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GP USA 2013 (Qualifying)

Vettel macht es spannend

Sebastian Vettel - Red Bull - GP USA 2013 Foto: xpb 69 Bilder

Sebastian Vettel startet beim GP USA von der Pole Position. Im Qualifying von Austin machte es der Weltmeister ungewöhnlich spannend. Erst in letzter Sekunde schob sich der Heppenheimer noch vorbei an Teamkollege Mark Webber. Nico Hülkenberg überrascht auf Rang 4.

16.11.2013 Tobias Grüner

Sebastian Vettel ist nicht zu schlagen. Am Samstag (16.11.2013) in Austin war es allerdings ganz knapp. Am Ende konnte der Heppenheimer den Zeigefinger der rechten Hand aber wieder grinsend in die TV-Kameras strecken. Dank einem starken letzten Sektor im letzten Run sicherte sich Vettel mit einem Zehntel Vorsprung die 44. Pole Position in seiner Karriere. Damit ist Vettel auf bestem Weg, im Rennen am Sonntag den achten Sieg in Folge einzufahren – das wäre ein neuer Rekord.

Vettel will nicht zu früh feiern

"Ich bin natürlich zufrieden. Die Pole Position ist wichtig, damit man auf der sauberen Seite steht. Im Moment sieht es ganz gut aus. Heute haben wir einen perfekten Job erledigt. Aber noch ist nichts gewonnen. Mit diesen Reifen weiß man nie, was passiert. Ich glaube, es wird ein sehr enges Rennen", warnt Vettel. Chefdesigner Adrian Newey sieht es dagegen optimistisch für den Deutschen: "Er hat ein unglaubliches Gefühl, wie er die Reifen behandeln muss."
 
Erster Konkurrent beim Kampf um den größten Texas-Pokal ist Teamkollege Mark Webber, der mit dem zweiten Red Bull acht Meter hinter Vettel in der ersten Reihe steht. "Der erste Teil meiner Runde war sehr gut. Leider hat es am Ende nicht ganz geklappt. Sebastian hat alle 3 Sektoren zusammen gebracht. Ich nur zweieinhalb. Da kann ich nicht zufrieden sein."

Grosjean will für Spannung sorgen

Romain Grosjean ist im Lotus der erste Verfolger der Bullen. Mit guten Longrun-Zeiten im Freien Training macht der Franzose den Fans Hoffnung, dass es im Rennen vielleicht doch keine langweilige Red Bull-Show gibt. "Im Training war ich noch nicht ganz zufrieden. Wir konnten das Auto zum Glück am Samstag verbessern. Im Qualifying habe ich eine gute Runde hinbekommen. Vielleicht kann ich ja am Start wieder vorbeifahren wie in Suzuka und dieses Mal ein bisschen länger vorne bleiben."

Für die größte Überraschung sorgte wieder einmal Nico Hülkenberg. Der Rheinländer stellte seinen Sauber auf Rang 4 in die zweite Startreihe. "Mit so einem Ergebnis hatte ich schon ein bisschen spekuliert. Ich habe mich das ganze Wochenende sehr wohl gefühlt im Auto. In Q1 und Q2 hat sich das aber extrem gedreht, weil der Wind aufgefrischt hat. Damit ist unser Auto nicht so gut zurecht gekommen. Zum Glück haben wir es in Q3 wieder hinbekommen. Mit Startplatz vier können wir richtig happy sein. Aber in Abu Dhabi hat man gesehen, dass es im Rennen auch rückwärts gehen kann."

Auch Esteban Gutierrez im zweiten Sauber schaffte den Einzug in die dritte Runde. Doch über Rang 10 konnte sich der Mexikaner nicht lange freuen. Die Rennleitung stufte den Rookie um satte 10 Plätze zurück, weil er Pastor Maldonado im Schlusssektor behindert hatte. Dadurch rückten fast alle Piloten in der zweiten Hälfte der Startaufstellung einen Platz nach vorne.

