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Erster Problemtag für Haas

"Fühlte sich nie wie neues Team an"

Esteban Gutierrez - HaasF1 - Barcelona - Formel 1-Test - 1. März - 2016 Foto: Stefan Baldauf 170 Bilder

In der ersten Testwoche hat HaasF1 alle überrascht. Der Neuling aus den USA hat ein Auto produziert, das auf Anhieb schnell und zuverlässig war. Die Mannschaft machte kaum Fehler. Erst am fünften Testtag gab es Stillstand. Esteban Gutierrez stieg nach 23 Runden aus.

01.03.2016 Michael Schmidt

Die erste Testwoche hätte für HaasF1 nicht besser laufen können. Der Neuling aus den USA spulte 1.443 Kilometer ab. Die Autos waren schneller, als es viele Konkurrenten erwartet haben. Esteban Gutierrez und Romain Grosjean lagen mit 1.25er Zeiten im Mittelfeld. Doch HaasF1 hatte noch keine superweichen Reifen ausgepackt und war nach den Mercedes-GPS-Analysen immer relativ schwer unterwegs.

Force India-Technikchef Andy Green unterschreibt das, was die Mercedes-Zahlen prognostizieren: "Die fahren auf Anhieb im Mittelfeld mit. Wir betrachten sie als echte Gegner." Teamchef Guenther Steiner war selbst überrascht: "Das Auto hat sofort funktioniert. Wir mussten nicht viel mit dem Setup herumspielen. Unsere Fahrer haben sich sofort wohl gefühlt."

HaasF1 spielte Melbourne

Erst am fünften Testtag gab es den ersten Rückschlag. Esteban Gutierrez stieg nach 23 Runden aus und nicht wieder ein. "Es gab Probleme mit der Benzinversorgung. Wir konnten sie am Nachmittag nicht mehr lösen", gab Steiner bekannt. Deshalb nutzte der Debütant den freien Nachmittag und spielte ein bisschen Melbourne. "Wir haben einige Prozeduren durchgespielt, die uns in Australien erwarten. Zum Beispiel die Legalitäts-Checks bei der FIA. Wir haben unseren Frontflügel und den Unterboden auf Verbiegung gecheckt und sind dabei im erlaubten Bereich."

Stichwort Frontflügel. An den Aufhängungen sind immer noch die provisorischen Verstärkungen zu sehen. Steiner verspricht: "Vor Ende der Testfahrten treffen hier noch neue Flügel ein, bei denen das Problem endgültig gelöst ist." Romain Grosjean hatte am ersten Testtag bei 320 km/h einen Flügel auf der Zielgeraden verloren.

Das war einer der wenigen Fehler, die dem jungen Team passiert sind. "Die meisten unser Jungs haben ja Formel 1-Erfahrung", erklärt Steiner die erstaunlich reibungslose Eingewöhnungsphase. "Einmal hatten wir vor einem Longrun zu viel Tape auf die hinteren Bremsbelüftungen geklebt. Dabei haben die Bremsen überhitzt. Das hat uns 2 Stunden gekostet."

4 Tage in 3 Sessions packen

Für Gutierrez war der verlorene Tag kein Beinbruch: "Zum Glück hatten wir eine gute erste Woche. Wir müssen halt jetzt 4 Tage Arbeit in 3 packen." Er selbst wird vor Melbourne nur noch einen Tag im Auto sitzen. "Ich hätte gerne mehr, aber damit muss ich leben. Nächsten Montag gehe ich noch einmal in den Ferrari-Simulator."

Der Mexikaner hatte nie das Gefühl, für ein neues Team zu fahren. "Ich habe nur an ein paar Details gemerkt, dass wir neu im Geschäft sind. Aber im Großen und Ganzen geht es hier zu wie bei einem etablierten Team." Auf Upgrades werden die HaasF1-Fahrer noch etwas warten müssen. Sie sollen zum GP Spanien kommen. Steiner scherzt: "Wir haben als Neuling ein ganz großes Upgrade hier. Und das wollen wir erst einmal verstehen." Deshalb stehen an den verbleibenden 3 Tagen eine Rennsimulation mit Boxenstopps und Setup-Arbeit auf dem Programm.

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