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FIA Steward Derek Warwick über die Anhörung

Schumi beinahe disqualifiziert oder gesperrt

Schumacher vs. Barrichello Foto: xpb 32 Bilder

Michael Schumacher ist nach seinem Manöver in Ungarn nur knapp einer Disqualifikation entgangen. "Ihm die Schwarze Flagge zu zeigen, wäre ein besseres Beispiel für unsere jungen Fahrer gewesen", meinte FIA-Aushilfskommissar Derek Warwick. Auch über eine Sperre für ein Rennen wurde diskutiert.

03.08.2010

Michael Schumacher hat sich mit der Aktion gegen Rubens Barrichello in Ungarn keine neuen Freunde gemacht. In Fankreisen wird das brutale Manöver überwiegend kritisiert. Auch im Fahrerlager von Budapest zeigte nach dem Rennen kaum ein Konkurrent Verständnis für das Manöver des Rekordchampions.

Wie nun herauskam, wurde auch bei den FIA-Kommissaren über eine härtere Bestrafung nachgedacht. Der ehemalige Formel-1-Pilot Derek Warwick war in Ungarn im Einsatz, um die drei etatmäßigen FIA-Stewards zu unterstützen.

Warwick: "Keine Zeit für Videobeweis"

Der Engländer erklärte am Dienstag (3.8.) dem britischen Sender BBC: "Ihm die Schwarze Flagge zu zeigen, wäre ein besseres Beispiel für unsere jungen Fahrer gewesen. Aber als wir den Videobeweis bekamen, rannte uns die Zeit davon, und wir mussten es nachträglich machen."

So war der Mercedes-Pilot anschließend mit der Zurückstufung von zehn Startplätzen für das erste Rennen nach der Sommerpause am letzten August-Wochenende in Spa-Francorchamps verurteilt worden. Nach Informationen von auto motor und sport wurde auch eine Sperre für den GP Belgien diskutiert. Bei einer Abstimmung entschied sich das Gremium jedoch mit 3:1 Stimmen für die Zurückstufung und gegen eine Sperre.

Strafe nimmt Schumacher quasi aus dem Rennen

"Wir haben das Gefühl, dass die Versetzung um zehn Startplätzen eine große Strafe für Spa ist", sagte Warwick der BBC. "Das nimmt ihn quasi aus dem Rennen." Aus dieser Aussage lässt sich herauslesen, dass der Ex-Pilot lieber die Sperre gesehen haben könnte. Neben Warwick bestand das vierköpfige Gremium noch aus dem Tschechen Radovan Novak sowie Enzo Spano aus Venezuela und den Ungarn Lajos Herczeg.

Warwick erzählt zwei Tage nach dem Rennen noch einmal von der Anhörung am Sonntag: "Wir sprachen mit Rubens und Michael und es war irgendwie enttäuschend, wie Michael gehandelt hat. Wir hatten keine Wahl, als ihm die Zehn-Plätze-Strafe zu geben", so der ehemalige Pilot.

Schumacher soll aus dem Vorfall lernen

"Hoffentlich wird er daraus lernen und sich erinnern, dass die neuen Stewards eine derartige Fahrweise nicht tolerieren", so der Brite, der selbst von 1981 bis 1993 insgesamt 147 Grand-Prix- Rennen bestritt und Teil des neuen Programms in dieser Saison ist, das den Einsatz ehemaliger Piloten als Rennkommissare beinhaltet.

Lesen Sie zu diesem Thema auch den Blog von F1-Experte Michael Schmidt:

>> Schmidts F1-Blog: Schumi entgeht Heidfeld-Vergleich

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