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Grand Prix Abu Dhabi - Ergebnis Rennen

Vizeweltmeister Vettel siegt beim Saisonfinale

Sebastian Vettel Foto: dpa 61 Bilder

Sebastian Vettel hat beim großen Finale in Abu Dhabi seinen vierten Saisonsieg eingefahren. Der Deutsche profitierte dabei vom ersten technisch bedingten Ausfall in der Karriere von Lewis Hamilton. Mark Webber sorgte auf Rang zwei für einen Red Bull-Doppelsieg.

01.11.2009

Der erste Sieger in der Formel 1-Geschichte der Arabischen Emirate heißt Sebastian Vettel. In der Abenddämmerung von Abu Dhabi übernahm der deutsche Red Bull-Pilot ab der 17. Runde die Spitze und fuhr anschließend souverän zu seinem vierten Saisonsieg. "Es war eine reine Freude im Auto zu sitzen heute", erklärte Vettel nach der Zieldurchfahrt. "Es gibt keinen besseren Weg, die Saison abzuschließen. Unsere zweite Saisonhalbzeit war sehr gut. Es ist schade, dass die Saison jetzt schon zu Ende ist."

Vettel ist Vizeweltmeister

Damit sicherte sich der 22-Jährige gleichzeitig den inoffiziellen "Titel" des Vizeweltmeisters. Sein direkter Konkurrent Rubens Barrichello landete am Ende nur auf Rang vier. Bei seinem Sieg profitierte Vettel allerdings auch vom Pech von Lewis Hamilton, der bis zu seinem Ausfall in der 20. Runde das Rennwochenende dominiert hatte.

"Bis dahin war es ein super Rennen. Das Auto war fantastisch. Ich konnte den Abstand relativ knapp halten", beschrieb Vettel seinen Kampf an der Spitze. "Bei der Einfahrt in die Boxen war es relativ eng. Aber es hat am Ende gereicht, dass ich vor ihm bleiben konnte. Es ist schade, dass er am Ende aufgeben musste."

Ausgerechnet im letzten Rennen der Saison riss dann die Glückssträhne des Weltmeisters von 2008. In seinem 52. Grand Prix fiel Hamilton erstmals durch einen technischen Defekt aus. Probleme an der Bremsanlage hinten rechts verhinderten den dritten Saisonsieg. "Ich konnte das Auto nicht mehr abbremsen", erklärte Hamilton enttäuscht. "Ab der dritten, vierten Runde ging das schon los."

Mark Webber sorgt für Red Bull-Doppelsieg

Nach dem Ausfall rückten alle Konkurrenten um einen Platz nach vorne. Hinter Vettel landete Mark Webber auf Rang zwei und machte den Red Bull-Doppelsieg perfekt. Der Australier musste sich am Ende jedoch mit abbauenden Reifen gegen die wütenden Angriffe von Jenson Button wehren. Mit nur sechs Zehnteln Vorsprung vor dem Weltmeister kreuzte Webber die Ziellinie und feierte seinen zweiten Platz mit einigen Donuts in der Auslaufrunde.

"Ich hatte Probleme mit den weichen Reifen", erklärte Webber. "Ich hatte schon vermutet, dass es hinten raus eng wird. Wir wussten, dass Jenson einen besseren Top-Speed hat. Es war wirklich ein guter und sauberer Kampf."

Brawn GP auf den Plätzen drei und vier

Button musste sich mit dem letzten Podiumsplatz zufrieden geben, was er nach dieser Märchensaison sicher verkraften kann. "Es hat mir wirklich Spaß gemacht heute", sagte der Weltmeister anschließend. "Man weiß ja, dass Mark nur sehr schwer zu überholen ist. Der Zweikampf war hart an der Grenze, aber gerade noch sauber und fair. Es ist zwar schade, dass es nicht für den zweiten Platz gereicht hat, aber ein Podiumsplatz ist ein guter Abschluss der Saison."

Zu Beginn des Rennens hatte der neue Weltmeister noch von der ungestümen Fahrweise seines Teamkollegen Barrichello profitiert, der sich im Duell mit Webber schon in der ersten Kurve den Flügel beschädigte und seinen dritten Platz an Button abgeben musste.

Aus deutscher Sicht sorgte nicht nur Vettel für einen erfreulichen Saisonabschluss. Auch Nick Heidfeld präsentierte sich auf Rang fünf noch einmal in starker Form. "Wir haben alles rausgeholt, was wir konnten", freute sich der Mönchengladbacher anschließend. "Der fünfte Platz ist sehr schön. Es ist schade, dass sich BMW jetzt verabschiedet. Aber es ist schöner, das mit so einem Ergebnis zu tun." Da Williams im letzten Saisonlauf ohne Punkte blieb, konnte BMW-Sauber in der Konstrukteurswertung sogar noch auf Rang sechs vorrücken.

Kobayashi sorgt erneut für Action

Hinter Heidfeld kamen auch die beiden Toyota-Piloten in die Punkte. Erwähnenswert ist dabei vor allem, dass Kamui Kobayashi im zweiten F1-Grand Prix schon seinen Teamkollegen Jarno Trulli auf Rang sieben verwies. Im Rennen sorgte der Japaner zudem für eines der wenigen Highlights, als er Weltmeister Jenson Button kurzzeitig überholte, der mit einem schwereren Auto unterwegs war. Schon in Brasilien lieferte sich der Youngster ein heißes Duell mit dem Brawn-Piloten.

Auch Sebastien Buemi machte sich einen Tag nach seinem 21. Geburtstag ein verspätetes Geschenk und sammelte auf Rang acht den letzten Punkt ein. Für Nico Rosberg blieb im Williams dahinter nur der neunte Platz. "Es ging einfach nicht mehr. Ich habe alles gegeben. Schade, aber es war einfach nicht mehr drin", klagte der Wiesbadener.

Für den vierten Deutschen lief es noch enttäuschender. Nach einem schlechten Start kam Adrian Sutil am Ende nur auf Position 17 ins Ziel. "Wir hatten ein paar Probleme am Anfang. Danach war das Rennen gelaufen."

McLaren bleibt vor Ferrari

Trotz des Ausfalls von Hamilton und des enttäuschenden elften Platzes für Heikki Kovalainen gab es für McLaren am Ende einen Grund zum Jubeln. Die Silberpfeile setzten sich im Konstrukteurspokal mit einem Punkt Vorsprung gegen den Erzrivalen Ferrari durch und sicherten sich den dritten Platz hinter Brawn GP und Red Bull. Mit Kimi Räikkönen auf Rang zwölf und Giancarlo Fisichella auf Platz 16 blieb auch Ferrari im letzten Saisonrennen ohne Punkte und musste sich mit Rang vier in der Teamwertung zufrieden geben.

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