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GP Ungarn 2015 (Rennen)

Vettel gewinnt Ungarn-Kracher

GP Ungarn - Budapest - Start - Sonntag - 26.7.2015 Foto: xpb 49 Bilder

Sebastian Vettel hat in Budapest seinen zweiten Saisonsieg gefeiert. In einem packenden Grand Prix mit etlichen Überholmanövern, Wendungen und Strafen hielt sich der Ferrari-Pilot nach gewonnenem Start aus allen Querelen raus und gewann sein 41. Rennen. Damit zog er mit Ayrton Senna gleich. Das Podest komplettierten beide Red Bull.

26.07.2015 Andreas Haupt

Eigentlich sprach alles für einen Mercedes-Doppelsieg. Doch am Rennsonntag kam in Budapest alles anders. Zahlreiche Überholmanöver, Feindkontakte und Unfälle sowie eine Safety-Car-Phase wirbelten das Feld kräftig durcheinander.

Am Ende kletterten weder Lewis Hamilton noch Nico Rosberg nach 69 Runden aufs Podest. Stattdessen überquerte Sebastian Vettel als Erster die Ziellinie. Hinter ihm landeten die beiden Red Bull-Piloten Daniil Kvyat und Daniel Ricciardo auf der zweiten und dritten Position.

Für Vettel war es der zweite Erfolg in dieser Saison und der insgesamt 41. Karriere-Sieg. Damit zog der Heppenheimer mit dem legendären Ayrton Senna gleich. Am Boxenfunk dankte Vettel zunächst seiner Mannschaft, ehe er an den verstorbenen Jules Bianchi erinnerte und dem Franzosen den Sieg widmete. "Es ist unglaublich, Sennas Rekord egalisiert zu haben", sagte Vettel, der sichtlich um Worte rang. "Aber dieser Sieg heute ist für Jules und seine Familie."

Ferrari schießt am Start in Führung

Am Start wiederholten sich die Ereignisse aus Silverstone. Mit Ferrari in der Rolle von Williams. Lewis Hamilton kam schlecht vom Fleck, Rosberg zog zunächst vorbei, doch bei der weiteren Beschleunigungsphase fiel der Deutsche wieder zurück. Vettel nutzte die Situation und setzte sich links neben Hamilton, und die beiden rasten Rad an Rad auf die erste Kurve zu.

Mit einem späten Bremsmanöver schnappte sich der Ferrari-Pilot die Spitze. Ebenfalls spät auf der Bremse schob sich Kimi Räikkönen, der vom fünften Platz ins Rennen ging, ganz außen an Hamilton vorbei. Auf dem Weg in die zweite Kurve duellierte sich der Iceman mit Nico Rosberg und biss sich dann auf der Innenseite durch.

Rosberg kann Ferrari-Pace nicht gehen

Die actionreiche Startphase setzte sich bis in Turn fünf und sechs fort. Dort startete Hamilton einen Angriff auf seinen Teamkollegen, scheiterte aber kläglich. Der Weltmeister rodelte von der Strecke und musste durch das Kiesbett, was ihn sechs weitere Plätze kostete.

In der Folge setzten sich die beiden Ferrari souverän von Rosberg ab. Der WM-Zweite konnte das Tempo der roten Renner nicht mitgehen. Währenddessen musste sich Hamilton durchs Feld arbeiten. Vor dem ersten Stopp griff er sich Felipe Massa und Sergio Perez. Mit freier Bahn zog der Brite das Tempo an und holte sich weitere Gegner, die vor ihm die Box ansteuerten.

Ein paar Umläufe nach seinem ersten Reifenwechsel war Ricciardo dran, der zu diesem Zeitpunkt auf den langsameren Mediums unterwegs war. So fand sich der WM-Führende auf der vierten Position hinter den beiden Ferrari und Rosberg wieder – allerdings mit großem Abstand.

Hülkenberg-Unfall sorgt für weitere Würze

In der 42. Runde wirbelte ein Unfall von Nico Hülkenberg das Rennen gehörig durcheinander. Am Ende der Start-Ziel-Geraden brach am Force India plötzlich der Frontflügel. Chancenlos schoss Hülkenberg geradeaus in den Reifenstapel, wobei er beinahe noch Valtteri Bottas im Williams mitgenommen hätte. Der Rheinländer blieb zum Glück unverletzt.

