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Deutsche F1-Piloten beim GP Ungarn

Puszta-Pleite für deutsche Piloten

Vettel, Glock und Schumacher Foto: Daniel Reinhard 32 Bilder

Aus deutscher Sicht lief der GP Ungarn enttäuschend: Sebastian Vettel verschenkte den Sieg, Adrian Sutil wurde abgeschossen, Nico Rosberg hatte ein Rad ab, Michael Schumacher wurde bestraft und Timo Glock verlor das Duell mit Lotus. Nur Nico Hülkenberg konnte jubeln.

01.08.2010 Tobias Grüner, Michael Schmidt

Nico Hülkenberg:

Nico Hülkenberg hatte allen Grund zum Strahlen. Mit Platz sechs erzielte der Williams-Pilot sein bislang bestes Formel 1-Resultat. "Das fühlt sich schon gut an", freute sich der lange Blonde nach einem Rennen, das er die meiste Zeit hinter Vitaly Petrov und vor Pedro de la Rosa verbracht hatte. "Mein Start war nicht super. Ich hatte zuviel durchdrehende Räder", rekapitulierte Hülkenberg den zögerlichen Beginn seines zwölften GP-Rennens. "Kubica kam besser weg, ich konnte seinen Windschatten nicht nutzen. Dafür hat sich Rubens bei mir hinten drangehängt und das dann ausgenutzt."

Erst danach kam der Rheinländer ins Rollen: "In der zweiten Kurven habe ich mir zwei bis drei Positionen zurückgeholt, zum Glück auch De la Rosa, hinter dem ich nicht versauern wollte. Das Safety-Car kam für mich zum richtigen Zeitpunkt. Meine weichen Reifen waren schon ziemlich am Ende. Nach dem Reifenwechsel war es wie Fahren mit dem Autopiloten. Ich konnte weder einen Platz gutmachen, noch drohte Gefahr von hinten. Petrov war zu schnell für mich, überhaupt waren die Renault für uns heute außer Reichweite. Pedro hing immer in den Rückspiegeln, aber ich hatte ihn locker im Griff."

Die Schrecksekunden in der Box, als Nico Rosbergs Rad durch die Mechanikerreihen sprang, hat Hülkenberg nur am Rande mitbekommen. "Als ich losfuhr sah ich Rosberg als Dreirad vor mir und ein Rad hüpfte auf und ab. Einer meiner Mechaniker wurde getroffen. Zum Glück ist er glimpflich davongekommen. Er ist aber auch ein Baum von einem Mann, den nichts so schnell umhaut."

Adrian Sutil:

Adrian Sutils Rennen wurde von dem Chaos in den Boxen schon deutlich negativer beeinflusst. Als der Force India-Pilot seine parat stehende Crew ansteuern wollte, kam ihm plötzlich ein Renault in die Quere. Robert Kubica wurde von der Renault-Mannschaft genau zu dem Zeitpunkt losgeschickt, als der Deutsche mit seinem Boliden vor ihm einscherte. Beide Autos kollidierten und verhakten sich. "Da konnte ich absolut nichts machen", klagte Sutil, dessen Rennen damit beendet war.

Als Renault für den Zwischenfall eine 50.000 Dollar-Strafe aufgebrummt bekam, war der Gräfelfinger schon auf dem Weg in die Sommerferien. "Das ist wirklich eine Schande. Es ist meine erste verpasste Zielankunft seit Australien. Und es war noch enttäuschender, da das Problem mit Sicherheit nicht bei uns lag."

Nico Rosberg:

Nach dem Frust von Hockenheim lief es in Ungarn sogar noch schlechter für Mercedes. Erstmals gingen in dieser Saison beide Silberpfeile leer aus. "Ein enttäuschendes Ende eines schwierigen Wochenendes", fasste Nico Rosberg den Kurztrip nach Budapest zusammen. Vom guten sechsten Startplatz fand sich der Deutsche im Rennen schnell in der Defensive: "Ich startete schlecht und kämpfte darum, Anschluss an Petrov zu halten. Es wäre nicht leicht gewesen Boden gut zu machen. Wir brauchten einen guten Boxenstopp, um vor Kubica zu bleiben, doch dann passierte das Missgeschick mit dem rechten Hinterrad."

Ein Mechaniker konnte das Rad nicht richtig befestigen, worauf sich der Gummi beim Anfahren verselbstständigte. Ein Sauber-Mechaniker konnte gerade noch ausweichen. Bei Williams hatte man weniger Glück. "Ich bin wirklich froh, dass Nigel, einem meiner früheren Mechaniker bei Williams, der durch das Rad getroffen wurde, nichts passiert ist." Rosberg musste sein Dreirad am Boxenausgang abstellen und aufgeben: "Mein erster Ausfall der Saison ist enttäuschend, aber so etwas kann vorkommen und wir werden daraus lernen."

Timo Glock:

Timo Glock wusste schon am Morgen, dass es schwer werden würde, die beiden Lotus hinter sich zu halten. "Die Strafe gegen Kobayashi hilft mir gar nicht", klagte der Virgin-Pilot in der Startaufstellung. "Jetzt stehe ich auf der dreckigen Seite und der Lotus hinter mir auf der sauberen." Als die Lichter der Startampel ausgingen erfüllte sich die negative Prophezeihung. Von Startplatz 18 ging es zurück auf Position 22.

Doch die dreckige Seite war nicht verantwortlich für den Platzverlust. "Eigentlich hatte ich einen sehr guten Start. Ich war bis zur ersten Ecke vor ihnen. Dann wurde ich auf die Außenlinie gedrückt und von hinten sind alle durchgeschlüpft. " Im Rennen konnte er die beiden Lotus-Piloten auch nicht wie erhofft unter Druck setzen: "Die waren wie vor dem Wochenende schon befürchtet drei Zehntel schneller. Die konnte ich im Rennen leider nicht halten. Keine Chance."

Sebastian Vettel:

Wie das Rennen für Sebastian Vettel gelaufen ist, erfahren Sie hier:

>> Sebastian Vettel: "Habe den Restart einfach verpennt"

Michael Schumacher:

Was Michael Schumacher am Rennsonntag erlebt hat, lesen Sie hier:

>> Michael Schumacher: FIA bestraft Schumi für 290 km/h-Foul

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