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GP USA 2012 (Ergebnis Qualifying)

Vettel auf Pole - Ferrari verwachst

Sebastian Vettel GP USA 2012 Foto: xpb 89 Bilder

Sebastian Vettel startet sein 100. Rennen in der Formel 1 standesgemäß von der Pole Position. Nach drei Bestzeiten in den Freien Trainings konnte den Weltmeister auch im Qualifying von Austin niemand schlagen. WM-Konkurrent Fernando Alonso startet nur von Rang acht.

17.11.2012 Tobias Grüner

Wer soll Sebastian Vettel in Austin aufhalten? Der Red Bull-Pilot sicherte sich auf dem neuen Kurs in Texas in jeder Sitzung die Bestzeit. Die Konkurrenz findet einfach kein Mittel gegen die Übermacht des Heppenheimers. Nur Lewis Hamilton konnte es im Qualifying wenigstens etwas spannend machen. Der McLaren-Pilot kam bis auf ein Zehntel an die schnellste Runde von Vettel ran, der in allen drei K.O.-Runden die Bestzeit setzte. Der Rest des Feldes liegt mehr als eine halbe Sekunde zurück.

"Wir haben uns hier schnell zurechtgefunden und konnten uns in jeder Trainingssitzung verbessern", freute sich Vettel anschließend. "In der Qualifikation hat sich das Auto gut angefühlt. Es passte alles richtig gut zusammen. Morgen erwartet uns aber ein langes Rennen. Es wird nicht einfach, die Reifen auf Temperatur zu halten. Das wird ein wichtiger Faktor."

Alles spricht für Vettel-Sieg

Für einen Sieg des Deutschen am Sonntag spricht nicht nur die gute Pace seines Red Bulls. In Sachen Strategie gibt es für die Konkurrenz kaum Angriffspunkte. Weil die Reifen ewig halten, werden wohl alle Teams auf ein Einstopp-Rennen setzen. Am Start steht Vettel zudem in der ersten Reihe auf der deutlich besseren Seite als Hamilton neben ihm. Alle geraden Startplätze auf der linken Seite bieten deutlich weniger Grip, weil sie nicht auf der Ideallinie liegen.

"Ich habe dort im dritten Training eine Startübung absolviert und kam kaum weg", erklärte Hamilton. Der Engländer läuft somit Gefahr, dass er schon bei der spektakulären Anfahrt auf Kurve 1 vom zweiten Red Bull von Mark Webber eingeholt wird. Der Australier klagte im Qualifying über Probleme mit dem Aufwärmen der Reifen, was den Rückstand zu Vettel erklärte.

Die viertschnellste Zeit setzte überraschend Romain Grosjean. Nach schwachen Trainingsleistungen kam Lotus im Qualifying plötzlich auf Tempo. Allerdings muss der Franzose wegen eines Getriebewechsels fünf Plätze zurück und startet somit nur auf Rang neun.

Schumacher setzt Highlight im Qualifying

Erster Profiteur der Strafe für Grosjean ist Teamkollege Kimi Räikkönen, der kampflos Platz vier übernimmt. Dahinter konnte Michael Schumacher im vorletzten Qualifying seiner Karriere noch einmal ein echtes Highlight setzen. Er fuhr die sechstbeste Zeit und rutscht durch die Grosjean-Strafe auf Rang fünf – und damit auf die bessere Seite der Startaufstellung.

Auf der schlechten Seite von Startreihe drei steht überraschend Felipe Massa, der das Ferrari-Teamduell gegen Fernando Alonso um knapp vier Zehntel für sich entscheiden konnte. Der WM-Konkurrent von Vettel startet zwei Plätze hinter Massa nur von Rang acht - auf der dreckigen Seite. Ferrari hatte seine Reifen schon vor dem Qualifying angefahren. Es scheint die falsche Taktik gewesen zu sein.

Alonso hofft, die WM-Entscheidung auf Sao Paulo verschieben zu können. "Es wird ein harter Kampf. Wir sind immer an der Grenze und auch morgen erwarte ich, dass wir das ganze Rennen am Limit sein werden. Sebastian war durchweg gut unterwegs, es war ein wirklich gutes Qualifying von ihm. Ich hoffe, dass wir morgen etwas näher dran sein werden." Wenn Alonso bei einem Vettel-Sieg nicht mindestens Vierter wird, ist der Deutsche vorzeitig Weltmeister.

