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Grand Prix-Tagebuch 2011 Teil 3: China

Von Anglern, Fernsehköchen und Turnschuhen

Grand Prix Tagebuch 2011 - China Foto: Leppert 15 Bilder

In unserem Grand Prix-Tagebuch bieten wir Ihnen einen Blick hinter die Kulissen der Formel 1. Hier erzählen die auto motor und sport-Redakteure, was Ihnen auf den 19 Rennen des Jahres alles passiert ist. Teil 3: Shanghai - von Anglern, Fernsehköchen und Turnschuhen.

03.12.2011 Bianca Leppert

Auf den letzten Drücker machte sich die auto motor und sport-Crew auf den Weg von Malaysia ins ungeliebte China. Bei der Ankunft musste ich wieder an meine chaotische Formel 1-Premiere im vergangenen Jahr denken. Damals saßen wir in Shanghai fest, weil uns der Vulkan Eyjafjallajökull in Asche hüllte. Dieses Mal wollte uns nur der Smog die Sicht einschränken. Der war selbst an der Strecke außerhalb von Shanghai allgegenwärtig.

Piola-Technik: F1 Autos 2012 1:30 Min.

Angler im Fahrerlager

Das machte das Fahrerlager bei den Journalisten nicht gerader beliebter. Weil es so weitläufig ist, kann es passieren, dass man manche Fahrer am Wochenende kein einziges Mal zu Gesicht bekommt. Dafür trafen wir einen Angler. Die einzelnen Hospitality-Häuser der Teams sind von Wasser umgeben und mittendrin schipperte ein Chinese mit seinem Bötchen umher. Was auch immer er in dem Tümpel zu suchen vermochte (Glücksmünzen? Alte Socken? Einen Schatz?), er gab mit seiner Rettungsweste ein skurriles Bild ab. Und auch der Fernsehkoch Horst Lichter ließ sich nicht abschrecken und besuchte das Rennen im fernen Osten.

Zu meinen persönlichen China-Highlights gehörte der erste Besuch im Paddock Club. Dort haben Journalisten normalerweise keinen Zutritt, doch Kollege Benoit vom Schweizer Blick gehört mit mehr als 600 Grand Prix-Rennen mittlerweile zum Inventar der Formel 1 und lud mich zu einem kurzen Besuch ein. Hoch über der Rennstrecke amüsierten sich die Upper-Class-Formel-1-Fans. Eine Karte für den VIP-Bereich kostet mehrere tausend Euro.

F1-Piloten plündern Nike-Store

Aus sportlicher Sicht machte vor allem Lewis Hamilton auf sich aufmerksam. Der Brite gewann den China Grand Prix und beendete somit vorläufig die Dominanz von Sebastian Vettel. Der Heppenheimer fiel nicht nur mit seiner Pole-Position auf, sondern auch mit seinen neuen Schuhen. Viele Fahrer wohnten in Shanghai neben dem Nike-Store. Mit dem Ergebnis, dass neben Vettel auch Michael Schumacher und Nico Rosberg mit den angesagten bunten Nike Free im Fahrerlager herumwanderten.

Von besagtem Nike-Shop durfte ich mir am Montag nach dem Rennen selbst ein Bild machen. Weil unser Flieger erst am späten Abend ging, nutzte ich die Zeit für einen kurzen Besuch der Innenstadt. Dabei durfte der Spaziergang am Bund, der Uferpromenade des Huangpu-Flusses, nicht fehlen.

Kleine Welt in Shanghai

Ich streifte aber auch durch die Gassen und musste lernen, dass ein Metzger in Shanghai anders arbeitet als in Deutschland. Das Fleisch wird dort nicht etwa in Glastheken verkauft, sondern hängt einfach am Straßenrand und baumelt mit diversen Mücken und anderen Flugobjekten darauf einfach vor sich hin.

Mega-Städte funktionieren eben etwas anders. Wie klein die Welt ist, zeigte sich hingegen bei meinem Starbucks-Besuch mitten in der 23 Millionen-Einwohner Stadt, bei dem ich über einen Kollegen stolperte.

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