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GP Ungarn - Ergebnis Qualifying

Alonso auf Pole - Massa mit Crash

GP Ungarn 2009 Foto: dpa 31 Bilder

Fernando Alonso hat sich im Qualifying zum Grand Prix von Ungarn am Sonntag (25.7.) überraschend die Pole Position gesichert. Sebastian Vettel steht neben dem Spanier auf Rang zwei. Felipe Massa musste nach einem heftigen Crash ins Krankenhaus.

25.07.2009 Tobias Grüner

Das Qualifying von Budapest wurde von einem Horro-Unfall von Felipe Massa überschattet. Der Brasilianer schlug in einem rund 200 km/h schnellen Linksknick (Kurve acht) fast ungebremst in die Reifenstapel ein. Zuvor war Massa von einem Gegenstand am Helm getroffen worden und reagierte für einen Moment nicht. Ferrari hat inzwischen bestätigt, dass der Gesundheitszustand des Brasilianers stabil sei. Allerdings muss er operiert werden und kann am Sonntag nicht starten.

Alonso vor den beiden Red Bull

Auch aus sportlicher Sicht ging einiges schief in Budapest. Am Ende des Qualifyings stürzte plötzlich der Zeitenmonitor ab. Keiner der Piloten wusste, wer im Rennen auf der Pole Position steht. Erst nach zehn Minuten gab die Rennleitung das Ergebnis bekannt: Fernando Alonso schnappte sich überraschend die erste Pole Position der Saison. "Ich habe vom Team meine Zeit gesagt bekommen. Die wussten dann aber auch nicht, auf welcher Position ich liege. Dann habe ich im Parc Fermé die ankommenden Fahrer gefragt und die waren alle ein paar Zehntel langsamer. Dann kam endlich die offizielle Bestätigung", schilderte der zweifache Weltmeister das Geschehen aus seiner Sicht.

Die 18. Pole Position kam auch für den Spanier etwas überraschend: "Das ist wirklich fantastisch für das ganze Team. Wir haben ein paar neue Teile. Das hat scheinbar ganz gut funktioniert heute." Allerdings ist zu erwarten, dass Alonso im Rennen früh an die Tankstelle muss. "Wir waren sehr aggressiv mit der Strategie", gab der Spanier zu. "Aber auch mit einem leichten Auto ist unser Ziel das Podium."

Auch Sebastian Vettel konnte sich über die persönlich von den Zeitnehmern überbrachte Nachricht freuen. Die deutsche WM-Hoffnung steht neben Alonso in der ersten Startreihe. "Der Beginn des Wochenendes war wirklich schwierig. Wir haben heute aber noch einmal einen guten Schritt gemacht. Es sieht ganz gut aus für das Rennen", erklärte Vettel. Dritter wurde Nürburgringsieger Mark Webber: "Leider habe ich in Kurve zwei einen kleinen Fehler gemacht", entschuldigte der Australier das verlorene Teamduell.

Hamilton sorgt für Gefahr

Die beiden Red Bull-Piloten müssen am Start allerdings auf Lewis Hamilton aufpassen. Der McLaren-Pilot hängt den beiden Bullen-Autos auf Rang vier direkt im Nacken. "Das ist wirklich eine große Gefahr", warnte Vettel. "Mit der Zusatzpower hat er einen großen Vorteil und kann links und rechts an uns vorbeifahren." Schon am Nürburgring schoss der Weltmeister dank KERS nach vorne. Auf Platz fünf schob sich Williams-Pilot Nico Rosberg vor Heikki Kovalainen ins Silberpfeil-Sandwich. Hinter Kimi Räikkönen steht Jenson Button am Sonntag nur auf Startplatz acht. Felipe Massa würde von Platz zehn ins Rennen gehen, wenn er denn nach seinem Crash schon wieder einsatzbereit ist.

Der bekannteste Name, der schon in Q2 den Nachmittag beenden musste, hieß Rubens Barrichello. Der Brawn-Pilot verpasste auf Platz 13 den zehnten Platz um eine halbe Sekunde. WM-Spitzenreiter Jenson Button schaffte es dagegen als Zehnter gerade noch so in die letzte Runde. Hinter Barrichello steht Toyota-Pilot Timo Glock auf Position 14. Der Kölner blieb dabei nur knapp hinter seinem Teamkollegen Jarno Trulli der eine Reihe vor ihm vom zwölften Rang ins Rennen geht.

BMW und Force India bleiben in Q1 hängen

Ein Debakel erlebte BMW-Sauber im Qualifying von Budapest. Nach der zweitbesten Zeit von Nick Heidfeld im dritten Training war der Speed im entscheidenden Moment plötzlich wieder verschwunden. Heidfeld verpasste als 16. das rettende Ufer um nur acht Hundertstel. Mit seiner Zeit vom Vormittag hätte es für den Mönchengladbacher gereicht. "Zuerst hatte ich eine gelbe Flagge, dann war ich neben der Strecke", erklärte Heidfeld die schwache Zeit. Robert Kubica ließ als 19. sogar nur den Neuling Jaime Alguersuari hinter sich. "Es ist aber kein Trost vor dem Teamkollegen zu stehen. Es war einfach viel mehr drin heute", so Heidfeld.

Auch die beiden Force India verpassten wieder einmal den Einzug in die zweite Runde. Dabei entschied Giancarlo Fisichella das teaminterne Duell gegen Adrian Sutil um sechs Hundertstel für sich. "Der Ausrutscher heute Vormittag hat mir das Qualifying vermasselt", klagte der Deutsche. "Somit hatte ich nur eine schnelle Runde. Da bin ich froh, dass ich überhaupt noch zwei Auto hinter mir lassen konnte." Die beiden Force India-Piloten teilen sich im Rennen die vorletzte Startreihe.

Das Qualifying zeigte erneut die hohe Leistungsdichte in der Formel 1. Im ersten Qualifying-Abschnitt trennte wieder einmal nur eine Sekunde den ersten vom 19. Piloten. Nur Debütant Alguersuari fiel etwas vom Rest des Feldes ab. Die knappen Zeitabstände führten dazu, dass zum ersten Mal in dieser Saison alle Fahrer am Ende auf die Strecke gingen.

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