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HaasF1 zieht positive Bilanz

„Nur mit 10 Punkten gerechnet“

Haas F1 - Formel 1 - Formcheck - GP Australien 2016 Foto: sutton-images.com 19 Bilder

HaasF1 hat seine erste Saisonhälfte mit Anstand abgeschlossen. Platz 8 mit 28 Punkten. Das ist mehr als erwartet. Teamchef Guenther Steiner sieht in seiner Halbzeitbilanz keine speziellen Baustellen. Dafür Verbesserungsbedarf auf allen Ebenen.

05.08.2016 Michael Schmidt

Guenther Steiner ist ein Freund klarer Worte. Nach einem halben Jahr Formel 1 zieht der Teamchef von HaasF1 zufrieden Bilanz. „Wir haben gehalten, was wir versprochen haben. Und wir haben nichts dramatisch falsch gemacht.“ HaasF1 liegt nach 12 Rennen mit 28 Punkten auf Platz 8 der Konstrukteurs-Wertung. „Ich hatte eigentlich nur mit 10 Punkten gerechnet“, gibt Steiner zu.

Der Start in das Abenteuer war eine Sensation. Romain Grosjean holte bei den ersten beiden Rennen WM-Zähler. Dann wurde es mit dem Punktesammeln zäher. Nur noch bei den Rennen in Russland und Österreich kam Zählbares hinzu. Das US-Team bezahlte dafür, dass jedes Rennen für die Newcomer bei Null beginnt. „Wir haben keine Vergleichswerte und müssen uns erst einmal eine Datenbank anlegen“, erklärt Steiner.

Reifenmanagement zu 75 Prozent auf Ballhöhe

Ohne Referenz ist es doppelt schwer, wenn die Reifendrücke immer höher klettern, oder das Wetter für unbeständige Bedingungen sorgt. Auch ein neuer Streckenbelag stellt einen Neuling vor größere Aufgaben als ein etabliertes Team. Weil dort die Abläufe, sich auf neue Begebenheiten einzustellen, bereits eingespielt sind.

Im Verlauf der Saison begann HaasF1 das Manko beim Reifenmanagement wettzumachen. „Je mehr Daten wir bekamen, umso mehr wussten wir, was wir zu tun hatten, wenn Probleme auftraten. Wir haben in den letzten 6 Rennen unheimlich viel gelernt, weil sie alle so kurz aufeinander gefolgt sind und jede Rennstrecke vom Typ und jeder Asphalt von seiner Beschaffenheit anders war.“ Steiner schätzt, dass man bei der Behandlung der Reifen zu 75 Prozent auf Ballhöhe ist.

Auch bei der Fahrzeugentwicklung betrat der US-Rennstall Neuland. Hier waren Technikchef Rob Taylor und seine Leute auf sich angewiesen. Die Hilfestellung von Ferrari hält sich unter der Saison in Grenzen. „Die Upgrades haben alle etwas gebracht. Nur die Umsetzung vom Windkanalmodell bis zum echten Teil am Auto dauert noch etwas zu lang“, kritisiert Steiner. Die Abstimmungsarbeit ist auch kein Zufallsprodukt mehr. „Nach dem ersten Training wissen wir schon ziemlich genau, was zu tun ist.“

Fahrerwahl erst nach der Europa-Saison

Generell sieht Steiner keine gravierenden Baustellen. „Es gibt keinen Punkt, in dem wir völlig daneben liegen. Wir haben eine solide Basis, auf der wir wachsen können. Das Ziel ist es, das Gesamtniveau höher zu legen.“ Im Moment arbeiten 200 Leute bei HaasF1, Dallara und Ferrari. „Wir werden wachsen müssen und sind dabei auszuloten, wo wir 2017 Verstärkung brauchen.“

Obwohl noch ein Upgrade (Frontflügel, Bremsbelüftungen hinten) für Singapur geplant ist, hat HaasF1 früh die Weichen für 2017 gestellt. „Im Prinzip arbeiten wir seit Februar am neuen Auto.“

Steiner hat vor der großen Nagelprobe keine Angst. „Uns hat 2016 auch keiner Kredit gegeben. Wir wissen, dass das zweite Jahr immer das schwierigste ist, sehen aber keinen Grund, warum wir 2017 schlechter dastehen sollten als jetzt. Die Zusammenarbeit mit Ferrari geht so weiter wie bisher.“

Über die Fahrer macht sich das Team von Gene Haas erst nach der Europa-Saison Gedanken. Romain Grosjean gilt als gesetzt. Esteban Gutierrez wackelt. Der Mexikaner wartet immer noch auf seinen ersten Punkt. Als Ersatz werden und wurden viele Namen gehandelt, darunter auch Ferrari-Schützling Charles Leclerc, Felipe Nasr, Sebastien Buemi, Pascal Wehrlein. Vielleicht kommt auch einer zum Zug, der beim großen Sesselrücken übrigbleibt.

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