Hülkenbergs Crash zog zunächst ein Virtual Safety Car nach sich, später schickte die Rennleitung das echte Sicherheitsfahrzeug auf die Piste. Während die Streckenposten auf den Asphalt säuberten, wurden die Piloten mehrmals durch die Boxenstraße geführt.

Beim Restart krallte sich Rosberg den vor ihm liegenden Kimi Räikkönen. Der Finne konnte allerdings keine echte Gegenwehr leisten, weil an seinem SF15-T die Elektrokraft der MGU-K ausstieg. So wurde es nichts aus dem ersten Ferrari-Doppelsieg seit Hockenheim 2010. 14 Runden vor Schluss musste der 35-Jährige ganz die Segel streichen und schied aus.

Kvyat trotz 10-Sekunden-Strafe Zweiter

Vettel hielt sich über eine Sekunde vor Rosberg souverän an der Spitze. Dahinter ging es rund. Ricciardo wagte mit den Softreifen eine Attacke auf Hamilton, der wie Vettel und Rosberg die Mediums aufgeschnallt hatte. Doch Hamilton wehrte sich und schob den Australier unter Fremdkontakt raus, was ihm später eine Durchfahrtsstrafe einbrockte. Trotz allem biss sich Ricciardo durch und überholte.

Schnell tauchte der Vorjahressieger in Rosbergs Rückspiegel auf. Ein Angriff Ricciardos aus dem Hinterhalt hatte böse Folgen für Rosberg. Der Red Bull-Pilot schlitzte mit seinem Frontflügel den linken Hinterreifen am Mercedes auf. Rosberg eierte eine Runde um den Kurs und und landete nach einem Reifenwechsel im Ziel nur auf dem achten Platz. Und verlor dadurch weiter an Boden auf Hamilton, der Sechster wurde. Ricciardo rettete sich nach einem Frontflügelwechsel auf dem dritten Rang.

"Ich war sehr überrascht von der Pace der Ferrari. Ich habe gedacht, es wäre easy ihnen zu folgen. Aber das war es nicht. Ricciardo hat es versucht und viel zu spät gebremst. Ich habe die Kurve perfekt erwischt und deshalb ist es eigentlich meine Kurve. Ich darf die ganze Strecke am Ausgang nutzen. Er hatte trotzdem seinen Frontflügel drin. Das war extrem ärgerlich zu dem Zeitpunkt", erklärte Rosberg.

Daniil Kvyat, der auf Platz zwei gerutscht war, fing sich zwar noch eine 10-Sekunden-Strafe ein, weil er direkt nach dem Restart außerhalb der Strecke überholt hatte, dennoch reichte es für den ersten Podestrang seiner Karriere.

Den vierten Rang nahm nach einem irren Rennen Max Verstappen ein. Vor Fernando Alonso, der McLaren-Honda das beste Resultat der bisherigen Saison bescherte. Auch Jenson Button spülte mit dem neunten Rang Punkte aufs McLaren-Konto. Grund zur Freude hatten ebenfalls Romain Grosjean als Siebter und Marcus Ericsson als Zehnter. Ohne Zählbares tritt dagegen Williams die Heimreise an. Bottas und Massa wurden nur 12. und 13.

FahrerTeamZeit/Rückstand
1. Sebastian VettelFerrari1:46.09,985 Std.
2. Daniil KvyatRed Bull+ 0:15.748 Min.
3. Daniel RicciardoRed Bull+ 0:25.084
4. Max VerstappenToro Rosso+ 0:44.251
5. Fernando AlonsoMcLaren-Honda+ 0:49.079
6. Lewis HamiltonMercedes+ 0:52.025
7. Romain GrosjeanLotus+ 0:58.578
8. Nico RosbergMercedes+ 0:58.876
9. Jenson ButtonMcLaren-Honda+ 1:07.028
10. Marcus EricssonSauber+ 1:09.130
11. Felipe NasrSauber+ 1:13.458
12. Felipe MassaWilliams+ 1:14.278
13. Valtteri BottasWilliams+ 1:20.228
14. Pastor MaldonadoLotus+ 1:25.142
15. Roberto MerhiManor F1+ 2 Runden
16. Will StevensManor F1Ausfall
17. Carlos SainzToro RossoAusfall
18. Kimi RäikkönenFerrariAusfall
19. Sergio PerezForce IndiaAusfall
20. Nico HülkenbergForce IndiaAusfall
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