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Grosjean bremste später

Verstappen bestraft für Unfall

Max Verstappen - GP Monaco - Formel 1 - 24. Mai 2015 Foto: xpb 49 Bilder

Es war die Schrecksekunde des Rennens. Max Verstappen krachte in der 63.Runde des GP Monaco in das Heck des Lotus von Romain Grosjean. Dann raste der ToroRosso ungebremst in die Absperrungen. Was wie ein Fehler von Grosjean aussah, war aus Sicht der Kommissare die Schuld von Verstappen.

24.05.2015 Michael Schmidt

Der Unfall lag in der Luft. Max Verstappen lief mit Riesenschritten auf Romain Grosjean auf. Der Holländer war mit frischen superweichen Reifen unterwegs, sein Gegner mit uralten weichen. Verstappen holte pro Runde 1,5 Sekunden auf den Lotus auf. Schon in der 62. Runde täuschte er ein Überholmanöver vor der St. Dévote-Kurve an.

In der 63. Runde krachte es. Aus Sicht von Verstappen bremste Grosjean ungewöhnlich früh. "Mindestens 10 bis 15 Meter", beharrte Verstappen. "Schwankungen von fünf Metern sind bei Tempo 280 normal, aber das war zu viel. Als ich merkte, wie früh er in die Eisen stieg, war es für mich schon zu spät." Grosjeans leichter Schwenk nach rechts war laut Verstappen kein Problem. "Das frühe Bremsmanöver hat mich überrascht. Es gab keine Chance zum Ausweichen."

Bei Auffahrunfall hat Hintermann die Schuld

Der Toro Rosso schlug sich am rechten Hinterrad des Lotus das rechte Vorderrad ab und rutschte mit hoher Geschwindigkeit fast ungebremst frontal in die Absperrungen der St. Dévote-Kurve. Verstappen stieg durchgeschüttelt, aber unverletzt aus. "Morgen werden mir wohl der Nacken und die Schultern weh tun", lächelte das Wunderkind gequält. Er konnte sich bei den vierlagigen Tecpro-Barrieren in der Kurve bedanken.

Der jüngste Formel 1-Fahrer aller Zeiten sah seinen Unfallgegner in der Verantwortung: "Wenn ich schuld wäre, würde ich es sagen. Aber ich habe nicht das Gefühl, dass es so war." Das sahen die Sportkommissare Lars Osterlind, Jose Abed, Christian Calmes und Tom Kristensen anders. Sie verdonnerten Verstappen zu einer Strafe. Er muss beim GP Kanada fünd Startplätze zurück. Und er bekommt zwei Punkte in sein Strafregister.

Verkehrte Welt? Verstappen und Toro Rosso werden sich so gefühlt haben. Die Daten sprechen eine andere Sprache. Grosjean hatte in der fraglichen Runde sogar ein bisschen später gebremst als die Runde zuvor. Eine Stimme aus der Rennleitung: "Außerdem kann Grosjean bremsen, wann er will. Er hätte ja auch ein technisches Problem haben können. Bei einem Auffahrunfall ist meistens der Hintermann verantwortlich."

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