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Halo-Entscheidung vor Hockenheim

17 Prozent bessere Überlebenschance

Sebastian Vettel - Ferrari - Halo 2 - Heiligenschein - Cockpitschutz - GP England 2016 Foto: sutton-images.com 65 Bilder

FIA-Rennleiter Charlie Whiting stellte den Fahrern beim Freitags-Briefing den Halo 3 vor. Der Weltverband wirbt mit einer um 17 Prozent besseren Überlebenschance. Die Strategiegruppe wird am Donnerstag vor Hockenheim über den Einsatz des Cockpitschutzes entscheiden.

22.07.2016 Michael Schmidt

Bis jetzt ist noch alles blanke Theorie. In Silverstone informierte die FIA die Ingenieure über die letzten Test-Resultate mit dem Heiligenschein über dem Cockpit. Beim Fahrer-Briefing vor dem GP Ungarn wurden den 22 Piloten der Abschlussbericht über den Halo präsentiert. Es handelt sich dabei um die dritte Version des Cockpitschutzes, kurz Halo 3 genannt.

Cockpitscheibe ist Geschichte

Der Halo 3 wird ein Teil des Chassis sein und soll bei einem Überschlag die 10-fache Belastung aushalten wie der Überrollbügel hinter den Fahrerkopf. Bei einer Risikoabwägung anhand von 40 realen Unfällen, prognostizieren die FIA-Techniker eine 17 prozentig bessere Überlebenschance über alle Unfallszenarien. Die Cockpitscheibe dagegen ist Geschichte. Sie hat den letzten Test mit einem heranfliegenden Rad nicht bestanden. Das Rad brach die Schutzscheibe ab und prallte auf den oberen Teil des Dummy-Kopfes.

Die FIA hat drei Jahre Arbeit in ihren Halo gesteckt und will die Schutzvorrichtung im nächsten Jahr einführen. Doch dafür muss die neue Technik zuerst die Strategiegruppe passieren. Das Thema steht am kommenden Donnerstag, den 28. Juli in Genf ganz oben auf der Agenda. Nach der derzeitigen Stimmungslage werden die Vertreter der kommerziellen Rechte und die meisten Teams dagegen votieren. Damit muss die Formel 1-Kommission erst gar nicht in Kraft treten.

FIA will sich nach Teams richten

Die Teams fürchten, dass der Halo die Optik eines Formel 1-Autos nachhaltig stört. Die meisten Fans sind in den Internetforen bereits Sturm gegen den 7 Kilogramm schweren Titanring oberhalb des Cockpits gelaufen. Die Ingenieure nicht davon überzeugt, dass der Halo in allen Lebenslagen eine Verbesserung bringt. Sie plädieren darauf, die Tests fortsetzen und ein Jahr mit der Einführung zu warten. Die FIA will sich dem Willen der Teams beugen und den Halo nicht zwingend mit dem Sicherheitsargument durchdrücken.

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