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Gutierrez über die Konkurrenz

"Lotus und Red Bull sehen gut aus"

Esteban Gutierrez - Sauber -  Formel 1 - Test - Barcelona - 22. Februar 2013 Foto: xpb 21 Bilder

Für die meisten Piloten war der verregnete Testabschluss in Barcelona ein verlorener Tag. Nicht für Esteban Gutierrez. Der Sauber-Rookie legte die meisten Runden zurück, lernte das Auto unter verschiedenen Bedingungen kennen und lotete die Grenzen aus. Zweimal ging der Mexikaner sogar über das Limit.

22.02.2013 Tobias Grüner

Für einen Rookie ist es in diesem Jahr besonders schwer. Sechs Testtage bleiben jedem Fahrer nur zur Vorbereitung auf die Saison. Dann muss alles sitzen. Auf alle Situationen kann man sich in der kurzen Zeit nur schwer einstellen. Doch am verregneten Freitag (22.2.2013) gab es für Sauber-Neuling Esteban Gutierrez ein Lernprogramm im Schnelldurchlauf.

Gutierrez freut sich über Regen

"Für mich als Rookie war es perfekt, diese Bedingungen zu haben. Es war komplett trocken, halbtrocken und ganz nass. Wir haben Slicks, Intermediates und Regenreifen benutzt. Es war also die ganze Bandbreite an schwierigen Bedingungen, die man haben kann." Während viele Fahrer von einem verlorenem Tag sprachen, grinste der Mexikaner anschließend. "Ich bin wohl der einzige Pilot im Fahrerlager mit einem Lächeln im Gesicht."

96 Runden legte Gutierrez zurück. So viele, wie kein anderer. "Ich habe ein Formel 1-Auto noch nie bei solchen Bedingungen bewegt. Wir haben den Tag heute genutzt, ein bisschen zu experimentieren. Ich bin zum Beispiel mit Trockenreifen auf leicht feuchtem Untergrund gefahren. So etwas kann in einem Rennen immer mal passieren. Es ist wichtig, dass ich weiß, was auf mich zukommt", erklärte der Youngster über sein Tagesprogramm.

Großer Unterschied zu GP2

"Bei der Kälte und dem Regen war es nicht einfach, die Reifen überhaupt auf Temperatur zu bekommen. In der Früh habe ich kurzzeitig sogar im Auto gefroren. Ich habe meine Hand kaum noch gespürt." Nach der Sitzung wirkte Gutierrez allerdings frisch. Kein Vergleich zu Jerez, als er nach seinen ersten beiden Testtagen deutlich erschöpfter aussah.

Der letztjährige Dritte der GP2-Serie musste sich erst an das Fahrverhalten eines Formel 1-Autos im Regen gewöhnen. "Es ist schon ein großer Unterschied zu dem, was ich gewohnt war. Das Auto bricht schneller aus, es ist weniger berechenbar. Man hat natürlich mehr Abtrieb, aber wenn man zu Rutschen beginnt und die Strömung am Flügel abreißt, dann hat das drastische Auswirkungen. Das war eine neue Erfahrung."

Gutierrez tastet sich ans Limit

Zweimal konnte der Lateinamerikaner sein Sportgerät nicht mehr einfangen. Sowohl vor als auch nach der Mittagspause stopfte Gutierrez seinen Dienstwagen ins Kiesbett. Er sorgte damit für zwei von insgesamt acht Unterbrechungen. Der junge Sauber-Mann befand sich dabei jedoch in guter Gesellschaft. Auch Felipe Massa, Jean-Eric Vergne und Giedo van der Gaarde leisteten sich Ausrutscher.

Gutierrez nahm es locker. "Ich habe einfach die Grenzen ausgelotet. Es ist wichtig zu wissen, wo das Limit des Autos liegt. Das Team hat mir gesagt, ich soll Schritt für Schritt immer mehr pushen. Das waren auch die einzigen zwei Ausrutscher in den gesamten vier Testtagen." Sachschaden am C32 entstand bei den Abflügen nicht. Nach einer kurzen Reinigung ging es jeweils direkt weiter. "Es ist dabei aber wichtig, dass man das Auto in einem Stück nach Hause bringt", grinste der Mexikaner.

Sauber in guter Position

Gutierrez reist mit einem guten Gefühl nach Hause. Das Testprogramm läuft nach Plan. Auto und Fahrer sind in etwa dort, wo man sie vorher erwartet hatte. "Es verbessert sich ständig. Ich fühle mich immer wohler. Ich weiß, wo alle Knöpfe sind. Wir glauben, dass wir mit dem Auto in einer ganz ordentlichen Position sind. Aber natürlich weiß niemand genau, wo er steht."

Um einen Eindruck von der Konkurrenz zu bekommen, begab sich Gutierrez als Streckenspion auf den Circuit de Catalunya. "Ich war draußen auf der Strecke und habe mir ein paar Kurven angeschaut", berichtet der 22-Jährige. "Es hat mich überrascht, wie unterschiedlich die Autos liegen. Ich denke, Red Bull ist in einer sehr guten Position. Das kann man von außen sehen. Auch der Lotus gefällt mir."

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