Zeit verloren, sorgte Hamilton mit einigen kompromisslosen Überholmanövern für ständig freie Bahn vor der Nase seines Silberpfeils.

"Das ist ein unglaubliches Gefühl", freute sich der Brite nach seinem ersten Formel 1-Erfolg in einem Silberpfeil. "Das ist wohl einer der wichtigsten Siege meiner Karriere. Ich könnte nicht glücklicher sein. Ich hoffe, dass noch einige dazukommen. Wir müssen weiter hart arbeiten. Heute wussten wird nicht, ob die Reifen halten. Zum Glück hat alles gepasst. Ich wusste, dass ich an meinen Gegnern vorbeikommen musste und bin wirklich das ganze Rennen Vollgas gefahren."

Vettel verliert zu viel Zeit im Verkehr

Mit den weichen Reifen am Start mussten die Spitzenfahrer schon nach den ersten zehn Runden zum Wechsel an die Box, wodurch sie hinter die Autos mit den härteren Medium-Gummis zurückfielen. Vor allem Jenson Button spielte hier eine entscheidende Rolle. Hamilton überholte seinen ehemaligen Teamkollegen nach nur einer Runde. Sebastian Vettel und Romain Grosjean fanden dagegen keinen Weg vorbei und verloren 13 Sekunden im Getriebe des McLaren.
 
Für Vettel kam es sogar noch schlimmer: Beim Versuch Button zu überholen, beschädigte er sich den Frontflügel, was zu heftigem Untersteuern führte. Erst in Runde 24 gingen auch die harten Reifen bei Button so stark in die Knie, dass Vettel endlich vorbei kam. Grosjean versuchte direkt nachzuziehen, kollidierte aber in der Schikane mit dem McLaren. Die FIA-Kommissare schauen sich die Szene nach dem Rennen noch einmal an. Möglicherweise folgt noch eine Strafe.
 
Die Berührung mit Button blieb allerdings nicht die einzige strittige Szene des Franzosen. Mit einem frühen zweiten Boxenstopp versuchte sich der Lotus-Pilot Vettel zu schnappen. Dazu musste er im indirekten Zweikampf allerdings möglichst schnell am Ferrari von Felipe Massa vorbei. In Kurve 4 überholte Grosjean den Ferrari außen. Die Onboard-Bilder zeigten jedoch, dass er dabei die Strecke mit allen vier Rädern verlassen hatte. Die dafür fällige Durchfahrtsstrafe warf Grosjean aus dem Kampf um das Podium.

Räikkönen mit alternativer Strategie auf Rang 2

Für Vettel war der zweite Platz damit aber noch längst nicht sicher. Nach seinem dritten Stopp 14 Runden vor Schluss fuhr ihm plötzlich Kimi Räikkönen im zweiten Lotus vor der Nase herum. Der Finne probierte es mal wieder mit einem Reifenwechsel weniger als die Konkurrenz. Mit deutlich älteren Reifen kam es in den Schlussrunden zu einem harten Duell zwischen dem Iceman und Vettel – mit dem besseren Ende für den coolen Finnen.

"Ich habe mir das Leben am Samstag selbst schwer gemacht. Aber das Auto hat heute gut funktioniert. Ich wusste, dass es am Ende eng wird, aber die Reifen waren noch gut in Schuss. Ich bin schnell durch die letzten zwei Kurven gekommen und wusste, dass ich Sebastian hinter mir halten kann. Er hatte eigentlich nur eine Chance zum Angriff. Das war eng, aber ich habe ihn hinter mir gehalten."
 
"Auf dieser Strecke ist es besonders schwer, durch den Verkehr zu kommen. Leider war unser Top-Speed nicht gut genug. Durch den beschädigten Frontflügel hab ich etwas Zeit verloren. Da hätte ich mich etwas schlauer anstellen können. Leider hat es am Ende nicht ganz gereicht gegen Kimi", klagte Vettel später. Der Heppenheimer wartet somit immer noch auf seinen ersten Sieg auf dem Hungaroring. "Wir wollten heute sicher etwas mehr erreichen. Der Zweikampf war eng gegen Kimi. Aber so ist Racing eben."

Hinter Vettel sicherte sich Mark Webber im zweiten Red Bull Rang 4. Der Australier war auf Platz 10 mit harten Reifen gestartet und konnte durch die alternative Strategie 6 Plätze gutmachen. Am Ende fehlten nur 18 Sekunden auf den Sieger. Bester Ferrari-Pilot war wieder einmal Fernando Alonso. Auf Rang 5 hatte er allerdings mit dem Kampf ums Podium nichts zu tun. Am Ende konnte der Spanier immerhin noch den heranstürmenden Grosjean hinter sich halten.

McLaren landete mit beiden Autos in den Punkten. Jenson Button wurde siebter, Sergio Perez landete auf Rang neun. Den Platz zwischen den beiden Chrompfeilen belegte Felipe Massa im zweiten Ferrari. Der letzte Zähler ging an Pastor Maldonado. Es war der erste Zähler für Williams in diesem Jahr.

Keine Punkte für Hülkenberg, Rosberg und Sutil

Nico Hülkenberg im Sauber ging auf Rang 11 leer aus. Der Rheinländer war gut unterwegs, doch eine Durchfahrtsstrafe wegen Missachtung des Tempolimits in der Boxengasse warf ihn aus den Punkten. Auch für Nico Rosberg gab es nichts Zählbares. Schon in der ersten Runde hatte er durch eine Kollision mit Massa viele Plätze verloren. Fünf Runden vor dem Ende versagte auch noch der Motor im Silberpfeil.

"Mein Rennen war bis zum Defekt sowieso schon gelaufen", klagte Rosberg. "Die Szene mit Massa war 100 Prozent seine Schuld, ich habe ihm genug Platz gelassen. Ich werde auf jeden fall mit Massa noch ein Wörtchen reden." Auch Adrian Sutil konnte die Hitzeschlacht in Budapest nicht beenden. Ein Hydraulik-Leck führte dazu, dass sich das Getriebe nicht mehr schalten ließ. Nach 19 Runden war sein 100. Formel 1-Grand Prix beendet.

Vettel in der WM-Wertung weiter vorne weg

In der WM-Wertung konnte sich Vettel trotz Platz 3 weiter absetzen. Der Weltmeister führt nun mit 172 Punkten vor dem neuen Zweitplatzierten Kimi Räikkönen (134). Fernando Alonso (131) rutschte auf Rang 3 ab. Ungarn-Sieger Lewis Hamilton ist in direkter Schlagdistanz dahinter mit 124 Zählern.

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