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GP USA

Indianapolis bis 2006

Foto: dpa

Die Formel 1 macht auch in den kommenden zwei Jahren Station auf dem Indianapolis Motor Speedway. Formel-1-Chef Bernie Ecclestone und Indy-Präsident Tony George kündigten an, den in diesem Jahr auslaufenden Vertrag zu verlängern.

20.06.2004

"Ich habe Tony gesagt, wenn ihr glücklich seid, sind wir es auch. Wenn ihr den Vertrag um zwei Jahre verlängern wollt, werde ich das auch", sagte Ecclestone der Zeitung "Indianapolis Star".

George hatte bereits zuvor erklärt, seine Absicht sei es weiterzumachen, und er wolle die Option ziehen. Seit 2000 wird auf der Strecke mit dem berühmten Oval, auf dem auch die legendären Indy 500 stattfinden, der Große Preis der USA gestartet. Die Anlage wurde wegen der Formel 1 mit großem Aufwand umgebaut.

Zweites Rennen in den USA geplant

Neben dem Rennen in Indianapolis denkt Ecclestone über einen zweiten Formel-1-Lauf in den USA statt. Im Gespräch ist die Westküste mit der Strecke in Long Beach in Kalifornien, wo bereits zwischen 1976 und 1983 Formel-1-Rennen gefahren wurden. Dem "Indianapolis Star" bestätigte Ecclestone aber auch Verhandlungen mit Vertretern New Yorks über ein Stadtrennen in Manhattan. Ebenso gilt Las Vegas, wo die Formel 1 1981 und 1982 zu Gast war, als möglicher Standort.

In den USA ist die Formel 1 bei weitem nicht so populär wie in Europa oder in Kanada, wo am Sonntag vergangener Woche in Montreal das achte Saisonrennen stattfand. Sie steht im Schatten anderer Motorsportserien wie der NASCAR. Lediglich der Pay-TV-Sender "Speed" übertrug das Rennen in Indianapolis am Sonntag live. Doch "Speed" hat nur eine geringe Einschaltquote. "Wir wollen auch in den Rest Amerikas", sagte Ecclestone. "Aber um dies zu schaffen, brauchen wir eine starke TV-Berichterstattung bei einem der Networks, die wir nicht haben." Gespräche würden bereits laufen.

Die Rennställe und die in der Formel 1 engagierten Automobil-Hersteller sind interessiert an einer starken Präsenz der Formel 1 in den USA. Schon vor dem Rennen in Indianapolis hatte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen Amerika als größten Absatzmarkt für sein Unternehmen bezeichnet. Ron Dennis, Teamchef bei McLaren-Mercedes, begrüßte grundsätzlich die Idee für ein weiteres Rennen in den USA: "Ein Rennen an der Westküste würde sehr nützlich sein für die kommerziellen Interessen aller unserer Teams und wahrscheinlich der Formel 1 als Ganzes." Allerdings dürfe der Kalender nicht weiter ausgedehnt werden. 2004 stehen in der Formel 1 18 Rennen auf dem Programm.

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