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Grand Prix England - Ergebnis Rennen: Sebastian Vettel landet Auswärtssieg

Mit einer kontrollierten und fehlerfreien Fahrt hat Sebastian Vettel am Sonntag (21.6.) in Silverstone den zweiten Sieg der Saison gelandet. Der Heppenheimer verwies seinen Red Bull-Teamkollegen Mark Webber auf Rang zwei. WM-Konkurrent Jenson Button wurde nur Sechster.

Das haben sich die rund 90.000 Fans an der Strecke von Silverstone sicherlich anders vorgestellt. Während Sebastian Vettel an der Spitze einen ungefährdeten Sieg feierte, kam Lokalmatador Jenson Button nicht über einen sechsten Platz hinaus. "Das war wirklich super. Ein Traum ist heute wahr geworden", freute sich Vettel nach seinem zweiten Saisonsieg. "Das Rennen war aber nicht so einfach, wie es ausgesehen hat. Aber unser Auto war wirklich ein Traum zu fahren heute." Damit verkürzte der Heppenheimer seinen Rückstand in der WM-Wertung auf den Briten auf 25 Punkte.

Doppelsieg für Red Bull

Lokalmatador Button verfehlte dagegen ausgerechnet vor heimischem Publikum erstmals diese Saison einen Podiumsplatz. Auch die Siegesserie des WM-Favoriten riss nach vier Erfolgen in Folge. Neben Vettel konnten sich am Ende Mark Webber auf Rang zwei und Brawn-Pilot Rubens Barrrichello über Champagner auf dem Podest freuen. Webber hatte den vor ihm gestarteten Brasilianer nach dem ersten Boxenstopp überholen können und danach keine Mühe mehr gehabt, das weiße Auto hinter sich zu halten.

"Den Sieg habe ich gestern im Qualifying schon verloren. Leider hing ich im ersten Stint lange hinter Rubens fest. Anschließend war die Lücke zu Sebastian zu groß. Da konnte ich nichts machen", erzählte der Zweitplatzierte etwas enttäuscht.

Kampf bis zur Ziellinie

Auf Platz vier reihte sich überraschend Felipe Massa ein. Der Ferrari-Pilot konnte sich nach einem guten Start von Platz elf sukzessive vorarbeiten. Mit viel Sprit im Auto, einer guten Boxenstrategie und fahrerischem Können gelang es dem Vizeweltmeister auch schnellere Autos wie Nico Rosberg und Jenson Button hinter sich zu halten.

In den letzten Runden entwickelte sich ein spannender Kampf zwischen den drei genannten Piloten. Auf der überholfeindlichen Strecke in Silverstone gelang aber kein Manöver mehr. "Ich hatte am Ende etwas Probleme mit dem Reifen, vor allem in den langsamen Kurven. Deshalb ist Button immer näher gekommen", erklärte Rosberg.

Beide Ferrari in den Punkten

Jarno Trulli bewies dahinter wieder einmal, dass er im Rennen nicht so erfolgreich fährt, wie im Qualifying. Der auf Platz vier gestartete Toyota-Pilot schnappte sich auf Rang sieben etwas enttäuschende zwei Punkte. Kimi Räikkönen sicherte sich auf Platz acht den letzten WM-Zähler und brachte auch den zweiten Ferrari in die Punkte.

Für Timo Glock gab es dagegen nur den undankbaren neunten Platz. "Ich habe das Rennen schon am Start verloren. Danach war es praktisch unmöglich, in die Punkte zu fahren. Ich bin zwar noch einmal an Kimi herangekommen, aber überholen ging einfach nicht." Der Deutsche konnte immerhin noch den überraschend auftrumpfenden Force India von Giancarlo Fisichella auf Rang zehn verweisen.

Für den zweiten Force India lief das Rennen dagegen nicht so erfolgreich: Nach seinem Unfall im Qualifying musste Adrian Sutil aus der Box starten und beendete das Rennen mit einer Einstopp-Strategie auf Position 17. "Wir mussten mit der Taktik etwas probieren. Das war aber alles daneben", klagte der 26-Jährige. "Das Potenzian des Autos ist aber da. Wir hoffen, es im nächsten Rennen hinzukriegen."

Auch für den fünften Deutschen lief es nicht viel besser. Nick Heidfeld fiel nach einer Startkollision zurück und kämpfte sich mit einem unterlegenen Auto auf Platz 15. "Am Start wollte ich etwas probieren, was aber offensichtlich nicht gelang", klagte der Mönchengladbacher. "Jetzt hoffe ich auf neue Teile zum nächsten Rennen am Nürburgring." Sein BMW-Sauber Teamkollege Robert Kubica verfehlte die Punkte auf Rang 13 ebenfalls deutlich.

Silberpfeile enttäuschend

Für die einzigen Ausfälle eines eher ereignisarmen Rennens in Silverstone sorgten Heikki Kovalainen und Sebastien Bourdais. Bei einem gewagten Manöver touchierte der Toro Rosso-Pilot mit seinem Frontflügel das linke Hinterrad seines finnischen Konkurrenten. Mit beschädigten Autos fuhren die Beiden zunächst noch weiter, mussten aber später aufgeben.

"Ich habe nur einen Schlag von hinten gespürt und dann war Game Over", erklärte Kovalainen anschließend. "Das Auto hat sich komisch angefühlt. Bei den ganzen schnellen Kurven wollten wir kein Risiko eingehen." Auch für den zweiten Silberpfeil endete das Rennen wenig befriedigend. Lewis Hamilton, der im Vorjahr noch einen überragenden Heimsieg feierte, kam zur Enttäuschung seiner Fans nur auf Rang 16 Ziel.

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