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Haas-Wunder geht weiter

"Das ist schon etwas verrückt"

Romain Grosjean - GP Bahrain 2016 Foto: xpb 45 Bilder

Romain Grosjean ist für Neuling HaasF1 schon wieder in die Punkte gefahren. Nach dem Strategie-Glück in Australien war der fünfte Platz in Bahrain völlig verdient. Grosjean freut sich besonders, dass er es den Experten gezeigt hat, die seinen Wechsel von Lotus kritisiert hatten.

03.04.2016 Tobias Grüner

Nach dem sechsten Platz beim Debüt in Melbourne sprach Romain Grosjean davon, dass es sich wie ein Sieg anfühlte. Rang 5 in Bahrain hinterließ den Franzosen dagegen sprachlos: "Das ist schon etwas verrückt. Das war ein traumhafter Start. Es fühlt sich so an, als müssten wir langsam mal aufwachen. Wir haben als Team hart gearbeitet. Diese Ergebnisse sind eine tolle Belohnung. Wir müssen aber aufpassen, dass wir nicht in Euphorie verfallen."

Bahrain hat auch einigen Konkurrenten die Augen geöffnet. HaasF1 ist schon im zweiten Rennen mittendrin im Mittelfeld. In Bahrain wurde Grosjean nur von Mercedes, Ferrari und Red Bull geschlagen. In der Gesamtwertung liegt der Pilot nun mit 18 Punkten auf Rang 5. "Der sechste Platz in Australien war etwas glücklich. Aber heute war es ein ganz normales Rennen. Das hat richtig Spaß gemacht. Wir hatten einige gute Kämpfe und konnten sogar die Williams überholen", strahlte der Fahrer anschließend.

Aggressive Strategie zahlt sich aus

Möglich machte die Leistung auch eine gute Strategie. Als einziger wählte Grosjean eine aggressive Taktik mit 3 Boxenstopps und der weichsten Kombination, die möglich war: supersoft, supersoft, supersoft, soft. "Unser Aufhängungsdesign hilft uns dabei die Reifen am Leben zu halten. Wir haben viel Traktion. Man muss nur darauf aufpassen, dass man sich keinen Verbremser leistet. Dann kann man es vergessen."

Dabei erwischte Grosjean gar nicht das perfekte Rennen. Beim letzte Boxenstopp musste der Mechaniker hinten links zwei Mal ansetzen, wodurch 3 Sekunden verloren gingen. Dann habe es zwischendurch noch ein Problem mit der Motoreinstellung gegeben, durch das 2 Sekunden verloren gingen, berichtete der gebürtige Genfer später.

Grosjean will weiter in die Punkte

Grosjean ist zuversichtlich, dass die gute Form in den nächsten Rennen gehalten werden kann: "Wir haben noch viel Potenzial im Auto. Es sollten noch viele Punkte-Resultate kommen. Vielleicht auch noch einige Top-5-Ergebnisse. Auch in Sachen Entwicklung können wir hoffentlich mit den anderen mithalten. Guenther (Steiner) wird schon dafür sorgen, dass wir die nötigen Mittel von Gene (Haas) bekommen. Wir haben viele erfahrene Leute im Team, die wissen, in welche Richtung wir weiterentwickeln müssen."

Besonders freut sich Grosjean, dass er es den Kritikern gezeigt hat, die den Wechsel zu Neuling Haas in Frage gestellt haben: "Tut mir leid, Jungs. Ich habe die Entscheidung getroffen, weil ich an dieses Projekt glaube. Heute sieht man, dass es so gekommen ist, wie ich mir es vorgestellt habe. Nach vielen Jahren mit Renault und Lotus, war es ein notwendiger Schritt, auf eigenen Beinen zu stehen. Ich sammele jetzt meine eigene Erfahrung."

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