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Grosjean sieht Lotus als zweite Kraft

"Uns fehlt ein halbes Zehntel pro Runde"

Lotus - Formel 1 - GP Indien - Delhi - 24. Oktober 2013 Foto: xpb 84 Bilder

Red Bull hat zurzeit nur einen Gegner. Nur Lotus kann die Dauersieger herausfordern. Trotzdem mussten sich Grosjean und Räikkönen in Korea und Japan geschlagen geben. Für einen Sieg reicht es noch nicht. "Uns fehlt ein halbes Zehntel pro Runde", meint Grosjean.

24.10.2013 Michael Schmidt

Nicht einmal der Jetlag konnte ihn aufhalten. Als Romain Grosjean aus Japan nach Europa zurückkehrte, da schaute er sich zuerst die Aufzeichnung des GP Japan an. Er sollte ihm die Antwort auf die Frage bringen, ob er dieses Rennen gewinnen hätte können, hätten er oder Lotus irgendetwas anders gemacht.

Der Franzose kam zu dem Schluss: "Platz zwei wäre das Maximum gewesen." Um Sebastian Vettel zu schlagen hätte Grosjean mehr Speed gebraucht. "Ein halbes Zehntel pro Runde." Das ist wahrscheinlich untertrieben. Da fehlten mindestens zwei Zehntel.

Zu wenig frische Reifen gespart

Ein Rätsel ist immer noch nicht gelöst. Warum haben im Rennen die harten Reifen nicht so gut funktioniert wie am Samstag? Grosjean zuckt die Schultern: "Es gibt Dinge, die kann man nicht erklären. Das Problem mit den harten Reifen gehört dazu. Am Freitag waren sie schlecht, am Samstag gut, am Sonntag wieder schlecht. Keine Ahnung warum."

Eine Erklärung könnte sein, dass sich Lotus in Suzuka zu wenige frische Sätze der harten Mischung für das Rennen aufgehoben hat. Das war auch der Grund, warum Grosjeans zweiter Stint acht Runden vor Vettels zu Ende war. "Dieser Reifensatz hatte bereits fünf Runden im Training abgespult. Sebastian hat also nicht acht Runden länger ausgehalten, sondern nur drei."

Ein Punkt, an dem Lotus noch arbeiten muss, ist die Traktion. "Da ist uns Red Bull überlegen. Die können einfach 20 Meter früher aufs Gas steigen als wir. Deshalb waren sie in Singapur unantastbar." Seine Erklärung: "Sie bringen den Diffusor mit dem Auspuff besser zum arbeiten."

Grosjean wartet auf Bestätigung von Lotus

Seit der Sommerpause setzt Grosjean seinen Teamkollegen Kimi Räikkönen zurück. Da der Finne zu Ferrari wechselt, müsste Grosjeans Vertragsverlängerung eigentlich nur noch Formsache sein. Trotzdem wartet der Franzose noch auf eine Bestätigung des Teams. "Ich nehme an, sie wollen erst die finanzielle Situation aussortieren, bevor sie die Fahrer bekanntgeben."

Im letzten Jahr musste Grosjean bis zum 16. Dezember warten, bis er Gewissheit hatte. Diese Frist hat er sich auch in diesem Jahr gesetzt. "Es wäre schön, wenn ich es bis dahin wüsste. Dann kann ich beruhigt in den Urlaub fahren." Gibt es einen Plan B? Nicht wirklich, wenn man zwischen den Zeilen liest. "Ich höre mich um", sagt der WM-Achte ohne große Begeisterung. Das hört sich nicht danach an, dass er mit Nachdruck an Optionen arbeitet.

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