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HaasF1 mit positiver Saisonbilanz

Der beste Formel 1-Neuling seit 20 Jahren

HaasF1 - GP Abu Dhabi 2016 Foto: sutton-images.com

HaasF1 hat in Abu Dhabi zum achten Mal die WM-Punkte um einen Platz verfehlt. Trotzdem zieht Teamchef Guenther Steiner eine positive Bilanz. Und der US-Rennstall liegt gut im Zeitplan mit dem 2017er Auto.

06.12.2016 Michael Schmidt 1 Kommentar

Schon wieder der undankbare 11. Platz. Zum achten Mal in dieser Saison. Romain Grosjean und Esteban Gutierrez kamen in Abu Dhabi auf den Plätzen 11 und 12 ins Ziel. Guenther Steiner nimmt es von der lockeren Seite: „Hätten wir acht Mal je einen Punkt geholt, wären wir in der WM-Wertung auch nicht weiter vorne gestanden. Aber jeder Punkt mehr hätte uns bei der Team-Lizenz, der Fahrer-Superlizenz und bei den Punkteprämien für die Fahrer mehr Geld gekostet.“

HaasF1 landete in seiner ersten Formel 1-Saison mit 29 Punkten auf dem 8. Platz. Das bringt 2017 rund 20 Millionen Dollar Platzierungsgeld aus Bernie Ecclestones Kasse. Schafft es der Rennstall 2017 noch einmal in die Top Ten, kommen in der Folgesaison noch einmal 35 Millionen dazu. Doch das ist noch Zukunftsmusik. Zuerst blickt Steiner auf die abgelaufene Saison zurück: „Es ging rauf und runter, aber ich glaube, wir haben uns unter dem Strich ordentlich geschlagen. Wir sind der beste Neuling der letzten 20 Jahre.“

Standfestigkeit muss bei HaasF1 besser werden

Was Steiner wichtig ist: „Wir haben gehalten, was wir versprochen haben.“ Es wäre mehr möglich gewesen, doch das haken die US-Boys als Anfängerpech ab. Am meisten schmerzt vielleicht Grosjeans Unfall auf der Fahrt zur Startaufstellung in Brasilien. „Das darf nicht passieren, wenn du als Siebter startest. Sainz ist von Platz 15 losgefahren und am Ende Sechster geworden. An dem Tag war mehr möglich.“

Auch die Standfestigkeit muss besser werden. Mit 10.689 Rennkilometern liegt HaasF1 nur auf dem vorletzten Platz. Zu den insgesamt 10 Ausfällen trug sieben Mal die Technik dabei. Vier der Defekte gingen auf das Konto von Ferrari. Dazu zählen die Schäden an der MGU-K, am Brake-by-wire, dem Getriebe und auch der Radverlust in Malaysia. Radnabe, Radmutter und Felge sind identisch mit den Komponenten vom großen Bruder.

Das neu zusammengewürfelte Team ist im Laufe des Jahres zusammengewachsen. Passten zu Saisonbeginn erst 50 Prozent der Abläufe, sind es jetzt bereits 75 Prozent. Das Team ist um 20 Personen auf 200 Mitarbeiter gewachsen. 80 arbeiten bei Dallara, 80 in der Fabrik in Banbury und die restlichen 40 im Hauptquartier in Kanapolis. Dort sitzt die Verwaltung, die Verarbeitung sämtlicher Frästeile und der Bau der Windkanalmodelle, die dann bei Ferrari in Maranello getestet werden.

Seit Juli zu 100 Prozent am 2017er Auto

Das zweite Jahr ist immer das schwierigste. Auch wenn man einen Partner wie Ferrari hat, der einem die größten Brocken abnimmt, so dass man sich auf das Wesentliche konzentrieren kann. Rundenzeit bringt hauptsächlich die Aerodynamik. HaasF1 arbeitet seit März 2016 schon am 2017er Auto. „Zunächst 50 zu 50 Prozent mit dem aktuellen Modell. Ab Juli zu 100 Prozent“, verrät Steiner.

Das neue Chassis ist im Zeitplan. Am 10. Januar hat sich die FIA für die komplette Crashtest- und Belastungsprüfungen angemeldet. Der neue Ferrari-Motor läuft bereits auf dem Prüfstand. Das Getriebe befindet sich in der Konstruktion. Da muss Ferrari nachlegen. Es gab in diesem Jahr zu viele Schäden. Beim Werksrennstall und den Satellitenteams. Steiner ist vor 2017 nicht bange: „Wir haben Respekt vor dem zweiten Jahr, aber keine Angst. Es ist jedem bewusst, dass es härter wird als das erste Jahr. Aber wir sind gut darauf vorbereitet.“

Neuester Kommentar

Hat sich Haas jetzt mit Ecclestone geeinigt? Weil das stand ja lange noch aus.

qayx 6. Dezember 2016, 11:51 Uhr
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