Hülkenberg im Ferrari-Sandwich

Mitten im Ferrari-Sandwich steht am Sonntag noch Nico Hülkenberg auf Rang sieben, der genau wie seine deutschen Landsleute Vettel und Schumacher von der sauberen Seite losfahren darf.

Der prominenteste Name, der schon nach der zweiten K.O.-Runde die Segel streichen musste, war Jenson Button. Ein Problem mit dem Gaspedal bremste den Briten ein. Am Ende reichte es nur zu Rang zwölf.

Für Sauber gab es ebenfalls eine herbe Pleite. Ausgerechnet vor den vielen mexikanischen Fans reichte es für Sergio Perez nur zu Startplatz 15. Neben ihm in der achten Startreihe steht Teamkollege Kamui Kobayashi auf Rang 16. Im Kampf gegen Mercedes um Platz fünf in der Teamwertung droht den Schweizern in Austin ein Rückschlag. Da ist es auch kein großer Trost, dass Nico Rosberg im zweiten Mercedes auf Platz 17 noch ein Stück weiter hinten losfahren muss.

Glock vor beiden Caterhams

Im ersten Abschnitt war wieder einmal Schluss für Timo Glock. Dennoch konnte der Marussia-Pilot zufrieden sein. Dem Hessen gelang es nicht nur, seinen Teamkollegen um sechs Zehntel zu schlagen. Er ließ auch noch beide Caterhams hinter sich. Das ist ihm in dieser Saison noch nie gelungen. Entsprechend zufrieden fiel das Fazit anschließend aus.

"Wir haben stark darauf hingearbeitet, dass wir vor den beiden Caterham liegen", so Glock. "Wir haben uns auf das Wesentliche konzentriert und nur darauf geachtet, dass wir die Reifen zum Arbeiten bringen. Dann haben wir zwischen dem dritten Training und dem Quali noch einmal eine Kleinigkeit am Auto verändert, was gut funktioniert hat. Ich denke, ich habe auch eine gute Runde hinbekommen."

Am Ende des Feldes stehen wieder mal die beiden HRT. Um das klamme Team, das in Spanien angeblich schon die Firma zugesperrt haben soll, sah es in Austin lange schlecht aus. Pedro de la Rosa befürchtete vor dem Qualifying, dass man an der 107 Prozent-Hürde scheitern könnte. Trotz technischer Probleme bei Karthikeyan schafften am Ende aber beide HRT-Piloten die Qualifikation für das Rennen.

FahrerTeamQ1Q2Q3
1. Sebastian VettelRed Bull1:36.5581:35.7961:35.657
2. Lewis HamiltonMcLaren1:37.0581:36.7951:35.766
3. Mark WebberRed Bull1:37.2151:36.2981:36.174
4. Romain Grosjean*Lotus1:37.4861:36.9061:36.587
5. Kimi RäikkönenLotus1:38.0511:37.4041:36.708
6. Michael SchumacherMercedes1:37.9271:37.1021:36.794
7. Felipe MassaFerrari1:37.6671:36.5491:36.937
8. Nico HülkenbergForce India1:37.7561:37.0661:37.141
9. Fernando AlonsoFerrari1:37.9681:37.1231:37.300
10. Pastor MaldonadoWilliams1:37.5371:37.0111:37.842
11. Bruno SennaWilliams1:37.5201:37.604
12. Jenson ButtonMcLaren1:37.5651:37.616
13. Paul di RestaForce India1:38.1041:37.665
14. Jean Eric VergneToro Rosso1:38.4341:37.879
15. Sergio PerezSauber1:38.5001:38.206
16. Kamui KobayashiSauber1:38.4181:38.437
17. Nico RosbergMercedes1:38.8621:38.501
18. Daniel RicciardoToro Rosso1:39.114
19. Timo GlockMarussia1:40.056
20. Charles PicMarussia1:40.664
21. Vitaly PetrovCaterham1:40.809
22. Heikki KovalainenCaterham1:41.166
23. Pedro de la RosaHRT1:42.011
24. Narain KarthikeyanHRT1:42.740
* fünf Plätze Strafe
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