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GP Ungarn 2014 (Ergebnis Rennen)

Ricciardo gewinnt Ungarn-Krimi

Daniel Ricciardo GP Ungarn 2014 Red Bull Foto: xpb 44 Bilder

In einem turbulenten Grand Prix von Ungarn sicherte sich Daniel Ricciardo den zweiten Sieg der Saison vor Fernando Alonso und Lewis Hamilton. Regen und zwei Safety Car-Phasen sorgten für jede Menge Action auf dem Hungaroring.

27.07.2014 Bianca Leppert

Wer dachte, dass es nach dem spektakulären Qualifying in Budapest nicht mehr dramatischer gehen kann, der sah sich am Rennsonntag getäuscht. Mit Regen zu Beginn des Rennens, zwei Safety Car-Phasen und jeder Menge Unfällen mussten die Strategen an der Boxenmauer in jeder der 70 Runden einen kühlen Kopf bewahren. Die beste Taktik hatte schließlich Red Bull mit Daniel Ricciardo. Der Australier schnappte sich 3 Runden vor Schluss die Führung in einem packenden Dreikampf mit Fernando Alonso und Lewis Hamilton.

Ricciardo holt zweiten Saisonsieg

"Ich werde definitiv ein paar Tage feiern", strahlte Sieger Ricciardo später. "Das erste Safety-Car kam ganz passend. Als das Safety-Car zum zweiten Mal rauskam, dachte ich aber, das es uns nicht hilft. Aber wir haben es am Ende doch noch geschafft." Für Hamilton brauchte der Australier zwei Anläufe. Im Zweikampf mit Alonso machte er kurzen Prozess: "Dank DRS konnte ich Fernando überholen. Ich wusste, dass ich nur eine Chance habe."

Nachdem Ricciardo an Alonso vorbei war, bildete sich ein neuer Dreikampf zwischen dem Spanier und den beiden Silberpfeil-Piloten heraus. Rosberg war mit einer alternativen Strategie unterwegs und zeigte mit frischeren Reifen einen starken Schlussspurt. Alonso profitierte schließlich davon, dass sich die beiden Mercedes untereinander beharkten. "Es ist extrem toll. Das Podium ist eine tolle Überraschung. Wir sind Risiko eingegangen, um den Sieg zu hoen. Wir brauchen dieses Jahr verrückte Rennen um auf das Podium zu fahren, die Möglichkeit haben wir genutzt", so Alonso.

Zoff bei Mercedes?

Rosberg schaute mit Platz 4 in die Röhre. Der Polesetter ging als haushoher Favorit ins Rennen, nachdem sein Teamkollege Hamilton nach einem Brand im Qualifying aus der Box starten musste. Doch die chaotischen Verhältnisse ermöglichten Hamilton die Aufholjagd – und das obwohl er nach 2 Kurven bei einem Ausrutscher die Bande touchierte.

"Danke an das Team, es war eine fantastische Strategie. Am Anfang waren die Bremsen sehr kalt und die Reifen haben blockiert", so Hamilton zu seinem Beinahe-Crash. Für Diskussionen sorgte vor allem der Funkverkehr der beiden Silberpfeil-Piloten mit der Box. Hamilton wurde zwischendurch gebeten Rosberg durchzulassen, weil der auf einer anderen Strategie war, weigerte sich jedoch. Rosberg beschwerte sich daraufhin bei seinen Ingenieuren.

Nach dem Rennen wollte der Deutsche die Aktion nicht kommentieren. "Mich nervt viel mehr, dass ich in der letzten Runde nicht vorbeigekommen bin." Die Chance auf den Sieg hatte der WM-Spitzenreiter schon bei der ersten Neutralisation verloren. "Das Safety-Car kam zum falschen Zeitpunkt. Da war ich gerade an der Box vorbei und die anderen konnten frische Reifen holen."

Felipe Massa hatte im Vergleich zu Teamkollege Valtteri Bottas, der von 3 gestartet war, ebenfalls das glücklichere Händchen in Sachen Strategie und den Safety-Cars. Während der Brasilianer als Fünfter über die Linie fuhr, kam Bottas nicht über Platz 8 hinaus. Dazwischen schoben sich mit Kimi Räikkönen ein Glückspilz und mit Sebastian Vettel ein Unglücksrabe. Räikkönen rehabilitierte sich nach dem Fehler der Ferrari-Strategen im Qualifying von Startplatz 16.

