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Grand Prix Italien - Ergebnis Rennen

Doppelsieg für Brawn GP

Rubens Barrichello Foto: Brawn GP 51 Bilder

Rubens Barrichello hat am Sonntag (13.9.) den Großen Preis von Italien gewonnen. Mit einem guten Start und der perfekten Strategie konnte sich der Brawn GP-Pilot am Ende gegen Jenson Button durchsetzen. Lewis Hamilton crashte in der letzten Runde auf Rang drei liegend.

13.09.2009 Tobias Grüner

Rubens Barrichello hat die Weltmeisterschaft noch nicht aufgegeben. Mit seinem zweiten Saisonsieg verkürzte der Brasilianer den Rückstand in der WM auf Spitzenreiter Jenson Button auf 14 Punkte. Mit Rang zwei konnte der Brite den Schaden allerdings in Grenzen halten. Bei noch vier ausstehenden Rennen kann es sich Button leisten, ein paar Punkte einzubüßen.

Fernduell gegen Hamilton

Den Grundstein für seinen Sieg legte Barrichello schon am Start. Vom fünften Platz überholte der Routinier schon vor der ersten Kurve den McLaren von Heikki Kovalainen, obwohl dieser mit dem Vorteil des Hybrid-Antriebs (KERS) ins Rennen ging.

"Das war die entscheidende Szene", erklärte Barrichello anschließend. "Zum Glück konnte ich meine Position verteidigen." Auch Button fuhr noch in der ersten Runde an Kovalainen vorbei. "Das war etwas undurchsichtig am Anfang. Aber zum Glück konnte ich ihn noch überholen. Sonst wäre ich am Ende sicher nicht auf Rang zwei gelandet", freute sich der Brite.

Anschließend ging es für die beiden Brawn in das Fernduell gegen Lewis Hamilton. Der McLaren-Pilot war auf einer Zweistopp-Strategie unterwegs und machte an der Spitze das Tempo. Als er nach seinem letzten Besuch an der Box in der 34. Runde wieder auf die Strecke zurückkehrte, waren die beiden weißen Autos allerdings schon durch.

In der letzten Runde kam es für den Silberpfeil dann richtig schlimm: In der ersten Lesmo-Kurve verlor er die Kontrolle über sein Auto und krachte heftig in die Mauer. "Ich wollte den Rückstand verkürzen und dann kam auf einmal die Wand. Ich weiß auch nicht, was passiert ist", zuckte der Weltmeister mit den Schultern. "Ich habe wohl einfach zu viel gepusht."

WM-Vorentscheidung gegen Red Bull

Für Button und Barrichello gab es neben dem Doppelsieg noch einen zweiten Grund zur Freude. Die Konkurrenz von Red Bull verließ Monza mit nur einem WM-Punkt. Mark Webber wurde in der ersten Runde von Robert Kubica ins Aus geschoben. Sebastian Vettel verlor in der Anfangsphase zu viele Plätze und beendete das Rennen nur auf Position acht. Damit verabschiedeten sich die beiden Bullen aus dem WM-Kampf.

"Das war ein bisschen frustrierend heute", klagte der Deutsche. "Am Ende haben wir noch einen Punkt abgestaubt, aber das Rennen haben wir in den ersten fünf Runden verloren. Der Speed war das ganze Wochenende nicht hervorragend. Im Rennen hatte ich sogar noch mehr Probleme als im Training."

Bestes F1-Ergebnis für Sutil

Für Adrian Sutil lief es da schon deutlich besser, obwohl er im spannenden Zweikampf um Rang drei am Ende gegen Kimi Räikkönen den Kürzeren zog. Die Entscheidung im Duell gegen den "Iceman" fiel schon am Start, als der Finne dank KERS am Force India vorbeiging. Zwar konnte der Deutsche die Zeiten von Räikkönen das ganze Rennen über mitgehen, an Überholen war allerdings nicht zu denken. Auch hier half dem Finnen seine 82 Hybrid-PS.

Beim zweiten Stopp gingen beide parallel an die Box. Räikkönen fuhr etwas zu früh los und musste noch einmal anhalten. Sutil bremste etwas spät und verlor ebenfalls Zeit. So blieb die  Reihenfolge unverändert. Für Sutil war der vierte Platz der größte Erfolg seiner Formel 1-Karriere. Bisher konnte der Deutsche nur beim achten Platz in Japan 2007 einen Punkt ergattern. "Das war eine große Erleichterung", freute sich der beste Deutsche an diesem Tag. "Den vierten Platz habe ich gebraucht. Beim zweiten Stopp war ich etwas spät auf der Bremse. So müssen wir uns mit dem vierten Platz zufrieden geben."

Heidfeld ebenfalls in den Punkten

Hinter Sutil sammelte auch Fernando Alonso wertvolle Punkte. Renault konnte mit Rang fünf endlich mal wieder sportliche Schlagzeilen schreiben, nachdem zuletzt nur noch über den Singapur-Skandal gesprochen wurde. Heikki Kovalainen musste sich hinter dem Spanier mit Platz sechs zufrieden geben. Der McLaren-Pilot verlor schon in den ersten Runden wertvollen Boden, als er zahlreiche Positionen einbüßte.

Nick Heidfeld sammelte auf Rang sieben ebenfalls wichtige WM-Punkte. Von Startplatz 15 kämpfte sich der Mönchengladbacher Platz für Platz nach vorne und holte sich nach 53 Runden die verdiente Belohnung ab. Dank der besseren Strategie ließ er am Ende auch den Red Bull von Sebastian Vettel hinter sich. Nach dem fünften Platz in Spa konnte Heidfeld in Monza das zweite Punkteergebnis in Folge feiern. "Ich bin sehr zufrieden. Es wäre noch mehr drin gewesen mit einem guten Qualifying ohne die Motorenprobleme gestern. So bin ich von Platz 15 gestartet und als Siebter ins Ziel gekommen. Darüber bin ich sehr glücklich."

Rosberg und Glock gehen leer aus

Die anderen beiden Deutschen hatten mit den Punkten nichts zu tun. Timo Glock landete auf Rang elf und fiel nur durch einen spektakulären Zweikampf mit Teamkollege Jarno Trulli auf. "Mir fällt wenig Positives zu diesem Rennen ein", grollte der Odenwälder anschließend. "Das einzig Spannende war der Kampf mit meinem Teamkollegen."

Nico Rosberg landete mit technischen Problemen als letzter gezeiteter Pilot auf Rang 16. Schon in der ersten Runde musste der Wiesbadener an die Box und hatte am Ende nichts mehr mit der Punktevergabe zu tun. "Ich hatte eine super erste Runde, habe viele Plätze gut gemacht", berichtet der Williams-Pilot. "Dann hatte ich einen Schlag auf den Vorderreifen bekommen. Deshalb der frühe Boxenstopp."

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