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Grand Prix Monaco 2009

Souveräner Doppelsieg für Brawn GP

GP Monaco 2009 Foto: dpa 64 Bilder

Mit einer dominanten Vorstellung hat Jenson Button am Sonntag (24.5.) in Monaco seinen fünften Saisonsieg gefeiert. Der WM-Spitzenreiter ließ seinem Teamkollegen Rubens Barrichello auf Rang zwei keine Chance.

24.05.2009 Tobias Grüner

Es war eine Demonstration der Stärke von Brawn GP. Wie vor zwei Wochen in Barcelona feierten die beiden weißen Renner auch in den engen Gassen von Monte Carlo einen Doppelsieg. Und erneut lautete die Reihenfolge an der Spitze Jenson Button vor Rubens Barrichello. Für den Briten war es der erste Erfolg beim traditionsreichen Stadtrennen am Mittelmeer.

"Das bedeutet mir sehr viel", erklärte der überglückliche Engländer im Ziel. "Es war ein hartes Rennen. Am Ende kamen die Mauern immer näher und man begann über den Sieg nachzudenken. Da musste ich mich konzentrieren. Am Ende konnte ich den Moment genießen." Auch Barrichello war zufrieden mit seiner Platzierung. Hinter Button ging der Brasilianer schon am Start an Kimi Räikkönen vorbei und ließ dem Ferrari-Piloten anschließend keine Chance mehr zu einem echten Angriff.

"Das war wirklich ein guter Beginn", erklärte Barrichello. "Leider habe ich mir dann im Windschatten von Jenson die Hinterreifen kaputtgefahren. Da habe ich mein Rennen dann schon verloren." Brawn wählte am Start die langsameren weichen Reifen. Während die anderen Piloten mit der supersoften Mischung teilweise viel Zeit verloren, blieben Button und Barrichello auf der "schlechten" Mischung sehr lange konkurrenzfähig. Trotz KERS-Schub gelang es Räikkönen nicht, auf der Strecke an Barrichello vorbeizuziehen.

Ferrari ohne Chance zum Angriff

Als die beiden Ferrari-Piloten, wie die meisten Fahrer im Feld, erst am Ende auf die weichen Reifen wechselten, blieb ihnen nur der Kampf um die verbleibenden Plätze. Am Ende gewann Räikkönen das Duell gegen Teamkollege Felipe Massa und sicherte sich seinen ersten Podiumsplatz in dieser Saison. "Damit müssen wir zufrieden sein", analysierte der Finne. "Am Start war es sehr rutschig und die Brawn hatten mit den weichen Reifen einen Vorteil. Leider bin ich anschließend nicht mehr am Brawn vorbeigekommen."
 
Hinter den beiden weißen und den beiden roten Autos lief Red Bull-Pilot Mark Webber auf Rang fünf ein. Der Australier profitierte von seiner cleveren Qualifying-Strategie. Im Zeittraining fuhr Webber mit relativ viel Sprit und konnte im Rennen länger auf der Strecke bleiben. So ging der Routinier nach dem ersten Stopp an Nico Rosberg und Heikki Kovalainen vorbei.

Rosberg auf Position sechs

Während Kovalainen später durch einen Unfall ausschied, konnte Nico Rosberg auf Rang sechs als einziger Deutscher WM-Punkte einfahren. "Der sechste Platz ist super", freute sich der Wahl-Monegasse. "Mehr war heute einfach nicht drin, auch wenn unser Mittelstint etwas lang war."Rosberg sorgte immerhin für das spektakulärste Überholmanöver des Rennes. Als sich Massa in der Schikane verbremste musste er Vettel wieder vorbeilassen. Dabei schlüpfte auch Rosberg innen durch und konnte sich zwischenzeitlich vor den Brasilianer setzen.

Der aussichtsreich auf Rang vier gestartete Sebastian Vettel fiel mit weichen Reifen schon zu Beginn zurück und musste seinen Red Bull nach einem Fahrfehler in der ersten Kurve Sainte Devote mit lädierter Radaufhängung hinten links abstellen."Wir haben uns mit den Reifen vertan und sind früher als geplant an die Box gekommen", berichtete der enttäuschte Heppenheimer. "Ich hatte ein kleines Problem mit der Servolenkung und war dann in der Kurve zu spät dran."
 
Auf den Rängen sieben und acht sicherten sich Fernando Alonso und Sebastien Bourdais die letzten Punkteplätze. Bourdais konnte sich dank vollgetanktem Auto von Platz 14 nach vorne vorkämpfen. Erst in der 50. Runde musste der Franzose bei seinem Toro Rosso Sprit nachfüllen lassen. Giancarlo Fisichella und Timo Glock komplettierten schließlich die Top Ten. "Der Speed auf weichen Reifen war am Ende nicht schlecht. Ansonsten gibt es nichts Positives von diesem Wochenende zu berichten", klagte der frustrierte Toyota-Pilot.

Enttäuschung für deutsche Piloten

Aus deutscher Sicht verlief der in diesem Jahr sehr spannungsarme Formel 1-Klassiker in Monaco nicht besonders zufriedenstellend. Neben dem Ausfall Vettels und dem zehnten Platz für Glock konnten auch Nick Heidfeld auf Position elf und Adrian Sutil auf 14 nichts Zählbares mit nach Hause nehmen.

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