Vettel mit Dreher

Vettel ruinierte sich ein besseres Ergebnis durch eine nicht optimale Strategie und einen Dreher auf der Zielgeraden. Der Red Bull-Pilot kam zu weit außen auf den Kerb ausgangs der Kurve und drehte sich wenige Millimeter an der Boxenmauer vorbei. "Das hat den Bock aber auch nicht mehr fett geschossen. Das hat mich vielleicht eine Position gekostet", so Vettel später.

Das Rennen des Deutschen war schon vorher zerstört: "Bei der ersten Safety-Car-Phase kam die Meldung sehr spät. Da konnte ich nicht mehr zum Reifenwechsel abbiegen. Komischerweise hat das Safety-Car direkt nach der ersten Kurve gewartet. Das hat die ersten 4 klar benachteiligt. Beim Restart hatte ich dann keine Elektro-Power. Das hat mich noch 2 Positionen gekostet."

Hinter Bottas komplettieren Jean-Eric Vergne und Jenson Button die Top-Ten. McLaren hatte sich mit der Reifenwahl verzockt. Nach der ersten Safety Car-Phase, die nach einem Crash von Caterham-Pilot Marcus Ericsson ausgelöst wurde, setzte man auf Intermediates statt auf Slicks. Doch der erwartete zweite Regenschauer kam nie.

Adrian Sutil schrammte wieder einmal knapp an den Punkterängen vorbei und ging mit Platz 11 leer aus. Sauber hat damit immer noch keine Zähler auf dem Konto. Bei Esteban Gutierrez streikte die MGU-K. Auch Force India musste ohne Punkte in die Sommerpause gehen. Nico Hülkenberg schied beim Versuch, an seinem Teamkollegen Sergio Perez vorbeizugehen, aus. Der Deutsche krachte in das Mexikaner und flog dann in die Bande.

Hülk nimmt Schuld auf sich

"Es lief zuvor schon nicht sehr rund. Ich wollte innen reinstechen. Doch er hat sich auch für die innere Linie entschieden", sagte Hülkenberg. "Der hinten drauf fährt ist immer schuld. Ich muss mir da an die eigene Nase packen. Man hat Tage, an denen es läuft. Heute ist es leider nicht so gut gelaufen. Es wäre viel für uns möglich gewesen, Das ist sehr ärgerlich, frustrierend und bitter."

Wenig später verabschiedete sich auch der Mexikaner aus dem Rennen. Allerdings ohne Fremdeinwirkung. In der letzten Kurve vor der Zielgeraden rutschte er über den Kerb und flog in die Boxenmauer, was das Safety-Car zum zweiten Mal zum Einsatz brachte.

Rosberg noch 11 Punkte vor Hamilton

In der Gesamtwertung schrumpfte der Vorsprung Rosbergs gegenüber Hamilton auf nur noch 11 Punkte. Daniel Ricciardo im Red Bull liegt weitere 60 Zähler dahinter auf Rang 3. Auch in der Teamwertung dominiert Mercedes weiterhin deutlich. Die Silberpfeile führen mit 393 Punkten vor Red Bull (219). Ferrari (142) konnte wieder an Williams (135) vorbeigehen und Rang 3 zurückerobern.

FahrerTeamZeit/Rückstand
1. Daniel RicciardoRed Bull1:53.05.058 Std.
2. Fernando AlonsoFerrari+ 0:05.225 Min.
3. Lewis HamiltonMercedes+ 0:05.857
4. Nico RosbergMercedes+ 0:06.361
5. Felipe MassaWilliams+ 0:29.841
6. Kimi RäikkönenFerrari+ 0:31.491
7. Sebastian VettelRed Bull+ 0:40.964
8. Valtteri BottasWilliams+ 0:41.344
9. Jean-Eric VergneToro Rosso+ 0:58.527
10. Jenson ButtonMcLaren+ 1:07.280
11. Adrian SutilSauber+ 1:08.169
12. Kevin MagnussenMcLaren+ 1:18.465
13. Pastor MaldonadoLotus+ 1:24.024
14. Daniil KvyatToro Rosso+ 1 Runde
15. Jules BianchiMarussia+ 1 Runde
16. Max ChiltonMarussia+ 1 Runde
17. Esteban GutierrezSauberAusfall
18. Kamui KobayashiCaterhamAusfall
19. Sergio PerezForce IndiaAusfall
20. Nico HülkenbergForce IndiaAusfall
21. Romain GrosjeanLotusAusfall
22. Marcus EricssonCaterhamAusfall
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