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GP Ungarn - Ergebnis Rennen

Barrichello feiert ersten Saisonsieg

Rubens Barrichello Foto: Brawn GP 60 Bilder

Rubens Barrichello hat am Sonntag (23.8.) nach fünf Jahren wieder ein Formel 1-Rennen gewonnen und sich damit im Titelkampf zurückgemeldet. In Valencia verwies der Brasilianer Lewis Hamilton auf Rang zwei. Red Bull musste ohne WM-Punkte abreisen.

23.08.2009 Tobias Grüner

Je älter desto besser: In seinem 279. Grand Prix-Rennen hat Rubens Barrichello noch einmal richtig zugeschlagen. Mit einer konzentrierten Leistung konnte der 37-jährige Routinier in Valencia das zehnte Formel 1-Rennen seiner langen Karriere gewinnen. Nach knapp fünf Jahren war es wieder der erste Erfolg für den Mann aus Sao Paulo und dazu noch der hundertste Erfolg für einen Brasilianer. "Ich habe das Siegen nicht verlernt", erklärte der strahlende Brawn-Pilot. "Es war ein fantastisches Wochenende für mich. Dieser Moment könnte ewig andauern."

Zusätzlich zur fahrerischen Glanzleistung gesellte sich für den so oft vom Pech verfolgten Barrichello in Valencia auch einmal ein Quäntchen Glück. Beim zweiten Boxenstopp des lange in Führung gelegenen Lewis Hamilton waren die McLaren-Mechaniker noch nicht mit den Reifen bereit. Hamilton verlor dabei rund sieben Sekunden und die Führung an den Brasilianer. "Wir gewinnen zusammen, und wir verlieren zusammen", sagte der enttäuschte Champion. "Natürlich hätte ich gerne gewonnen, aber solche Dinge passieren."

Hinter dem Ungarn-Sieger Hamilton fuhr auch Ferrari-Pilot Räikkönen wie schon in Budapest aufs Podium. In einem von der Strategie geprägten Zweikampf verwies der Finne seinen Landsmann Heikki Kovalainen am Ende auf den vierten Platz. "Eigentlich wollte ich nur Nico Rosberg hinter mir halten. Dann habe ich gemerkt, dass ich auch gegen Heikki eine Chance habe. Mit ein paar schnellen Runden vor dem zweiten Boxenstopp bin ich dann vorbeigekommen", erklärte der Weltmeister von 2007 seine Strategie.

Rosberg wieder in den Top 5

Rosberg konnte auf Platz fünf für das einzige Highlight aus deutscher Sicht sorgen. Der Williams-Pilot fuhr ein fehlerfreies Rennen, in dem er seine Hoffnungen auf einen Podiumsplatz allerdings schon früh begraben musste. "Wir waren nicht schnell genug fürs Podium. Heikki hätte ich noch kriegen können, aber die ersten Drei waren auf jeden Fall zu schnell für uns." Rosberg profitierte immerhin vom schlechten Start Jenson Buttons, durch den der WM-Spitzenreiter am Ende sogar noch hinter Lokalmatador Fernando Alonso auf Position sieben zurückgespült wurde.

Immerhin konnte Button seinen Vorsprung in der WM auf die beiden Red Bull-Piloten ausbauen, die Valencia ohne WM-Punkte verließen. Robert Kubica schnappte auf Rang acht Mark Webber am Ende knapp den letzten Zähler vor der Nase weg. Sebastian Vettel erlebte dagegen ein von Beginn an verkorkstes Rennen, das mit einem Motorschaden in Runde 24 frühzeitig endete.

Schon am Start verlor Vettel einen Platz, als er sich wieder einmal der KERS-Power von Räikkönens Ferrari geschlagen geben musste. Der nächste Tiefpunkt folgte beim ersten Boxenstopp in Runde 16, als die fehlerhafte Tankanlage keinen Sprit in den Red Bull ließ. Einen Umlauf später musste Vettel erneut an die Box um Kraftstoff aufzunehmen.

Verkorstes Rennen für Vettel

Von Platz 15 aus wären für den Deutschen wohl sowieso keine Punkte mehr möglich gewesen. Schließlich versagte auch noch, wie schon im Training, der Renault-Motor. "Der erste Boxenstopp war schon Mist und dann musste ich leider aufgeben, weil anscheinend schon wieder was am Motor war", klagte Vettel. "Solche Dinge passieren leider, aber wenn man im Rückstand ist und Punkte aufholen muss, sollte es besser nicht passieren. Schade."

Sutil in den Top Ten

Etwas besser lief es für Adrian Sutil, der mit seinem Force India munter im Mittelfeld herumfuhr und am Ende als zweiter Deutscher auf Rang zehn in den Top Ten einlief. Einen Platz dahinter fuhr Nick Heidfeld auf den elften Rang.

Timo Glock konnte sich dagegen nicht wie gewohnt in Szene setzen. Nachdem er sich im Startgetümmel den Frontflügel abfuhr, musste der Toyota-Pilot schon nach der ersten Runde einen Reparaturstopp einlegen. Am Ende fuhr er mit 1:38.683 zwar noch die schnellste Rennrunde, konnte aber trotz der gewohnt kämpferischen Leistung nicht mehr weiter als auf Platz 14 vorrücken.

Badoer mit unglücklichen Einlagen

Die unglücklichste Figur machte allerdings Massa-Ersatzmann Luca Badoer. Schon im Training wegen seines hohen Rückstands auf Teamkollege Räikkönen kritisiert, konnte der Italiener auch im Rennen nicht überzeugen. Bei seinem ersten Boxenstopp kam er vor Debütant Romain Grosjean im Renault aus der Box, ließ den Franzosen aber unverständlicherweise noch in der Boxenausfahrt vorbei.

Als Sahnehäubchen überfuhr Badoer dabei auch noch die weiße Linie am Boxenausgang und kassierte eine Durchfahrtsstrafe. Da fiel der Dreher in der 35. Runde schon gar nicht mehr groß ins Gewicht. Am Ende rollte der Aushilfsmann auf Position 17 über die Ziellinie.

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