Die Zeiten in der Formel 1 sind hart. Länder wie Malaysia, China oder die Türkei haben dank staatlicher Förderung keine Probleme die finanziellen Wünsche von F1-Chef Bernie Ecclestone zu erfüllen. Allerdings fehlen hier neben Tradition, Flair und Prestige vor allem auch die Zuschauer.
In den traditionellen Formel 1-Ländern ist die Motorsportbegeisterung zwar nach wie vor vorhanden. Allerdings sind die Ausrichter immer weniger bereit, die horrenden Forderungen der Vermarkter zu bezahlen. Magny Cours und Montreal sagten bereits im Vorjahr "au revoir", nun droht auch Hockenheim das finanzielle Aus. Parallel zu den Verhandlungen mit der Strecke im Badischen wurde nun bekannt, dass F1-Chef Bernie Ecclestone vielleicht noch auf einen weiteren Formel 1-Kurs verzichten muss.
Toyota überdenkt Ausrichtung
Nach japanischen Medienberichten befindet die Hausstrecke von Toyota auf dem Absprung und will nicht wie ursprünglich geplant 2010 als Austragungsort des Grand Prix-Rennens bereitstehen. Der Autohersteller Toyota, in dessen Besitz sich die Strecke befindet, wollte die Gerüchte nicht dementieren. Es sei richtig, dass der Fuji Speedway, der 2007 nach seinem Umbau wieder im Rennkalender auftauchte, über verschiedene Möglichkeiten bezüglich der Austragung 2010 nachdenke, erklärte ein Toyota-Sprecher am Mittwoch (1.7.) der amerikanischen Nachrichtenagentur AP.
Zuletzt hatten sich die Toyota-Strecke mit dem Kurs in Suzuka im jährlichen Rhythmus abgewechselt. Sollte sich Fuji ganz verabschieden, müsste sich Suzuka entscheiden, den Grand Prix im Zwölf-Monats-Rhythmus auszurichten. Solange Toyota noch als Rennstall in der Formel 1 verbleibt ist es unwahrscheinlich, dass der Grand Prix von Japan ganz aus dem Kalender fliegt.





