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GP USA

Schumi holt Pole

Foto: dpa

Rekord-Weltmeister Michael Schumacher hat sich in der Qualifikation für den Großen Preis der USA die 67. Pole-Position seiner Karriere geholt. Der Ferrari-Pilot setzte sich am Samstag (1.7.) auf dem Indianapolis Motorspeedway vor seinem Teamkollegen Felipe Massa aus Brasilien durch.

01.07.2006

Nach dieser Demonstration der Stärke hofft Schumacher im WM-Rennen auf Schützenhilfe des Brasilianers, der dem lediglich auf Platz fünf gefahrenen Spanier Fernando Alonso wichtige Punkte wegnehmen soll.

Schumachers Landsleute Nick Heidfeld im BMW, Nico Rosberg im Williams und Ralf Schumacher im Toyota werden beim Großen Preis der USA am Sonntag (19.00/RTL und Premiere) eher nicht für Hilfsdienste in Frage kommen. Rosberg überstand den ersten Teil nicht und startet von Platz 19. Heidfeld wurde Zehnter und Ralf Schumacher Achter. Auch das McLaren-Mercedes-Team kam mit dem Finnen Kimi Räikkönen und dem Kolumbianer Juan Pablo Montoya lediglich auf die Ränge neun und elf.

Von der 67. Pole-Position seiner einmaligen Formel-1-Karriere steuert Schumacher auf der berühmten Rennstrecke im Mittleren Westen in seinem 241. Grand Prix seinen 87. Sieg an. Sollte der 37-Jährige seinen fünften Indy-Erfolg einfahren, wird er in den letzten acht Saisonrennen weiter von seinem achten WM-Titel träumen dürfen. "Unsere Hauptbedrohung ist Ferrari", stellte Alonso trotz seines komfortablen Punkte-Vorsprungs wiederholt fest.

Der Renault-Pilot, der zuletzt die vier Rennen in Spanien, Monaco, Großbritannien und Kanada gewinnen konnte, kam auf der 4,192 Kilometer langen Hochgeschwindigkeitsrunde mit der berühmten Steilkurve nicht so in Fahrt wie gewohnt. Schon im Training dominierten Schumacher und Ferrari, in der Qualifikation setzte sich der Trend fort. Der dritte Saisonsieg des dienstältesten Fahrers liegt zu Beginn der zweiten Formel-1-Halbzeit durchaus in Reichweite.

Ein Jahr nach dem Reifen-Skandal boten die Hauptdarsteller den Fans auf der größten Motorsport-Bühne der Welt ordentlichen Sport. In den ersten beiden Runden gaben Schumacher und Massa den Ton an. Im Duell der Top Ten in den letzten 20 Minuten war zunächst Ralf Schumacher in Führung, doch die Favoriten holte sich die Bestzeit problemlos. Schumacher war in 1:10,832 Minuten bald eineinhalb Sekunden schneller als Alonso. Der Spanier musste auch noch seinen Teamkollegen Giancarlo Fisichella (Italien) und Honda-Pilot Rubens Barrichello aus Brasilien vorbeiziehen lassen.

Außerdem scheint die Fußball-Weltmeisterschaft im fernen Deutschland den Hobby-Kicker Schumacher und Ferrari zu beflügeln. "Italien hat es ja auch geschafft, so dass unser gesamtes Team nun voll motiviert sein wird für das Rennen am Sonntag. Beim Halbfinale am Dienstag werden beide Herzen in meiner Brust schlagen - das deutsche aber dann doch ein bisschen mehr. Ich drücke unserer Mannschaft alle Daumen, die ich habe", sagte Schumacher.

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