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Erinnerungen an Jules Bianchi

#JB17 im Herzen und auf den Helmen

Williams - Jules Bianchi-Aufkleber - GP Ungarn 2015 Foto: Twitter: Williams 28 Bilder

Die Formel 1-Welt trauert um Jules Bianchi. Für den GP Ungarn erinnern alle Teams mit besonderen Aktionen an den verstorbenen Franzosen. Viele Piloten erzählten emotionale Geschichten von gemeinsamen Erlebnissen.

24.07.2015 Tobias Grüner

Das letzte Rennwochenende vor der Sommerpause ist kein gewöhnliches. Normalerweise ist die Stimmung in Budapest immer besonders ausgelassen. Doch trotz gutem Wetter und dem bevorstehenden Urlaub liefen dieses Mal viele Piloten mit ernster Miene durch das Fahrerlager. Der Tod von Jules Bianchi hat den Formel 1-Zirkus schwer getroffen.

Jules Bianchi nicht vergessen

Die Solidarität mit dem verstorbenen Kollegen ist groß. Mit Aufklebern auf den Autos erinnern alle Teams an den am 17. Juli verstorbenen Marussia-Piloten. Auch auf den Helmen der Fahrer sind überall kleine Sticker mit der Startnummer 17 zu erkennen. Daniel Ricciardo schrieb sich sogar eine persönliche Widmung unter die Schirmmütze - "Forever in my heart #17".

In der Galerie zeigen wir Ihnen, mit welchen Aktionen die Fahrer und Teams im Einzelnen an das Schicksal von Jules Bianchi erinnern. Am Donnerstag (24.7.2015) hatten die Piloten bereits von von vielen gemeinsamen Erlebnissen mit dem verstorbenen Fahrerkollegen berichtet. Hier eine kleine Auswahl der emotionalen Erinnerungen:

Romain Grosjean: "Ich habe seinen Namen zum ersten Mal 2003 gehört. Er war ein viel besserer Kartfahrer als ich. Dann ist er mir durch die einzelnen Nachwuchsserien gefolgt und hat alles gewonnen. Die Beerdigung war sehr emotional. Seine Eltern waren glaube ich glücklich, dass so viele von uns Fahrern dort waren. Wir sind mit den Gedanken bei ihm. Das werde ich nie vergessen. Wir fahren auch für Jules.

Felipe Massa: "Er war ein guter Freund für mich. Als wir uns das erste Mal getroffen haben, war er noch ein Kartfahrer. Wir haben den gleichen Manager. Er war ein toller Junge. Sehr nett und bescheiden und ein beeindruckender Fahrer. Leider hatte er in der Formel 1 nie die Gelegenheit, ein konkurrenzfähiges Auto zu fahren und sein Talent zu zeigen. Aber aus meiner Sicht und von gemeinsamen Kartrennen war er der beste Kartfahrer, den ich je gesehen habe. Die Zeremonie in der Kirche war hart. Es war so traurig. Das war ein schwieriger Tag. Aber ich bin sicher, dass er jetzt an einem guten Ort ist und auf uns herunter schaut."

Fernando Alonso: "Wir haben zusammen viel Zeit außerhalb der Rennstrecke verbracht. Wir hatten gute Fahrradtouren, Fußballspiele und Kartrennen. Die Momente abseits der Piste werde ich in meinen Erinnerungen bewahren. Als Fahrer war Jules sehr talentiert. Er hätte eine glänzende Zukunft vor sich gehabt. Ferrari war für ihn zum Greifen nah."

Roberto Merhi: "Ich habe ihn 2002 zum ersten Mal bei einem Kartrennen in Spanien getroffen. Er kam aus Frankreich und hat die Strecke nicht gekannt. Ich erinnere mich, dass ich sehr überrascht war, dass er direkt sehr schnell gewesen ist. Er hat alle beeindruckt. Danach habe ich genauer verfolgt, wie es mit ihm weiterging. Er war immer die Messlatte für alle. Er war immer der Schnellste. Er war das größte Talent, das ich im Motorsport je gesehen habe. Es ist schade, dass er nie im Formel 1-Auto zeigen konnte, zu was er fähig war. Ich glaube, dass er der beste Pilot war, gegen den ich jemals gefahren bin.

Sebastian Vettel: "Über die Beerdigung möchte ich nicht reden. Jeder weiß, wie schlimm so etwas ist. Ich kannte ihn leider nicht sehr gut. Ich glaube aber, dass er ein sehr bodenständiger und gutherziger Mensch war."

Pastor Maldonado: "Es ist niemals einfach, Lebewohl zu einem Freund zu sagen. Wir waren uns ziemlich nah und haben wundervolle Momente geteilt. Wir wussten, dass sein Unfall schwer war. Aber wir haben alle trotzdem gehofft, dass er wieder der Alte wird, und haben für ihn gebetet. Es ist traurig zu sehen, dass jemand trotz der großen Sicherheit in der F1 sein Leben lassen muss. Wir werden ihn für immer vermissen. Leider ist das Leben so. Jetzt will ich mein Bestes geben, um für Jules ein gutes Ergebnis zu erzielen."

Sergio Perez: "Wir haben uns in der gemeinsamen GP2-Zeit kennengelernt. In der Ferrari Nachwuchs-Akademie haben wir mehr Zeit zusammen verbracht. Man konnte sofort erkennen, dass er ein besonderer Fahrer war, aber auch ein besonderer Mensch, den jeder gemocht hat. Er auf dieser Welt einen großen Eindruck hinterlassen. Ich denke, wir haben alle die gleiche Meinung über ihn. Auch wenn er nicht viel Zeit in der Formel 1 hatte, um sein Talent zu zeigen, so konnte man doch erkennen, dass er ein potenzieller Weltmeister war. Wir Rennfahrer teilen viele gemeinsame Momente an einem Rennwochenende. Auch wenn wir nicht immer die besten Freunde sind. Ihn jetzt nicht mehr zu sein, ist ein großer Schock. Es hätte auch einen selbst treffen können. Wir versuchen jetzt, für seine Familie da zu sein. Wir werden ihn immer im Herzen tragen.

Valtteri Bottas: "Es war eine schwere Woche. Ich kann mir nicht im geringsten vorstellen, wie es seiner Familie ergehen muss. Jules war ein netter Kerl, den jeder hier gemocht hat."

Nico Hülkenberg: "Er war schon zweimal mein Teamkollege. 2008 in der Formel 3 und 2012 bei Force India in der Formel 1. Ich erinnere mich noch gut an 2008. Ich war in meinem zweiten Formel 3-Jahr und der Favorit auf den Titel. Er kam als Rookie in die Meisterschaft. Beim Rennen in Mugello bin ich von Pole gestartet, er direkt dahinter. Ich konnte ihn immer im Rückspiegel sehen. Er hat viel Druck gemacht und mich gejagt. Er hat dabei seine Reifen etwas zu hart rangenommen. Aber man hat gesehen, wie hungrig er war. Auch außerhalb der Rennstrecke war er ein guter Typ, der immer viel Spaß gemacht hat. Wir hatten schöne gemeinsame Momente. Wir werden ihn alle vermissen.

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