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GP USA

Doppel-Sieg für Ferrari - Ralf mit Horror-Crash

Foto: dpa

Überschattet vom schweren Unfall seines Bruders Ralf hat Michael Schumacher am Sonntag (20.6.) den Großen Preis der USA in Indianapolis vor Teamkollege Barrichello gewonnen. Durch seinen achten Triumph beim Chaos-GP baute Schumi die Führung in der Gesamtwertung aus.

20.06.2004

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Schumacher übernahm zu Beginn der sechsten Runde die Spitze von seinem Teamkollegen Rubens Barrichello, der vom ersten Startplatz zunächst vor Schumacher und dem sensationell gestarteten Fernando Alonso (von Platz neun) die Führung inne hatte.

Ralf Schumacher fliegt mit 300 km/h ab

Doch kurz nach der Freigabe des Rennens nach einem Startunfall in der ersten Kurve herrschte wieder Aufregung. Am Renault von Alonso platzte einen Reifen am linken Hinterrad und der Spanier verlor somit spektakulär Rang drei. Es war nicht der einzige spektakuläre Crash in Indianapolis. Das Rennen wurde von einem heftigen Unfall von Ralf Schumacher überschattet. Am Ende der zehnten Runde, nur ein Umlauf nach Alonsos Abflug - schlug sein Williams-BMW mit 300 Sachen rückwärts hart in die Mauer der Steilkurve vor Start und Ziel ein. Nur mit Glück konnten die nachfolgenden Konkurrenten ausweichen. Vermutlich war ein Reifenplatzer Grund für den Abflug.

Schumacher wurde zu weiteren Untersuchungen ins Methodisten-Krankenhaus gebracht, nachdem er über Schmerzen im unteren Bereich der Wirbelsäule geklagt hatte. BMW-Motorsport-Direktor Mario Theissen sprach mit Schumacher im Medical Center an der Strecke: "Ralf war die ganze Zeit bei Bewusstsein, er hat Schmerzen im Rücken.“ Er wollte von seinem Motorchef nur wissen, was mit seinem Auto passiert sei.

Der Zwischenfall führte zu einer langwierigen Safety Car-Phase, die zehn Runden anhielt. Obwohl Schumacher aus eigener Kraft aussteigen wollte und bereits das Lenkrad gelöst hatte, gingen die Hilfsmannschaften auf Nummer sicher und leiteten eine umfangreiche Bergung ein. "Als ich Ralf so im Auto sitzen sah, hatte ich schon befürchtet, dass ihm etwas wirklich Schlimmes passiert sein könnte", sagte Michael Schumacher,


Hinter dem Ferrari-Duo belegten Takuma Sato, Jarno Trulli (beide kollidierten im harten Kampf um Rang drei in der 61. Runde in der ersten Kurve) und Olivier Panis die Plätze. Nach der Disqualifikations-Schlappe von Kanada vor einer Woche waren es verdiente Punkte für Panis in seinem 150. Grand Prix. Für Sato war es der erste Podestplatz seiner Karriere und der erste für einen Japanar seit Aguri Suzuki beim GP von Japan 1990.

Disqualifikation für Juan Pablo Montoya

Kurz nach seinem zweiten Boxenstopp musste Juan Pablo Montoya seinen Williams-BMW an den Boxen parken. Erst nach 40 Runden fiel den Sportkommissare auf, dass der Kolumbianer zu spät in den Ersatzwagen gewechselt war. Gemäß Artikel 85 der Regularien hätte dies spätestens 15 Sekunden vor dem Start in die Aufwärmrunde passieren dürfen. Nachdem Montoya anderthalb Stunden alles gegeben hatte und einen Podestrang in Sichtweite hatte, wurde ihm gleich nach seinem zweiten Stopp zehn Runden vor Rennende die schwarze Flagge gezeigt.

Der GP der USA zählte zu den ausfallreichsten WM-Läufen der letzten Jahre. Nur acht Autos passierten an diesem Renntag die Ziellinie. Selbst Hinterher-Fahrer Zsolt Baumgartner im Minardi holte als Achter einen WM-Punkt. Er profitierte von Ausfall von Sauber-Pilot Giancarlo Fisichella acht Runden vor Rennende. Genauso wie die beide McLaren-Mercedes-Piloten. Kimi Räikkönen wurde als Sechster gewertet, David Coulthard als Siebter.

Das Rennen begann bereits in der ersten Kurve mit einer Karambolage, der vier Fahrzeuge zum Opfer fielen. Jaguar-Pilot Christian Klien prallte in das Heck des Toyota von Cristiano da Matta, als der Brasilianer hinter seinem Teamkameraden Olivier Panis stark verzögern musste. In der Folge kollidierte Sauber-Pilot Felipe Massa mit Klien, während Giancarlo Fisichella über die Wiese ausweichen musste. Auch Jordan-Pilot Giorgio Pantano und Minardi-Fahrer Gianmaria Bruni musste nach der ersten Kurve ihre Autos abstellen.

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