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Grosjean-Defekt in Bahrain

Haas-Nasen werden verstärkt

Romain Grosjean - HaasF1 - Formel 1 - GP Bahrain - 1. April 2016 Foto: sutton-images.com 93 Bilder

Romain Grosjean klappte kurz vor dem Ende des zweiten Trainings der Frontflügel auf den Asphalt. Die Ingenieure bei HaasF1 haben das Problem aber schon erkannt. Die Befestigung der Nasen wird verstärkt.

01.04.2016 Tobias Grüner

HaasF1 gewinnt Formel 1-Erfahrung auf die harte Art und Weise. Auf den ersten Kilometern des Jahres musste das jüngste Team im Fahrerlager bereits viel Lehrgeld bezahlen. Die Carbon-Abteilung bei Dallara kommt kaum hinterher Ersatzteile zu beschaffen. Zum Glück hat man mit Gene Haas einen alten Rennsport-Hasen an der Spitze, der weiß wie steinig der Weg zum Erfolg ist.

Viel Pech für Haas bei Tests und in Melbourne

Die Reparaturrechnung stieg zuletzt immer weiter an. Schon bei den Testfahrten brach am Auto von Romain Grosjean ein Frontflügel. Bei einer Abschleppaktion in Barcelona wurde zudem das Chassis beschädigt. Das Gleiche passierte auch, als Esteban Gutierrez in Melbourne aus dem Kiesbett geborgen wurde. Beim Anheben durch den Kran riss die halbe Airbox ab. Das Chassis musste kurzfristig repariert werden.

Beim Trainingscrash mit Haryanto in Melbourne ging bei Grosjean noch ein Frontflügel zu Bruch. Auch der Unterboden musste ersetzt werden. Den Unterboden hatte es auch beim Crash von Gutierrez mit Alonso erwischt. Erst am Freitag kam in Bahrain eine große Holzkiste von Dallara an, um das Ersatzteillager etwas zu füllen.

Bei Grosjean löst sich die Nase

Im Freien Training ging das Pech des US-Teams dann in die nächste Runde. Bei Grosjean krachte kurz vor dem Ende der zweiten Sitzung der Frontflügel auf den Asphalt. "Als er über die Curbs gefahren ist, hat sich die ganze Nase vom Chassis gelöst", erklärt Teamchef Guenther Steiner. "Das Problem ist aber schon erkannt. Wir werden die Befestigung entsprechend verstärken."

Mit dem Flügelbruch bei den Testfahrten hatte das Problem nichts zu tun, betont Steiner. Weil sofort klar war, wo das Problem lag, wurde Grosjean auch direkt nach dem Zwischenfall mit einer neuen Nase wieder auf die Strecke geschickt. "Wir haben ihm gesagt, er soll die Curbs meiden. Aber sonst war alles in Ordnung."

Bis auf die unheimliche Pechsträhne geht das Formel 1-Projekt von Haas aber weiter gut voran. Laut Steiner greifen die Abläufe in der Box immer besser ineinander. Im Gegensatz zum verregneten Melbourne-Training konnten die Ingenieure mit den Fahrern am Bahrain-Freitag auch viel am Setup arbeiten.

Haas will mit beiden Autos ins Q2

Die Ziele für das Bahrain-Qualifying bleiben aber moderat: "Wenn wir beide Autos ins Q2 bringen, dann sind wir schon glücklich. Von dort kann man im Rennen die Punkte angreifen", so Steiner. Ähnlich wie der Ferrari ist auch der Haas-Renner über die Distanz besser als auf einer schnellen Runde. Grosjean hatte in Melbourne bewiesen, dass sein Auto besonders schonend mit den Reifen umgeht.

In China ist übrigens schon das erste größere Upgrade geplant. Haas will neue Frontflügel bringen. "Wir hätten es vielleicht schon für Bahrain geschafft", entschuldigt sich Steiner. "Aber ich will das Team nicht überfordern. Wir sind noch ganz neu. Und wir hatten jetzt genug Arbeit in den letzten Wochen. Wir müssen das Auto auch erst einmal kennenlernen und nicht gleich mit neuen Teilen kommen."

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