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Grand Prix von Ungarn - Ergebnis Rennen

Weltmeister Hamilton meldet sich zurück

Lewis Hamilton Foto: McLaren 51 Bilder

McLaren-Pilot Lewis Hamilton hat am Sonntag (26.7.) in Budapest sein erstes Rennen in dieser Saison gewonnen. Der Weltmeister setzte sich souverän gegen Kimi Räikkönen und Mark Webber durch. Sebastian Vettel fiel mit defekter Vorderradaufhängung vorzeitig aus.

26.07.2009 Tobias Grüner

Zehn Rennen dauerte die sieglose Durststrecke. Rechtzeitig vor der vierwöchigen Sommerpause meldete sich Lewis Hamilton in Budapest wieder auf der höchsten Stufe des Podiums zurück. In einem souverän geführten Rennen übernahm der Weltmeister bereits in Runde 13 die Spitze und gab sie bis zur Ziellinie nicht mehr ab. Damit sorgte der 24-Jährige für den ersten Erfolg eines Hybrid-Autos in der Formel 1. Als "einen historischen Sieg" bejubelte Mercedes-Sportchef Norbert Haug die Glanzleistung seines Schützlings.

Schon am Start schoss der Silberpfeil mit Hybrid-Power an Sebastian Vettel vorbei. Den zweiten Red Bull von Mark Webber schnappte sich der Champion ebenfalls dank KERS in Runde fünf. Fernando Alonso, der von der Pole Position ins Rennen ging, musste kurz nach seinem frühen Stopp in Runde 13 aufgeben und stellte somit auch keine Gefahr mehr dar. Überlegen kontrollierte Hamilton in den letzten 57 Umläufen seine Führung und jubelte am Ende über den ersten Sieg seit dem GP China im Oktober 2008.

"Es ist ein unglaubliches Gefühl wieder hier zu sein nach den ganzen Problemen, die wir in dieser Saison hatten", freute sich der amtierende Weltmeister anschließend. "Ich bin so stolz auf unsere Mannschaft. Sie haben nie aufgegeben. So etwas sieht man selten." Der Sieg kam auch für Hamilton etwas überraschend: "Wir hatten eigentlich nicht gedacht, dass wir die Pace für den Sieg haben. Aber das Auto war wirklich fantastisch heute."

Auf den zweiten Platz schob sich in Ungarn etwas überrschend Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen. Der Teamkollege des am Vortag schwer verunglückten Felipe Massa profitierte ebenfalls am Start von seiner KERS-Power, als er drei Plätze gut machte. "Das hat schon geholfen. Dadurch konnte ich um das Podium kämpfen", berichtete der "Iceman". Nach dem Ausfall von Alonso ging der Finne beim ersten Boxenstopp auch an Mark Webber vorbei und gab Position zwei nicht mehr ab.

"Wir konnten heute leider nicht um den Sieg kämpfen. Da fehlt noch ein Stück. Aber Platz zwei ist für unser Team wenigstens etwas Positives an diesem Wochenende." Allerdings läuft gegen Räikkönen noch eine Untersuchung. Auf dem Weg in die erste Kurve legte er sich mit Sebastian Vettel an. "Da kann ich noch nichts zu sagen. Ich habe gar nicht bemerkt, dass ich ihn berührt habe."

Webber macht Punkte gut

Auch wenn Webber seine Glanzleistung vom Nürburgring nicht ganz wiederholen konnte, freute er sich am Ende über Rang drei. WM-Konkurrent Jenson Button lief auf Rang sieben ins Ziel und verlor in der WM weiter an Boden. Webber ist mit 19,5 Punkten Rückstand nun erster Verfolger des Briten. "Es ist eine kleine Überraschung. Wir dachten, dass wir etwas bessere Zeiten fahren könnten. Aber ich bin trotzdem glücklich. Es war ein guter Tag für uns."

Noch mehr Boden als Button verlor Sebastian Vettel. Schon am Start büßte die deutsche WM-Hoffnung nach einer Berührung durch Räikkönen mehrere Plätze ein. "Danach hatte ich die ganze Zeit Probleme", klagte der Heppenheimer. Nach seinem ersten Boxenstopp folgte dann das endgültige Aus: "Ich hatte keine Kontrolle mehr über das Auto." Die Vorderradaufhängung des Red Bull hatte sich verbogen.

Rosberg und Glock kämpferisch stark

Nach dem Ausfall Vettels musste Nico Rosberg aus deutscher Sicht die Kohlen aus dem Feuer holen. Wie am Nürburgring fuhr der Williams-Pilot ein engagiertes und fehlerfreies Rennen und sammelte auf Rang vier wertvolle Punkte. "Damit müssen wir zufrieden sein. Ich habe es am Start leider nicht geschafft, die KERS-Autos hinter mir zu halten, aber ein bisschen vom Chaos profitiert. Es war aber nicht optimal, wie das Auto mit den Reifen umgegangen ist." Hinter Rosberg belegte der zweite Silberpfeil von Heikki Kovalainen Rang fünf.

Auch Timo Glock zeigte sich wie gewohnt von seiner kämpferischen Art und blies von Beginn an mit sehr guten Rundenzeiten zur Aufholjagd. Von Rang 14 arbeitete sich der Toyota-Pilot bis auf Platz sechs nach vorne. "Wir hatten einen sehr guten Speed heute.Vor allem im Mittelstint war das Auto sehr schnell. Da konnte ich viel Zeit gutmachen." Neben Button ist der Deutsche damit weiterhin der einzige WM-Pilot, der in jedem Saisonrennen unter die ersten Zehn fahren konnte. "Jetzt müssen wir nur noch herausfinden, warum es im Qualifying nicht klappt."

BMW-Sauber wieder ohne Punkte

Auch Nick Heidfeld zeigte eine engagierte Leistung, die mit Platz elf allerdings ohne Punktelohn blieb. Immerhin konnte der Mönchengladbacher Teamkollege Kubica auf Distanz halten, der auf Rang 13 über die Ziellinie rollte. "So lange man nicht in die Punkte fährt, kann man aber nicht von Schadensbegrenzung sprechen", grummelte der Deutsche.

Knapp vor Heidfeld kam Rubens Barrichello auf Platz zehn ins Ziel. Genau wie Sebastian Vettel vergrößerte sich der Rückstand des Brasilianers in der WM-Wertung auf die beiden Führenden Jenson Button und Mark Webber. Barrichello liegt nun mit 26 Punkten Rückstand auf Rang vier, Vettel rutschte mit 23 Zählern Abstand auf Position drei.

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