Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Hält Mercedes alle auf?

Monaco-D-Zug mit silberner Lokomotive

Nico Rosbeg GP Monaco 2012 Foto: xpb 73 Bilder

Der GP Monaco könnte ein höchst unterhaltsames Rennen werden. Mercedes ist auch im Fürstentum in der Lage, zwei Autos in die erste Startreihe zu bringen. Die Reifen werden zwar nicht so stark abbauen wie in Barcelona, doch die Silberpfeile könnte einen Stau verursachen.

17.05.2013 Michael Schmidt

In der Vergangenheit waren Red Bull und Sebastian Vettel oft eine sichere Bank für die Pole Position. Das ist jetzt anders. Seit drei Rennen startet immer ein Mercedes vom besten Startplatz. Zuletzt sogar im Doppelpack. Die Freude im Camp der Silberpfeile hielt jedoch nicht lange an.

In Shanghai konnte sich Lewis Hamilton nur vier Runden an der Spitze behaupten. Nico Rosberg verteidigte seine Führung in Bahrain lediglich zwei Runden lang. In Barcelona hatte Rosberg immerhin die ersten zehn Runden die Nase vorn. Dann passierte immer das gleiche: Die Reifen brachen ein. Mercedes hat ein schnelles Auto für das Rennen, nicht aber über die Distanz.

Mercedes Favorit in Monaco?

Als nächstes Rennen steht Monte Carlo auf dem Programm. Der Klassiker, den jeder gewinnen will. Fernando Alonso sagt es frei heraus: "Mercedes ist Favorit. Sie haben zuletzt drei Mal in Folge die Pole Position geholt, und sie wären letztes Jahr mit Michael Schumacher auf der Pole Position gestanden, hätte er keine Strafe bekommen. Es wäre eine Überraschung, wenn sie nicht wieder auf die Pole fahren würden."

Doch was passiert dann? Wird hinter Rosberg und Hamilton der schnellste Stau der Welt entstehen? "Es könnte ein D-Zug werden", meinte Rosberg in schon in Barcelona. Eine Trumpfkarte hat der Wahlmonegasse. Der Reifenverschleiß ist in Monte Carlo nicht so kritisch wie zuletzt in Bahrain und Barcelona. Und in den engen Gassen des Fürstentums kann man den Ansturm der Konkurrenz auch abwehren, wenn man zwei Sekunden langsamer ist.

Rosberg will die eigenen Chancen nicht überbewerten: "Momentan haben wir ein gutes Auto fürs Qualifying, was in Monaco sehr hilfreich ist. Auf dieser Strecke ist die Startposition so entscheidend, dass die Qualifikation die wichtigste des Jahres ist. Das könnte uns einerseits entgegenkommen, aber andererseits gibt es so viele Unbekannte, besonders mit Blick auf die Reifen, dass wir uns noch etwas in Geduld üben müssen."

Mercedes arbeitet weiter am Thema Reifen

Im letzten Jahr war der Mercedes allerdings auch im Rennen konkurrenzfähig. Rosberg hätte nach eigener Aussage sogar gewinnen können, "wäre ich nur an Webber vorbeigekommen." Mercedes Sportchef Toto Wolff hofft auf eine Wiederholung der Leistung. "Rückkblickend lässt sich sagen, dass unsere Autos auf dieser Strecke stets eine starke Pace hatten. Jedem im Team ist bewusst, dass wir momentan ein starkes Auto haben, diese Performance am Sonntagnachmittag jedoch nicht abrufen. Obwohl das Überholen in Monaco schwierig ist, können wir es uns nicht erlauben, den Umgang mit den Reifen zu vernachlässigen."

Alonso macht sich bereits seine Sorgen: "Da werden die Mercedes ihre Führung länger verteidigen können als zuletzt, weil das Überholen so schwierig ist. Wir müssen das Heft selbst in die Hand nehmen und im Training besser werden. Es liegt an Felipe und mir, dass wir in Monaco am Samstag einen optimalen Job machen."

Kimi Räikkönen pflichtet Alonso bei: "Wir müssen davon ausgehen, dass Mercedes dort sauschnell ist. Nicht nur wegen ihrer guten Vorstellung im letzten Jahr. In Barcelona waren sie uns allen im letzten Streckensektor überlegen, und der ist ein bisschen wie Monte Carlo. Wir haben letztes Jahr in Monte Carlo leider keine so gute Figur abgegeben."

Taktik könnte Monaco entscheiden

Sollte sich hinter den Mercedes eine Wagenschlange bilden, dann wird die Taktik entscheiden. Dann könnte ein Einstopprennen der Joker sein, wenn man davon ausgeht, dass Mercedes wegen ihrer Reifenprobleme zwei Mal stoppt. Fahren alle mit einem Stopp wird es ganz spannend. Dann entscheidet die erste große Lücke im Feld, wann das Reifenwechseln beginnt. Der Abstand muss rund 20 Sekunden bertragen, bevor man in der Spitzengruppe überhaupt an einen Boxenstopp denken darf, um dann mit frischen Reifen sofort Attacke zu machen.

Bleibt das Feld in einer großen Gruppe zusammen, könnte der die Trumpfkarte ziehen, der anfangs seine Reifen schont, dann die Nerven behält und länger als die Spitzenreiter auf der Strecke bleibt. Rosberg und Hamilton könnten natürlich auch im Teamwork arbeiten, indem einer dem anderen Rückendeckung gibt. Aber sagen sie mal einem der beiden Fahrer, dass er zugunsten des anderen auf einen Monaco-Sieg verzichten soll.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden