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GP Ungarn

Alsonso-Sieg und Ferrari-Debakel

Der spanische Renault-Pilot Fernando Alonso (Foto) dominierte den Ungarn-GP nach Belieben. Mit einem Vorsprung von 16,7 Sekunden gewann Alonso vor Kimi Räikkönen und Juan Pablo Montoya. WM-Leader Michael Schumacher belegte als Überrundeter nur einen enttäuschenden achten Schlussrang.

24.08.2003

"Ich bin überglücklich", stammelte Alonso nach seinem Kantersieg in Ungarn. Bei heißem Hochsommerwetter mit Außentemperaturen von 28 Grad sowie extremen Asphalttemperaturen von bis zu 48 Grad konnte der Spanier seinen ersten WM-Laufsieg einfahren. "Das Rennen lief ohne irgendein Problem, das Auto war phantastisch zu fahren und die Michelin-Reifen haben perfekt funktioniert", so Alonso. Auch Kimi Räikkönen freute sich über die Punkte-Ausbeute: "Mit diesem Ergebnis sind wir wieder in Reichweite der Fahrer-WM", so der Finne.

Für den drittplatzierten Williams-BMW-Piloten Juan Pablo Montoya war das Ergebnis vor allem in Bezug auf die Fahrer-WM entscheidend: "Michael hat jetzt nur noch einen Punkt Vorsprung auf mich und Kimi liegt nur einen Punkt hinter mir. Das wird ein wirklich heißes WM-Finale."

Webber bremste, Alonso zog davon

Beim Start konnte Fernando Alonso seine Pole-Position mit einem Raketenstart in die Führung ummünzen, während der von Platz zwei gestartete Williams-BMW-Pilot Ralf Schumacher sich in der zweiten Kurve drehte und bis auf Platz 18 zurückfiel. Weil Jaguar-Pilot Mark Webber alle hinter ihm fahrenden Piloten aufhielt, führte Alonso nach nur vier Runden bereits mit 10,4 Sekunden Vorsprung, nach elf Runden bereits mit 19,8 Sekunden.

In Runde 13 eröffnete Alonso die Serie der ersten Boxenstopps, bog mit 21,0 Sekunden Vorsprung zum ersten Mal in die Pitlane ab und kam auf Position drei wieder ins Rennen. Nach den ersten Boxenstopps lag Alonso vor Kimi Räikkönen und Mark Webber in Führung. Der Spanier konnte nach den ersten Stopps seinen Vorsprung auf bis zu 27,3 Sekunden ausbauen. Die in der WM führenden Michael Schumacher und Juan Pablo Montoya wurden dagegen vom Viertplatzierten Jarno Trulli aufgehalten, der pro Runde zwei Sekunden auf die Spitze verlor.

Nur direkt nach dem Start konnte Jaguar-Pilot Webber von Platz zwei aus den Anfang von Alonsos Siegfahrt bestaunen - nach wenigen Runden war der Spanier enteilt.

Zweistopp-Strategie spülte Coulthard nach vor


In Runde 30 kam der führende Alonso mit einem Vorsprung von 23,5 Sekunden auf Kimi Räikkönen zum zweiten Stopp an die Box und konnte seine Führung knapp verteidigen. Nach der Serie der zweiten Boxenstopps führte Alonso weiter vor Räikkönen, Coulthard (der auf einer Zweistopp-Strategie unterwegs war), Montoya, Webber, Ralf Schumacher, Jarno Trulli und Michael Schumacher auf Platz acht.

In Runde 49 bog Alonso mit 27,2 Sekunden Vorsprung auf McLaren-Mercedes-Pilot Kimi Räikkönen zu seinem dritten und letzten Boxenstopp ab. Nach seinem letzten Boxenhalt führte der spanische Renault-Pilot wieder vor Kimi Räikkönen, Juan Pablo Montoya, Ralf Schumacher und David Coulthard. WM-Leader Michael Schumacher steckte derweil weiter hinter Alonsos Teamkollegen Jarno Trulli auf Rang acht fest.


Nach 70 Rennrunden auf dem 4,381 Kilometer langen Hungaroring kreuzte Alonso als überglücklicher Sieger die Ziellinie. Michael Schumachers direkte WM-Gegner Kimi Räikkönen, Juan Pablo Montoya und Ralf Schumacher konnten auf den Plätzen zwei, drei und vier Boden in der WM-Fahrerwertung gutmachen, während Michael Schumacher auf dem enttäuschenden achten Schlussrang nur einen einzigen WM-Punkt auf seinem Konto verbuchen konnte.


Dem Schweizer Sauber-Team war in Ungarn kein Glück beschieden: Nick Heidfeld konnte beim viertletzten Saisonlauf der Formel 1-WM keine Punkte einfahren: Mit Rang neun verpasste der Mönchengladbacher ganz knapp die Punkteränge. Sein deutscher Teamkollege Heinz-Harald Frentzen schied in der 58. Runde mit technischem Defekt aus.

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