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Grand Prix Abu Dhabi

Probleme in der Wüsten-Dämmerung

Yas Marina Circuit GP Abu Dhabi Foto: Yas Marina Circuit 46 Bilder

In Abu Dhabi erwartet die Formel 1 das erste Rennen, das bei Tageslicht gestartet und in der Dunkelheit beendet wird. Die Piloten und die Ingenieure stellt das vor besondere Herausforderungen, die im Simulator nur schlecht abbildbar sind.

29.10.2009 Tobias Grüner

Wer zu dieser Jahreszeit den Sonnenuntergang auf der arabischen Halbinsel beobachten will, der muss sich beeilen. Zwischen Abenddämmerung und tiefschwarzer Nacht liegen nur wenige Minuten. Die Organisatoren haben den Start auf 17 Uhr Ortszeit genau so gelegt, dass nach knapp der Hälfte des Rennens die Sonne hinter dem Horizont verschwindet.

Heidfeld warnt vor Blendgefahr

"Wir müssen mal schauen, was uns da erwartet", erklärt Nick Heidfeld am Donnerstag (29.10.) im Fahrerlager. "Wenn die Sonne so tief steht, könnte sie den Fahrern direkt ins Gesicht scheinen." Das Gelände ist bis auf einen 15 Meter hohen künstlichen Hügel im ersten Streckenabschnitt topfeben.

Trickreiche Schatten wird es aber trotz tief stehender Sonne nicht geben. Die Veranstalter werden schon zu Rennstart die Flutlichtanlage auf volle Touren aufdrehen, um den Übergang zwischen natürlichem und künstlichem Licht so einfach nahtlos wie möglich ablaufen zu lassen.

Rosberg: Visiere, Reifen und Setup

Auch Nico Rosberg ist sich noch nicht sicher, was er von dem Showeffekt halten soll. "Das wird wirklich interessant. Wenn die Sonne richtig brennt, brauchen wir eigentlich getönte Visiere. In der Nacht bei Flutlicht sind klare Visiere besser." Auch wenn Rosberg vergangene Woche drei Stunden im Simulator saß, konnten die Lichteinflüsse nicht im Computer einberechnet werden. Somit wird sich erst im zweiten freien Training am Freitag zeigen, wie schwierig der Übergang für die Piloten wird.

Aber nicht nur die Fahrer werden vor besondere Herausforderungen gestellt. Auch die Ingenieure müssen die wechselhaften Bedingungen einberechnen. "In der Dunkelheit haben wir eine rund 20°C niedrigere Asphalttemperatur", erklärt Rosberg. "Da kann der Reifen ganz anders reagieren. Vielleicht wäre dann auch ein anderes Setup besser." Somit können sich die Fans am Sonntag auf Spannung bis zum Schluss einstellen.

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