Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Grosjean im Aufwind

"Ich dachte schon an den ersten Sieg"

Romain Grosjean GP Japan 2013 Foto: xpb 63 Bilder

Romain Grosjean hat in Suzuka das beste Rennen seiner Karriere gezeigt. Nur die beiden Red Bull verhinderten den ersten Sieg des Lotus-Piloten. Chefingenieur Alan Permane vermutet, dass der Abgang von Teamkollege Kimi Räikkönen zu Ferrari ein Grund für die aktuelle Form des Franzosen ist.

13.10.2013 Tobias Grüner

Romain Grosjean landete zwar 2012 in Kanada schon einmal auf Rang 2. Doch gefühlsmäßig war der dritte Platz von Suzuka viel wichtiger für den gebürtigen Genfer. An diesem Sonntag (13.10.2013) war er der einzige Pilot im Feld, der mit den beiden Red Bull kämpfen konnte und damit einen langweiligen Doppelsieg verhinderte.

Den Grundstein legte Grosjean schon mit einem guten Start. "Als ich die Kupplung losgelassen habe, merkte ich sofort, dass es ein guter Start ist. Wenn man dann führt, macht es natürlich die Sache etwas einfacher." Bis zum ersten Boxenstopp lief noch alles nach Plan. "Am Anfang habe ich sogar noch gedacht, dass der Tag des ersten Sieges gekommen sei. Ich konnte eine Lücke zu Mark herausfahren und habe über Funk gesagt: Das Auto ist wundervoll heute. Das wird gut werden."

Lotus glücklich über die Leistung

Doch Red Bull gab sich nicht so schnell geschlagen. "Mark ist etwas früher reingekommen, als wir dachten. Da haben wir auch gewechselt. Aber leider war der Verschleiß dann nicht wie erwartet. Den zweiten Platz haben wir wohl im Mittelstint verloren. Da konnte Mark aufholen, als ich ein paar Caterham überrunden musste. Und auch am Ende waren wieder ein paar Autos vor uns. Das hat mich viel Zeit gekostet."

Grosjean wollte aber nicht klagen. "Wir sollten das positiv sehen. Wir konnten sie herausfordern. Das zählt für uns schon." Auch Chefingenieur Alan Permane strahlte nach dem Rennen. "Wir sind sehr glücklich. Es wäre natürlich schöner, noch weiter oben zu landen. Aber schon mit den Red Bulls kämpfen zu können, ist eine Leistung. Damit haben wir vorher nicht rechnen können. Die haben wir in unserem Briefing vor dem Rennen gar nicht erwähnt."

Auch in der WM-Wertung hat man Red Bull nicht im Visier. "Unser eigentlicher Kampf geht gegen Mercedes und Ferrari. Vor 2 Rennen waren wir noch rund 60 Punkte hinten. Jetzt sind wir nur noch 23 Punkte hinter Mercedes. Momentan sind wir zweite Kraft. Wir sind schneller als Ferrari im Qualifying und im Rennen. Und wir sind schneller als Mercedes - zumindest im Rennen. Zu Lewis im Qualifying fehlt noch etwas. Aber wir sind nah dran."

Grosjean auf einem Level mit Kimi

Permane sprach Grosjean nach dem Rennen ein großes Lob aus. Der Franzose ist aktuell die Nummer 1 im Team: "Es sieht danach aus, als hätte er momentan ein paar Vorteile gegen Kimi. Er holt aus dem Qualifying das Beste aus dem Auto heraus. Das liegt auch zum Teil daran, dass Kimi diese Reifen nicht besonders mag. Neu ist aber, dass Romain auch im Rennen eine gute Pace zeigt. Da war Kimi immer schon stark. Da ist Romain jetzt auf einem Level. Wenn Kimi einen besseren Samstag erwischen würde, könnte er auch mit den Red Bulls kämpfen."

Laut Permane könnte Kimis Abschied am Saisonende ein Auslöser dafür gewesen sein, dass bei Grosjean endlich der Knoten geplatzt ist. "Monza und Spa waren nicht unsere besten Rennen mit wenig Abtrieb. Aber danach hat er wirklich einen Schritt nach vorne gemacht. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass Kimi nächstes Jahr zu Ferrari geht und er jetzt entschieden hat, dass er das Team anführen will. Er ist einfach extrem fokussiert und konzentriert. Er macht alles richtig, hat viel Selbstvertrauen."

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden