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Haas-Rückschlag in China

"Mit dem Setup nicht am Ball"

Esteban Gutierrez - GP China 2016 Foto: sutton-images.com 25 Bilder

HaasF1 war die Sensation der ersten beiden Grand Prix. Der Neuling sammelte auf Anhieb 18 Punkte. Beim GP China blieb das Konto des US-Teams leer. Es lag an der Strecke, dem Set-up und schwierigen Umständen, die den etablierten Teams halfen.

22.04.2016 Michael Schmidt

So hat sich schon lange kein neues Team mehr präsentiert. 8 Punkte beim ersten Rennen, 10 beim zweiten. Als der GP-Tross nach China reiste, stellte man sich die Frage: Und wie geht es weiter? HaasF1 lag nach zwei Grand Prix auf Platz 5 in der WM. Den sechsten Platz von Romain Grosjean in Melbourne mochte man noch glücklichen Umständen zuschreiben, doch in Bahrain fuhr der Franzose aus eigener Kraft auf einen zweistelligen Punkterang.

Grosjean sagte vor dem GP China: "Wenn wir auch hier eine gute Figur machen, sind wir überall stark." Er hatte wohl so eine Vorahnung, dass es auf dem Kurs von Shanghai schwieriger werden könnte. Es war die erste Strecke im Kalender, auf der die Vorderreifen mehr leiden als die Hinterreifen. Und das war für HaasF1 eine völlig neue Aufgabe. Weil die Qualität des Autos darin liegt, die Hinterreifen zu schonen.

Hohe Reifendrücke erschweren Aufgabe für Haas

Für HaasF1 ist alles neu. Es gibt keine Daten aus der Vergangenheit. Während die Konkurrenz mit einem Basis-Setup zu jedem Rennen reist, beginnt das US-Team mit einem weißen Blatt Papier. In Bahrain konnte die Truppe von Gene Haas von den Erfahrungen aus Melbourne zehren. Für Shanghai gab es kein Handbuch. Die Ingenieure standen vor dem Problem, die Vorderreifen bei Laune zu halten.

Die Setup-Arbeit wurde durch zwei Faktoren erschwert. Pirelli hatte eine Woche vor dem Grand Prix den ohnehin schon hohen Luftdruck der Vorderreifen von 22 auf 23 PSI erhöht. Damit reduzierte sich ausgerechnet die Auflagefläche des kritischen Reifens.

Die etablierten Teams können in ihren Archiven kramen und nachschauen, wie man darauf reagiert. "Ich kann einbringen, was wir letztes Jahr bei Lotus gemacht haben, aber der Lotus war ein anderes Auto als der HaasF1", bedauert Grosjean.

Neuer Frontflügel wieder eingezogen

Der neue Frontflügel (siehe Galerie) kam zum falschen Zeitpunkt. Weil er die Techniker in die Irre führte. Es war nicht mehr festzustellen, ob die Setup-Probleme von der Neukonstruktion herrührten oder genereller Natur waren. Deshalb entschied das Technikteam, den neuen Flügel wieder abzumontieren. "Wir werden ihn beim nächsten Rennen wieder ausprobieren", erklärte Teamchef Guenther Steiner.

Der Südtiroler brachte die Balanceprobleme mit einem Satz auf den Punkt: "Wir waren mit dem Setup nicht am Ball." Also kein Alarm. Das Auto ist in Ordnung. Und die Konkurrenz ist auch nicht stärker geworden. Keiner hatte neue Teile an Bord. HaasF1 stolperte über den Mangel an Erfahrung

Auch Sochi könnte schwierig werden. Weil die Strecke die Reifen kaum belastet. Oft kommen schnelle Zeiten im Training erst in der zweiten oder dritten Runde. Einstopp-Rennen sind möglich. Also wieder eine neue Erfahrung für den US-Rennstall.

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