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HaasF1 vor Stunde Null

"Lassen alles auf uns zukommen"

HaasF1 - GP Australien - Melbourne - 16. März 2016 Foto: ams 45 Bilder

Der Countdown tickt. Noch 2 Tage, dann beginnt die Feuertaufe für HaasF1. Die Amerikaner sehen trotz der Probleme bei den Testfahrten dem GP-Debüt verhalten optimistisch entgegen.

16.03.2016 Michael Schmidt

Die Generalprobe war für HaasF1 eine heilsame Erfahrung. Bei den Testfahrten in Barcelona erlebte das US-Team alles zugleich. Zunächst die Schrecksekunde. Der Frontflügel fiel auf der Zielgeraden ab. Heute weiß man warum. "Ein produktionstechnisches Problem. Irgendetwas war nicht richtig verklebt", blickt Teamchef Guenther Steiner zurück. Das Problem ist aus der Welt geschafft. HaasF1 hat 5 Frontflügel im Gepäck.

Dem spektakulären Auftakt folgten respektable Rundenzeiten. HaasF1 sah in der ersten Testwoche aus wie ein Team, das schon immer dabei ist. Nur um zu Beginn der zweiten Woche von einer Defektserie heimgesucht zu werden, die 2 volle Tage kostete. Da war es auch nur ein geringer Trost, dass die Schäden im Einflussbereich von Motorenpartner Ferrari lagen.

Setup-Arbeit blieb bei HaasF1 auf der Strecke

Am Ende standen 2.207 Testkilometer auf der Uhr. Das neue Team hätte gerne mehr abgespult. "Du willst immer mehr testen, egal wie viel du am Ende schaffst", philosophiert Steiner.

Das verkürzte Programm bedeutete, dass Abstimmungsarbeiten am Auto auf der Strecke blieben. "In der ersten Woche wollten wir wissen, wie das Auto funktioniert. Das konnten wir abhaken. Leider blieb uns für die Entwicklungsarbeit nur der letzte Tag. Wir hätten gerne das Datenbuch mehr aufgefüllt", bedauert Steiner. Also Antworten auf Fragen finden wie diese: Was macht das Auto, wenn wir Federn wechseln?

Am Ende blieb die Erkenntnis: "Das Auto ist gut. Es kommt darauf an, was wir damit anstellen. Alles ist möglich, von Punkten bis zu einem Auftakt voller Schwierigkeiten. Es liegt an uns, wie gut wir das Auto nutzen."

Kein Ärger über neuen Quali-Modus

HaasF1 will die Formel 1 auf sich zukommen lassen. Das Team hat sich deshalb auch nicht allzu sehr damit aufgehalten, sich und die Konkurrenz zu analysieren. "Wir beschäftigen uns mit uns selbst. Wenn wir in dem Punkt etwas brauchen, gehen wir zu Ferrari. Wir haben für diese Arbeit nur einen Strategiemann. Ein Aufwand wie bei den Top-Teams für die Analyse macht für uns keinen Sinn", sagt Steiner.

Auch der neue Qualifikationsmodus beschäftigt HaasF1 nur am Rande. Während die Konkurrenz über die Sinnhaftigkeit des neuen Modus diskutiert, bleibt Steiner gelassen: "Wir ärgern uns über gar nichts. Für uns ist sowieso alles neu. Wir können nur lernen. Besser etwas lernen, das auch für alle anderen neu ist."

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