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Grand Prix Belgien - Ergebnis Qualifying

Sensationspole für Fisichella in Spa

Giancarlo Fisichella Foto: Force India 30 Bilder

Force India-Pilot Giancarlo Fisichella hat sich überraschend die Pole Position für das Rennen in Spa gesichert. Der 36-jährige Römer verwies Landsmann Jarno Trulli im Toyota auf Rang zwei. Die Favoriten starten aus den hinteren Reihen.

29.08.2009 Tobias Grüner

Die Ardennen-Achterbahn in Spa macht es möglich – die Formel 1-Welt steht Kopf. Giancarlo Fisichella ließ sich am Samstag im Qualifying die schnellste Zeit gutschreiben und sorgte damit für die erste Pole Position für das ehemalige Hinterbänklerteam von Force India. "Das habe ich wirklich nicht erwartet. Gestern lief es nicht so gut, aber wir haben es hinbekommen. Das ist ein tolles Ergebnis."

Allerdings ist zu erwarten, dass Force India die Chance des guten Speeds nutzen wollte und sich die Pole Position mit einem leichten Auto erkauft hat. "Wir waren schon ein bisschen aggressiv mit dem Sprit", grinste Fisichella.

Der Routinier aus Italien muss sich die erste Startreihe am Sonntag mit seinem Landsmann Jarno Trulli teilen. Dem Qualifying-Spezialisten aus Pescara fehlten am Ende 87 Tausendstel auf die Pole Position. "Wenn es gut läuft, wie hier, dann ist es immer einfach. Jetzt müssen wir nur noch verstehen, warum es manchmal nicht so gut läuft", sagte der Toyota-Pilot anschließend.

Heidfeld auf Startplatz drei

Nicht nur die erste Startreihe wies überraschende Namen auf. Auch dahinter wurde das gewohnte Kräfteverhältnis bunt durcheinander gemischt. Nick Heidfeld startet auf Rang drei und besitzt damit die beste Ausgangssituation der gesamten Saison. "Nach dem angekündigten Rückzug ist diese gute Leistung umso wichtiger, um einen Käufer für das Team zu finden", freute sich der Deutsche. "Meine Runde war wirklich gut."

Dahinter platzierte sich Rubens Barrichello als einziger Vertreter der Meisterschaftskandidaten in der Spitze auf Rang vier. Heidfelds BMW-Teamkollege Robert Kubica wurde Fünfter. Teamchef Mario Theissen kündigte bereits an, dass beide BMW relativ früh zum Tanken kommen könnten. Mitfavorit Kimi Räikkönen startet im Ferrari von Position sechs.

Glock, Vettel und Rosberg in den Top Ten

Zweitbester Deutscher wurde ebenfalls etwas überraschend Timo Glock auf Rang sieben. Die beiden favorisierten Red Bull mussten sich mit den Plätzen acht und neun begnügen, wobei Sebastian Vettel seinen Teamkollegen Mark Webber nur um 27 Tausendstel hinter sich ließ. "Wir haben uns schon ausgerechnet, ein bisschen weiter vorne zu stehen. Ich hatte einen kleinen Fehler und musste die letzte Runde abbrechen." Einen Platz dahinter startet Nico Rosberg von Rang zehn.

Adrian Sutil verpasste als einziger des deutschen Quintetts den Platz in der letzten K.O.-Runde. Nur 72 Tausendstel fehlten dem Gräfelfinger zum rettenden Ufer. "Der elfte Platz ist heute ein bisschen enttäuschend aber nicht schlecht. Fisico kriegt die weichen Reifen besser hin, bei mir sind die harten besser", analysierte der Force India-Mann. "An die Leistung von heute sollten wir morgen anknüpfen, es sieht sehr gut aus für Punkte."

Prominente Namen scheitern früh

Als schwachen Trost bleibt Sutil nur, dass er auf Platz elf immerhin einige prominente Namen hinter sich lassen konnte. Der mitfavorisierte Lewis Hamilton scheiterte auf Rang zwölf genauso wie Renault-Pilot Fernando Alonso auf 13. Die größte Überraschung war allerdings der 14. Rang für WM-Spitzenreiter Jenson Button. Für die Konkurrenz bietet sich im Rennen nun die große Chance, Boden gutzumachen.

Eine Überraschung lieferte schon der erste Qualifying-Abschnitt. Fisichella sorgte auch hier schon unter gleichen Bedingungen mit leeren Tanks überraschend für die erste Bestzeit. Am anderen Ende das Klassements fanden sich vor allem die Neulinge wieder. Neben dem Toro Rosso-Duo Sebastien Buemi und Jaima Alguersuari mussten auch Kazuki Nakajima, Romain Grosjean und Luca Badoer frühzeitig die Segel streichen.

In seiner letzten schnellen Runde warf der Massa-Ersatzmann sein rotes Auto sogar noch rückwärts in die Bande und beschädigte die Hinterradaufhängung. Auch wenn Badoer dem Feld nur noch sechs Zehntel hinterherfuhr, dürfte Ferrari die erneute Blamage mit Sorge sehen. Immer mehr verdichten sich die Gerüchte, dass schon in Monza ein anderer Pilot im Cockpit sitzt. Vielleicht wird es ja Giancarlo Fisichella.

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