Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

GP USA

Die Reaktionen

Foto: dpa

Michael Schumacher hat die Schuld für das Skandalrennen von Indianapolis von sich gewiesen. "Ich weiß zwar, dass jetzt viele in Ferrari die Schuldigen sehen wollen, aber wir haben nichts falsch gemacht", erklärte der Formel-1-Weltmeister nach dem Großen Preis der USA.

20.06.2005

Beim neunten Rennen der Saison hatten am Sonntag (19.6.) die sieben vom französischen Reifenhersteller Michelin ausgestatteten Teams -, McLaren-Mercedes, BMW-Williams, Toyota, Renault, BAR-Honda, Sauber und Red Bull -, aus Sicherheitsgründen auf einen Start verzichten müssen. Ferrari kam so zu einem Doppelsieg.

"Dass die Umstände so waren, wie sie waren, lag nicht an uns. Wir sind die falschen Ansprechpartner in dieser Sache", sagte Schumacher, der das mit lediglich sechs Bridgestone-Autos gefahrene Rennen vor seinem Teamkollegen Rubens Barrichello und dem Portugiesen Tiago Monteiro im Jordan gewonnen hatte. Bei der Siegerehrung wurden die beiden Ferrari-Piloten kräftig ausgebuht. "Wenn ich ein Mikrofon gehabt hätte, dann hätte ich den Zuschauern die Sache erklärte", sagte der Brasilianer Barrichello.

Unterdessen forderte Tony George, der Chef des Indianapolis Motorspeedways, die verärgerten Motorsport-Fans auf, ihre Enttäuschung nicht an der Rennstrecke loszuwerden: "Wir raten allen Fans, die ihrem Ärger Luft machen wollen, sich an Michelin, die FIA und an das Formula One Management zu wenden."

Die Reaktionen

Flavio Briatore (Renault-Teamchef):
"Es ist unwichtig, dass Ferrari jetzt die Punkte bekommt. Wir wollten für die Fans und die Zuschauer fahren. Ich entschuldige mich auch bei den TV-Zuschauern in aller Welt. Wenn du irgendeinen Defekt hast, kannst du das Auto reparieren, aber das Problem mit den Reifen ist um einiges größer. Es ist ein Problem mit Michelin."
Paul Stoddart (Minardi-Teamchef):
"Das ist kein Rennen, das ist eine Farce. Die Probleme beginnen ganz oben."

Bernie Ecclestone (Formel 1-Boss):
"Du kannst den Leuten nicht vorschreiben, was sie tun sollen, wenn ihre Reifenfirma gesagt hat, dass man mit ihren Reifen nicht fahren kann." Zur Zukunft der Formel 1 in den USA und jener von Michelin in der Königsklasse: "Es sieht nicht gut aus, in beiden Fällen."

Niki Lauda (dreimaliger Weltmeister):
"Das ist der größte Witz aller Zeiten. Eine Farce, so etwas habe ich noch nicht gesehen."

David Coulthard (Red Bull Racing):
"Bis zur Einfahrt in die Startaufstellung haben wir auf eine Lösung gehofft. Wenn ich die Entscheidung selbst hätte treffen können, wäre ich gefahren. Rennsport ist immer gefährlich. Aber letztlich muss ich die Entscheidung von meinem Team und vom Reifen-Hersteller akzeptieren. Weil ich der letzte Michelin-Pilot war muss ich jetzt in Magny Cours als Erster ins Qualifying."

Helmut Marko (Red-Bull-Sportdirektor):
"Es ist uns nichts anderes übrig geblieben, als nicht zu starten. Das ist das Schlechteste, was passieren konnte. Es ist nicht auszuschließen, dass das das Ende der Formel 1 in den USA bedeutet."

Günther Steiner (Technischer Direktor Red Bull Racing):
"Es gab keinen Ausweg, wenn die Sicherheit nicht gewährleistet ist. Wenn etwas passiert, dann kann man im Nachhinein nichts mehr gut machen. Die FIA wollte keine Schikane, für uns wäre das ein Kompromiss gewesen. Es ist nicht schön und nicht populär, ich entschuldige mich bei den Zuschauern, aber das kann passieren."

Nick Heidfeld (BMW-Williams-Pilot):
"Es hat keinen Sinn noch zu bleiben. Letztlich hat Michelin entschieden. Es ist eine Katastrophe für alle."

Ron Dennis (McLaren-Teamchef):
"Das ist ein schlimmer Tag für die Formel 1 und eine Demonstration der Schwierigkeiten, die wir bei der Lösung gemeinsamer Probleme ständig haben."

Jarno Trulli (Toyota):
"Heute haben die Formel 1 und der Sport allgemein Schaden genommen. Diese Situation ist eine Schande, aber sie ließ sich nicht abwenden. Wir konnten das Rennen nie und nimmer zu Ende fahren, das war unmöglich. Es bestand einfach Gefahr."

Christian Klien (Red Bull Racing):
"Es ist frustrierend, wenn man draußen die ganzen Fans sieht und nicht starten kann. Das ist eine Schande für den Sport, vor allem hier in den USA. Wir hatten das ganze Wochenende ein großes Problem mit den Reifen. Sie hätten hundertprozentig nicht das ganze Rennen gehalten. Mit dem Einbau einer Schikane hätte es vermutlich funktioniert."

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden