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Halbzeitbilanz in der Formel 1

McLaren fährt die meisten Kilometer

McLaren Garage GP Deutschland 2013 Foto: McLaren 28 Bilder

Formel 1-Rennen produzieren nicht nur Punkte. Es wird auch nach Trainingsbestzeiten, schnellsten Runden, Führungskilometern, Rennrunden, Boxenstopp-Zeiten und Strafen abgerechnet. auto motor und sport zieht die große Halbzeitbilanz.

14.08.2013 Michael Schmidt

Zehn von 19 Grand Prix sind gelaufen. Zeit eine Zwischenbilanz zu ziehen. Der WM-Stand erinnert uns an die Jahre zuvor. Sebastian Vettel führt. 38 Punkte vor Kimi Räikkönen, 39 Punkte vor Fernando Alonso und 48 Punkte vor Lewis Hamilton. Die üblichen Verdächtigen also. An der Spitze fehlt eigentlich nur Jenson Button. Doch der Ex-Weltmeister hat mit dem McLaren MP4-28 eine Niete gezogen.

In der Konstrukteurs-Wertung gibt es eine kleine Überraschung. Red Bull liegt mit 277 Punkten zwar immer noch komfortabel in Führung, doch der erste Herausforderer heißt nicht mehr Ferrari oder Lotus. Mercedes ist von Platz 5 direkt auf Rang 2 gesprungen. Der Rückstand auf Red Bull beträgt 69 Zähler. Nicht uneinholbar. Soweit die Fakten. Aber was hat uns die Saison 2013 sonst noch gezeigt?

Wer ist der schnellste Fahrer?

Der schnellste Fahrer im Feld ist ganz klar Lewis Hamilton. Der Ungarn-Sieger startete vier Mal von der Pole Position. Sein durchschnittlicher Startplatz liegt bei 2,36. Sebastian Vettel ist ihm aber mit drei Trainingsbestzeiten und einem Startplatz-Schnitt von 2,45 dicht auf den Fersen. Nico Rosberg fällt mit ebenfalls drei Pole Positions und mit einem durchschnittlichen Startplatz von 4,00 bereits leicht ab.

Wer ist im Rennen der stärkste?

Der stärkste Mann im Rennen ist eindeutig Sebastian Vettel. Nicht nur wegen seines Punktevorsprungs und der vier Siege. Vettel und sein Teamkollege Mark Webber räumten je drei Mal die schnellste Rennrunde ab. Die restlichen teilen sich unter Fernando Alonso, Kimi Räikkönen, Sergio Perez und Esteban Gutierrez auf. Vettel führte mit Abstand am häufigsten ein Rennen an. Insgesamt 1.227,6 Kilometer. Auf Platz 2 liegt abgeschlagen Alonso mit 424,2 Kilometern, gefolgt von Rosberg mit 399,4 Kilometern.

Wer ist der zuverlässigste Fahrer?

Die Zuverlässigkeits-Wertung gewinnt Kimi Räikkönen ganz knapp vor Lewis Hamilton. Der Finne legte 3.022,2 Rennkilometer zurück, Hamilton 3.021,9. Auf Platz 3 liegt Button mit 3.005,6 Kilometern. Räikkönen ist der einzige Fahrer, der bei jedem Rennen gepunktet hat. Räikkönen und Hamilton sind die einzigen beiden Fahrer, die immer ins Ziel gekommen sind, wobei Hamilton in Spanien als Zwölfter keine Punkte bekam. Button war zwar bei allen zehn Grand Prix in Wertung, gab aber beim GP Malaysia wegen eines zu großen Rückstands drei Runden vor Schluss freiwillig auf. So konnte McLaren straffrei das Getriebe für das folgende Rennen in China wechseln.

Wer fährt am wenigsten?

Bekäme Adrian Sutil Kilometergeld, stünde er schlecht da. Mit 2.355,4 Rennkilometern rangiert der Gräfelfinger am Ende der Tabelle. Drei Mal fiel Sutil aus, drei Mal relativ früh. Gefolgt wird er von Jean-Eric Vergne mit 2.435,1 Kilometer und Esteban Gutierrez mit 2.507,7 Kilometer. Vergne ist mit vier vorzeitigen Aufgaben der Ausfallkönig. Von den Piloten aus den Top-Teams stehen Felipe Massa (2.561,8 km) und Nico Rosberg (2.635,8 km) im unteren Tabellendrittel.

Wer ist der Strafzettel-König?

Valtteri Bottas zahlt am fleißigsten in die FIA-Kasse ein. Bislang fünf Mal, immer wegen Geschwindigkeitsübertretung in der Boxengasse. Bottas wurden insgesamt 6.700 Euro vom Konto abgehoben. Die nächstbesten Zahler sind Jules Bianchi mit 2.800 Euro und Kimi Räikkönen mit 2.100 Euro.

Wer hat die meisten Unfälle?

Wir haben alle Dreher und Unfälle während der freien Trainingssitzungen, Qualifikationsläufe und des Rennens gezählt. Der Walzerkönig ist Pastor Maldonado. 17 Dreher und sechs Unfälle ergeben 23 Ausrutscher. Ihm folgen Giedo van der Garde (21), Lewis Hamilton (20) und Esteban Gutierrez (20). Jenson Button und Max Chilton kamen nur jeweils sechs Mal von der Strecke ab.

Wer fährt die meisten Bestzeiten?

Sebastian Vettel führt die Bestzeiten-Rangliste klar an. In den 30 freien Trainingssitzungen und zehn Qualifikationen hatte der Titelverteidiger 11 Mal die Nase vorn. Nico Rosberg folgt mit neun, Lewis Hamilton mit fünf Bestzeiten.

Wer hat das schnellste Auto?

Sieben Pole Positions sprechen für sich. Der Mercedes AMG W04 ist das schnellste Auto im Feld. Zumindest auf eine Runde. Im Rennen ist Red Bull stärker. Sebastian Vettel und Mark Webber markierten sechs der zehn schnellsten Rennrunden, und sie führten zusammen 1.454,7 Kilometer. Dazu haben sie mit 277 Punkten den höchsten Kontostand.

Welches Auto fährt am längsten?

McLaren hat zwar nicht mehr das schnellste Auto, aber das mit höchsten Fahrleistung. Jenson Button und Sergio Perez legten bei den zehn Rennen 5.968,0 Kilometer zurück und schlugen damit Red Bull (5.764,8 km) und Lotus (5.717.4 km). Am unteren Ende rangieren Force India (5.171,6 km) und Sauber (5.106,7 km).

Wer hat das zuverlässigste Auto?

Ferrari ist das einzige Team im Feld, das noch keinen Defekt zu beklagen hat. Dafür drei Unfälle, einer ausgelöst durch einen Aufhängungsbruch. Weil die Unfälle immer sehr früh im Rennen passiert sind, steht Ferrari mit 5.283,4 Rennkilometern im hinteren Drittel der Tabelle. Die meisten defekte hat bislang Toro Rosso zu beklagen. Insgesamt sechs Mal stoppte das Red Bull-Juniorteam aus technischen Gründen. Die Defekte verteilten sich querbeet über das Auto: Zwei Mal Auspuff, je ein Mal Unterboden, Aufhängung, Hydraulik und Reifenplatzer.

Wer hat die schnellsten Boxenstopps?

Die schnellste Boxencrew hat eindeutig Red Bull. Von den zehn Grand Prix verbuchte das Weltmeister-Team sieben Mal den besten Einzel-Boxenstopp. Davon war vier Mal das Auto von Vettel und drei Mal das von Webber betroffen. Durchschnittliche Standzeit: unglaubliche 2,83 Sekunden. Die anderen Bestwerte gehörten Ferrari (Melbourne, Barcelona) und McLaren (Montreal).

Wer floppt am häufigsten in der Boxengasse?

Williams rangiert mit einer durchschnittlichen Boxenstopp-Zeit von 6,1 Sekunden am hinteren Ende des Feldes. Vier Mal lieferte das Team aus Grove den Boxenstopp-Flop des Rennens ab. Es betraf Valtteri Bottas in Sakhir, Monte Carlo und am Nürburgring. Am Hungaroring musste Pastor Maldonado am längsten bei seinem Boxenstopp warten.

Welches Team ist der größte Sünder?

Red Bull hat bislang am meisten Geld in die FIA-Kasse entrichtet. 35.000 Euro für das verlorene Rad von Mark Webber am Nürburgring. Das reichste Team im Fahrerlager wird es verschmerzen können. Da schlagen die 17.000 Euro für Caterham für insgesamt drei Vergehen härter zu Buche. Mercedes, Lotus, Marussia, Williams, Sauber und McLaren haben in diesem Jahr noch eine weiße Weste.

Wer hat den besten Motor?

Renault liegt mit 461 Punkten in der Motorenwertung klar vor Mercedes (324) und Ferrari (225). Klar, Renault hat auch die meisten Kunden. Allerdings steuern Williams und Caterham nur einen Punkt zur Motorenwertung bei. Bei Mercedes punkten das Werksteam, McLaren und Force India regelmäßig. Und Ferrari kann auf Toro Rosso und Sauber zurückgreifen. Cosworth hat zuletzt 2011 mit Williams WM-Punkte geholt. Motorschäden sind eine Seltenheit geworden. In dieser Saison sind im Rennen nur zwei Triebwerke explodiert. Bei Cosworth am Nürburgring und bei Mercedes in Budapest. Für Mercedes war es der erste Motorschaden seit dem GP Japan 2008.

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