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GP USA 2014 (Rennanalyse)

Harte Strafen nach der Zieldurchfahrt

Romain Grosjean - GP USA 2014 Foto: xpb 42 Bilder

Welcher Reifen war der bessere? Wieso hagelte es so viele Strafen? Wieso war Daniel Ricciardo vor den Williams? Und was war mit Kimi Räikkönen los? Die Antworten gibt es in unserer Rennanalyse.

03.11.2014 Bianca Leppert

Welcher Reifen war der bessere?

Normalerweise bevorzugen die Fahrer im Rennen die weichen Reifen, doch in Austin stellte sich die Medium-Mischung als die bessere Variante heraus. Die meisten entschieden sich für einen Start auf dem Soft-Reifen und wechselten anschließend zwei Mal auf den Medium-Reifen.

"Der weiche Reifen war hier ziemlich schwach. Deshalb musstest du weich-medium-medium fahren", sagt Hamilton. Auch Red Bull entschied sich, die Safety Car-Phase zu nutzen und holte Sebastian Vettel, der auf den Medium-Reifen gestartet war, sofort in die Box, um für eine Runde auf weich zu wechseln und danach wieder auf den Medium-Reifen. So entledigte man sich mit wenig Zeitverlust dem weichen Reifen. Da blieb nur das Fragezeichen, warum am Ende noch einmal der weiche aufgezogen wurde. Christian Horner erklärt: "Der Reifenabbau auf dem härteren Reifen war groß und es war ein Risiko damit durchzufahren. Deshalb haben wir 8 Runden vor Schluss den weichen genommen und sind dort gelandet, wo wir waren. Es war die sicherere Variante."

Bei Lotus splittete man die Strategie. Romain Grosjean fuhr den zweiten Stint mit weichen Pneus, Maldonado mit den härteren. Bei Lotus begründete man den Aufwärtstrend unter anderem damit, dass die weichen Reifen dem Auto besser liegen. Das gilt auch für Williams. "Unser Auto arbeitet mit diesen Reifen besser. Aber der Prime-Reifen hat definitiv besser funktioniert, als wir erwartet haben", sagt Williams-Ingenieur Rob Smedley. "Wir dachten nicht, dass er so wenig abbaut."

Wieso gab es so viele Strafen?

Die Sportkommissare hatten während des Rennens jede Menge zu tun. Schon in der ersten Runde wurden sie gefordert, das Manöver von Sergio Perez zu beurteilen, der im Zweikampf mit Kimi Räikkönen auch noch den Sauber von Adrian Sutil abräumte. Die Schuldfrage war eindeutig, die Strafe entsprechend hart: Nach dem Rennen gaben die Richter bekannt, dass Perez in Brasilien 7 Plätze weiter hinten starten muss. Zudem erhielt der Mexikaner zwei Zähler auf das Strafkonto.

Perez blieb nicht der einzige Sünder. Während der anschließenden Safety Car-Phase waren Jean-Eric Vergne, Pastor Maldonado und Esteban Gutierrez zu schnell unterwegs und erhielten eine 5-Sekunden-Stop-and-Go-Strafe. Maldonado und Vergne waren gleich Doppeltäter. Vergne bekam obendrauf noch eine 5-Sekunden-Strafe für sein Manöver gegen Romain Grosjean, bei dem sich der Lotus-Pilot den Unterboden und den Frontflügel beschädigte. Er verlor dadurch seinen 9. Platz gegen Pastor Maldonado. Der Venezolaner war selbst schon wegen zu schnellem Fahren in der Boxengasse mit 5 Sekunden belegt worden.

Wie kam Daniel Ricciardo im Rennen vor die Williams?

Daniel Ricciardo war hinter den beiden Williams vom fünften Platz gestartet. Vor dem Rennen ging man davon aus, dass Williams die Konkurrenz von Red Bull im Griff haben würde. Doch es kam anders. Daniel Ricciardo schnappte sich erst Valtteri Bottas. Der Australier kam eine Runde früher an die Box und machte so einen Platz auf den Finnen gut. Beim zweiten Mal spielte man ein ähnliches Spiel mit Felipe Massa. Williams holte erst Bottas rein, obwohl der dahinter lag, dann stoppte Ricciardo, danach erst Massa. Wieder machte der Red Bull-Pilot eine Position gut.

Der Grund: "Der dritte Sektor der Inlap war nicht perfekt, beim Stopp selbst haben wir eine Sekunde verloren und durchdrehende Räder beim Wegfahren kosteten uns zu viel Zeit", erklärt Smedley den Stopp von Massa. "Valtteri haben wir zuerst reingeholt, weil seine Reifen abgebaut haben und wir dachten, dass wir ihn wieder vor Daniel bringen, wenn wir ein oder zwei Runden vor Daniel reinholen."

Was war mit Kimi Räikkönen los?

Bei Ferrari herrschte wieder mal Licht und Schatten. Während Fernando Alonso mit Platz sechs die Erwartungen erfüllte, hinkte Kimi Räikkönen mit dem 13. Rang hinterher. Dem Finnen machte vor allem der enorme Reifenabbau zu schaffen. Er musste drei Mal zum Service an die Box kommen. "Bis zum ersten Stopp verhielt sich das Auto gut, aber nachdem die Medium-Reifen montiert wurden, war die Situation schwierig. Mir fehlte Grip und ich hatte Probleme mit der Vorderachse."

Doch selbst das Reifenschonen brachte Kimi nicht weiter. Die Soft-Reifen mussten früher als geplant aufgezogen werden, ein dritter Stopp am Ende war unvermeidlich. Chefingenieur Pat Fry vermutete zudem, dass der linke Hinterreifen bei dem Unfall mit Perez beschädigt wurde.

In unserer Galerie haben wir noch einmal die Highlights vom Rennen in Austin.

FahrerTeamZeit/Rückstand
1. Lewis HamiltonMercedes1:40.04,785 Std.
2. Nico RosbergMercedes+ 0:04.314 Min.
3. Daniel RicciardoRed Bull+ 0:25.560
4. Felipe MassaWilliams+ 0:26.924
5. Valtteri BottasWilliams+ 0:30.992
6. Fernando AlonsoFerrari+ 1:35.231
7. Sebastian VettelRed Bull+ 1:35.734
8. Kevin MagnussenMcLaren+ 1:40.682
9. Pastor MaldonadoLotus+ 1:47.870
10. Jean-Eric VergneToro Rosso+ 1:48.863
11. Romain GrosjeanLotus+ 1 Runde
12. Jenson ButtonMcLaren+ 1 Runde
13. Kimi RäikkönenFerrari+ 1 Runde
14. Esteban GutierrezSauber+ 1 Runde
15. Daniil KvyatToro Rosso+ 1 Runde
16. Nico HülkenbergForce IndiaAusfall
17. Sergio PerezForce IndiaAusfall
18. Adrian SutilSauberAusfall
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