Rosberg und Massa profitieren von Button-Strafe

Für Hülkenberg droht im Rennen die erste Gefahrn durch den Mercedes von Lewis Hamilton. Der Brite konnte mit dem Ergebnis einigermaßen leben. Teamkollege Nico Rosberg verpasste dagegen den Sprung in die Top Ten - nach dem GP Deutschland erst das zweite Mal in diesem Jahr. Der Mercedes-Pilot war nicht zufrieden mit seinem Auto, das im Vergleich zum freien Training plötzlich deutlich schlechter zu den Bedingungen passte. "Das war ein desaströses Ergebnis. Ich hatte plötzlich massives Untersteuern. Da müssen wir mal schauen, wo das hergekommen ist", klagte der Wahlmonegasse.

Andersrum lief es für Fernando Alonso. Der Ferrari ließ sich im Freien Training noch kaum bändigen. Im Qualifying ging es dann doch einigermaßen gut. Platz 6 war für den Spanier eine positive Überraschung. Bei Felipe Massa im zweiten Ferrari ging dagegen nichts voran. Wie Nico Rosberg verpasste er den Sprung in die letzte Quali-Runde.

Auch bei McLaren schaffte es nur ein Auto in die ersten Zehn. Sergio Perez, der gerade erst vor die Tür gesetzt wurde, startet vor seinen vielen mexikanischen Fans auf Platz 7. Teamkollege Jenson Button kam dagegen nicht zurecht. Der Weltmeister von 2009 landete in der Zeitentabelle auf Rang 13 klar außerhalb des Q3. Durch die Strafe wegen Überholens unter roten Flaggen im Training wird der Brite um 3 Plätze zurückgestuft. Rosberg und Massa rutschen dadurch einen Platz nach vorne. Alle 3 machen zudem eine weitere Position gut, weil Gutierrez nach hinten muss. Das bedeutet: Rosberg auf 12, Massa auf 13 und Button auf die 15.
 
Valtteri Bottas fuhr mit seinem Williams dagegen locker in die Top Ten. Der Finne bestätigte seine gute Trainingsleistung und landete hinter Heikki Kovalainen im Lotus auf Rang 8. Der Räikkönen-Ersatzmann war trotz des Ergebnisses nicht ganz zufrieden. "Gestern lief alles perfekt. Heute hatten wir etwas mehr Probleme. Mal sehen wie es im Rennen läuft. "

Sutil kämpft mit Verkehr und Technik

Für Adrian Sutil war nach guten Leistungen im Freien Training dagegen schon in der ersten Quali-Runde Schluss. Der Deutsche blieb auf Rang 17 schon früh hängen, nachdem er in seinem schnellen Run auf weichen Reifen im Verkehr stecken blieb. "Der Verkehr war wirklich ein Alptraum. Im letzten Versuch ist mir dann auch noch die Bremsscheibe vorne rechts kaputtgegangen." Frustriert musste der Deutsche seinen Force India in der Auslaufrunde abstellen.

In unserer Bildergalerie haben wir die Fotos vom Quali-Samstag in Austin.

FahrerTeamQ1Q2Q3
1. Sebastian VettelRed Bull1:38.5161:37.0651.36.338
2. Mark WebberRed Bull1:38.1611:37.3121.36.441
3. Romain GrosjeanLotus1:38.6761:37.5231:37.155
4. Nico HülkenbergSauber1:38.3391:37.8281:37.296
5. Lewis HamiltonMercedes1:37.9591:37.8541:37.345
6. Fernando AlonsoFerrari1:38.9291:37.3681:37.376
7. Sergio PerezMcLaren1:38.3671:38.0401:37.452
8. Heikki KovalainenLotus1:38.3751:38.0781.37.715
9. Valtteri BottasWilliams1:37.8211:37.4391:37.836
10. Esteban Gutierrez***Sauber1:38.0821:38.0311:38.034
11. Daniel RicciardoToro Rosso1:38.8821:38.131
12. Paul di RestaForce India1:38.8941:38.139
13. Jenson Button*McLaren1:38.5881:38.217
14. Nico RosbergMercedes1:38.7431:40.473
15. Felipe MassaFerrari1:39.0941:40.989
16. Jean-Eric VergneToro Rosso1:38.8801:38.696
17. Adrian SutilForce India1:39.250
18. Pastor MaldonadoWilliams1:39.351
19. Giedo van der GardeCaterham1:40.491
20. Jules BianchiMarussia1:40.528
21. Charles Pic**Caterham1:40.596
22. Max ChiltonMarussia1:41.401
* drei Plätze Strafe
** fünf Plätze Strafe
*** zehn Plätze Strafe
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